
Die Leistung, die Bayer 04 am 30. November vollbrachte, lässt sich im Nachhinein kaum hoch genug hängen. In der ausverkauften Allianz Arena siegte die Werkself durch zwei Tore von Leon Bailey mit 2:1 und brachte den Bayern ihre bis heute letzte Heimniederlage bei. Mehr noch: Seit diesem Hinspiel gegen die Bosz-Elf hat der Rekordmeister überhaupt nur 2 von 20 Pflichtspielen nicht gewonnen: das 1:2 in Mönchengladbach eine Woche nach dem Bailey-Doppelpack und das 0:0 gegen Leipzig im Februar. Auch aus dem vielleicht vorentscheidenden Spiel um die Deutsche Meisterschaft gingen die Münchener siegreich hervor: Vergangene Woche schlug der FC Bayern den ärgsten Verfolger aus Dortmund in dessen Stadion mit 1:0 und baute seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf sieben Punkte aus. Am Wochenende folgte ein deutliches Statement: Gegen Fortuna Düsseldorf spielten die Bayern groß auf und zelebrierten beim 5:0 teils begeisternden Offensivfußball. Nach dem Spiel in der BayArena geht es für den Tabellenführer dann – wie auch für Bayer 04 (beim 1. FC Saarbrücken) – mit dem DFB-Pokal-Halbfinale weiter, mit einem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Möglich also, dass die Begegnung zwischen der Werkself und dem FC Bayern am Samstag nicht die letzte in dieser Saison bleibt.
Nach dem neuerlichen Schützenfest gegen Düsseldorf ist eine historische Bestmarke für die Bayern in Reichweite gerückt. 86 Tore hat das Team von Trainer Hansi Flick bislang in dieser Saison erzielt. Der Rekord in einer Bundesliga-Spielzeit liegt bei 101 Treffern, aufgestellt ebenfalls vom FCB (1971/72). 15 Tore in den verbleibenden fünf Spielen wären also noch nötig, um diesen Uralt-Rekord einzustellen. 1971/72 hatte übrigens auch ein gewisser Gerd Müller mit insgesamt 40 Toren den Rekord für die meisten Treffer eines Spielers aufgestellt. Bayern-Goalgetter Robert Lewandowski liegt nun bei 29. Diesen Rekord wird der Pole wohl kaum noch knacken können. Wobei: Lewandowski ist – mal wieder – in herausragender Verfassung, in den vergangenen sechs Ligaspielen gelangen ihm sieben Tore. Und: Er hat eine der besten Offensivreihen der Welt in seinem Rücken. Thomas Müller, der seit dem Amtsantritt von Hansi Flick nahtlos an die besten Zeiten seiner Karriere anknüpft, hat nämlich tatsächlich noch realistische Chancen, einen anderen Bundesliga-Rekord zu brechen: Der 30-Jährige steht bei starken 18 Torvorlagen und könnte damit Leipzigs Emil Forsberg ablösen, der 2016/17 auf 22 kam – die bislang meisten in einer Saison seit Datenerfassung.
Doch die Bayern sind nicht nur aufgrund ihrer Offensive derzeit das Maß aller Dinge in der Bundesliga. Gerade die Abwehr hat sich unter Flick enorm stabilisiert: Seit dem Re-Start hat der FCB noch kein einziges Gegentor aus dem Spiel heraus kassiert. David Alaba blüht in neuer Rolle als Innenverteidiger auf, links in der Viererkette avanciert der Kanadier Alphonso Davies zum Shootingstar der Saison. Wer soll diesen Bayern noch den Titel streitig machen?
Wo liegen die Probleme einer Mannschaft, bei der zurzeit so ziemlich alles nach Plan läuft? Womöglich einzig darin, dass sie sogar noch stärker sein könnte, wenn sie von Verletzungen verschont geblieben wäre. Vor allem in der Mittelfeldzentrale ist die Personaldecke relativ dünn, da sowohl Corentin Tolisso als auch Philippe Coutinho und Thiago derzeit verletzt ausfallen. Zumindest bei Letztgenanntem besteht wohl noch die Chance auf einen Einsatz gegen die Werkself. Ebenfalls weiterhin fehlen wird wohl der etatmäßige Abwehrchef Niklas Süle, der wegen eines Kreuzbandrisses seit Oktober nicht mehr auf dem Feld stehen konnte und auf seinem Weg zurück zuletzt ein Ödem im Knie und damit einen kleinen Rückschlag erlitt. Der Innenverteidiger sollte in dieser Saison zwar noch zurückkehren – aber wohl noch nicht gegen Bayer 04.
Bei aller Qualität in der ersten Reihe steht auch die junge Generation bereits in den Startlöchern. Linksverteidiger Davies (19) könnte eines der Gesichter des FCB in den kommenden Jahren werden, der gleichaltrige Joshua Zirkzee avancierte hinter Lewandowski zum Edeljoker und erzielte den ein oder anderen enorm wichtigen Treffer für die Bayern. Gegen Düsseldorf kam zudem Oliver Batista Meier, ebenfalls 19 Jahre jung, zu seinem Bundesliga-Debüt. Wie stark die nachkommende Generation des Rekordmeisters ist, verdeutlicht ein Blick auf die Tabelle der 3. Liga: Dort steht die zweite Mannschaft des FCB auf Rang fünf – und das fast ausschließlich mit Spielern, die 21 Jahre oder jünger sind. Große Zukunftssorgen müssen sich Bayern-Fans jedenfalls nicht machen.
Noch im Winter sah es so aus, als könnte die Serie nach sieben Meistertiteln hintereinander tatsächlich reißen. Noch Anfang Dezember lagen die Bayern kurzzeitig nur auf Platz sieben, jetzt beträgt der Vorsprung auf Rang zwei ganze sieben Punkte. Was der FCB im vergangenen halben Jahr gezeigt hat, war eine echte Machtdemonstration – und Titel Nummer acht ist nun zum Greifen nah. Angesichts der Top-Form in den vergangenen Wochen scheint kaum noch damit zu rechnen, dass sich Flicks Team diesen Vorsprung noch nehmen lässt.

Am 2. Spieltag der Hauptrunde in Liga A der DFB-Nachwuchsliga lieferte sich die U19 von Bayer 04 ein spannendes Duell mit dem 1. FSV Mainz 05. Nach der frühen Führung der Leverkusener durch Emmanuel Owen (4.) drehten die Gastgeber zwischenzeitlich das Spiel, ehe Jeremiah Mensah noch vor der Pause ausgleichen konnte (36.). Nach dem Seitenwechsel sorgte Jonah Berghoff für die erneute Leverkusener Führung (73.), aber Mainz traf nur zwei Minuten später zum 3:3-Endstand.
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Werkself-TV zeigt die TV-Highlights des 2:1-Derbysiegs der Bayer 04-Frauen gegen den 1. FC Köln am 18. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga 2025/26.
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Dank einer abgezockten Leistung haben die Bayer 04-Frauen am Karnevalsfreitag ihren rheinischen Nachbarn in der Bundesliga-Tabelle distanziert. In einem stimmungsvollen Derby schlug die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold den 1. FC Köln 2:1 (2:0) und eroberte damit mindestens bis Sonntag Rang drei zurück. Vanessa Fudalla (17.) und Sofie Zdebel (37.) erzielten die Treffer für die Werkself, die mit 31 Zählern nun sechs Punkte vor dem FC liegt.
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In Vorbereitung auf das Bundesliga-Heimspiel gegen den FC St. Pauli am Samstag, 14. Februar (Anstoