
Neuer Trainer, altes Bild: Auch beim ersten Spiel der Wölfe unter Bruno Labbadia stand am Ende der Partie gegen den FSV Mainz 05 ein Remis, bereits zum 13. Mal in der laufenden Saison – einsame Ligaspitze. Labbadias Vorgänger Martin Schmidt hatte ganze 11 seiner nur 19 Bundesligaspiele als VfL-Coach unentschieden gespielt, bevor er im Anschluss an die 1:2-Niederlage gegen Bayern München Mitte Februar zurücktrat. Nur einen Tag später wurde Labbadia präsentiert, der sogleich das Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten aus Mainz vor der Brust hatte – und mit dem altbekannten Ergebnis abschloss. Durch das 1:1 verpassten die Niedersachsen einen Befreiungsschlag, der nach früher Führung möglich gewesen wäre, vermieden aber immerhin das Abrutschen auf den Relegationsplatz. Auf den haben die Wolfsburger, in der Tabelle auf Rang 15 postiert, weiterhin einen Punkt Vorsprung – die Abstiegsgefahr ist noch immer akut.
Bruno Labbadia entwickelt sich immer mehr zu einer Art „moderner Feuerwehrmann“. Bereits den VfB Stuttgart und den Hamburger SV bewahrte der 52-Jährige vor dem Abstieg, nun soll ihm das in Wolfsburg gelingen. Und auch, wenn das Ergebnis am Ende an Schmidt erinnerte – Labbadia, der sein Trainerdebüt in der Bundesliga 2008 als Coach von Bayer 04 gab, machte einiges anders als sein Vorgänger, schickte unter anderem den brasilianischen Außenverteidiger William und den nach Leihe zurückgekehrten Josip Brekalo von Beginn an aufs Feld. Mit Erfolg: Brekalo verwertete eine William-Flanke zum ersten Tor in Labbadias Amtszeit. Der erst 19-jährige Flügelstürmer ist ein Spieler, den die Werkself im Auge behalten muss – und in der hochkarätig besetzten Wolfsburger Offensive nicht der einzige. Ob die beiden Edeltechniker Daniel Didavi und Yunus Malli, der belgische Nationalstürmer Divock Origi oder sein Ersatz-und Landsmann Landry Dimata – der Angriff der Wölfe genügt höchsten Ansprüchen. Seit Januar gehört nun auch Admir Mehmedi zu diesem Ensemble. In der Hinrunde noch lief der Schweizer für Bayer 04 auf, erzielte in zwölf Einsätzen zwei Tore für die Werkself. Zuletzt in Mainz wurde Mehmedi erst in der Schlussphase eingewechselt. Vielleicht reicht es gegen die alten Kollegen am Samstag zu einem Startelfeinsatz – trotz der starken Konkurrenz in den eigenen Reihen.
Wie bereits im vergangenen Jahr, als sich die Wölfe erst in der Relegation gegen Eintracht Braunschweig retteten, bleibt das Team weit unter seinen Möglichkeiten. Der Kader gibt weit mehr her als den erneuten Kampf gegen den Abstieg, jedoch gelingt es der Elf seit geraumer Zeit nicht, dieses Potenzial abzurufen. Ein Grund, warum es auch in dieser Saison nicht läuft, ist jdas große Verletzungspech, unter dem die Mannschaft sowohl unter Jonker als auch unter Schmidt litt – vor allem im Abwehrbereich. Brooks, Gerhardt, Tisserand, Uduokhai, Jung, Camacho: So liest sich aktuell das Lazarett der Wolfsburger Defensive, das zuletzt dafür sorgte, dass sich auch unter Labbadia die Viererkette beinahe von selbst aufstellte. Auch Offensiv-Routinier Jakub Blaszczykowski, der bei derartigen Notständen häufig als Rechtsverteidiger ausgeholfen hatte, fehlt seit geraumer Zeit mit Rückenproblemen.
Unverändert ist das Leistungsvermögen extrem hoch – sowohl von der Mannschaft als auch vom Verein, der auch aufgrund von hohen Transfererlösen in den vergangenen Jahren finanziell gut dasteht und daher auch immer wieder deutschlandweit umworbene Spieler wie Brooks oder Malli nach Wolfsburg holen kann. Die vergangenen beiden Jahre waren jedoch geprägt von fehlender Konstanz auf personeller Ebene. Labbadia ist bereits der vierte Trainer binnen 16 Monaten, auch der Kader veränderte sich durch zahlreiche Transfers immer wieder. Sollte es „Feuerwehrmann Bruno“ erneut gelingen, sein Team in der Liga zu halten, hat der VfL alle Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass im Klub wieder konstant gearbeitet wird – und die Mannschaft an alte Stärke anknüpfen kann.
Dass spielerische Qualität nicht davor schützt, am Ende in die Relegation zu müssen, das zeigte die letzte Saison des VfL. Von allen Abstiegskandidaten verfügen die Wolfsburger auch in diesem Jahr wieder über die höchste individuelle Klasse, direkt absteigen werden die Wölfe wohl auch nicht mehr. Um sich auch das Nachsitzen in der Relegation ersparen zu können, muss die Mannschaft unter Labbadia aber anfangen, Siege einzufahren. Nur Unentschieden werden nicht reichen.


Während die U16 am Wochenende gegen den FC Viktoria Köln den fünften Sieg hintereinander einfahren könnte, reitet auch die U15 auf einer echten Erfolgswelle: Nach zwei überzeugenden Turniersiegen zuletzt würden sich die Leverkusener mit einem Erfolg gegen den VfL Bochum 1848 die Meisterschaft sichern. Und der weibliche Nachwuchs befüllt ebenfalls fleißig das Trophäen-Kabinett – mit einem deutlichen 17:0 gewannen die U13-Juniorinnen den Verbandspokal. Das Ergebnisse und anstehenden Spiele der Nachwuchs-Kicker im Überblick.
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Großer Jubel an Fronleichnam: Die U13-Juniorinnen von Bayer 04 haben das Finale im Verbandspokal des Fußball-Verbands Mittelrhein (FVM) in beeindruckender Manier gewonnen. Ein deutliches 17:0 bescherte nach der Meisterschaft in der Leistungsstaffel West bereits den zweiten Titel der Saison. Für den Jungjahrgang der Leverkusener U16-Juniorinnen reichte es derweil nicht für einen Erfolg am Pokalfinal-Tag.
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Bayer 04 Leverkusen hat Carles Martínez Novell als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 42-jährige Spanier war bis Saisonende für den FC Toulouse in der französischen Ligue 1 tätig. Martínez beendete die zurückliegende Saison mit den Südfranzosen auf Platz neun. Er übernimmt die Werkself zum 1. Juli 2026 und unterzeichnete einen bis zum 30. Juni 2028 gültigen Vertrag. In Leverkusen folgt Martínez, dessen Kontrakt in Toulouse mit Monatsende ausläuft, auf Kasper Hjulmand, der den Klub nach einer Spielzeit verlässt.
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In der Sommervorbereitung 2026/27 gastiert die Werkself beim Regionalligisten Kickers Offenbach in Hessen. Die Partie findet am Samstag, 25. Juli (Anstoß: 15 Uhr), im Stadion am Bieberer Berg statt. Alle Infos zum Ticketverkauf für die Begegnung im Rahmen der 125-jährigen Jubiläums des OFC.
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Verstärkung für den Nachwuchsbereich von Bayer 04 Leverkusen: Zur Saison 2026/27 wechselt Konstantinos Kotsifakis vom Fußball-Zweitligisten Hertha BSC zum Werksklub, wo er künftig als fester Bestandteil des Trainerteams der Leverkusener U19 arbeiten wird. Zudem übernimmt der Deutsch-Grieche eine operative Funktion bei der Betreuung des Future Teams von Bayer 04. Bei der Hertha fungierte der 29-Jährige zuletzt als Cheftrainer der U17.
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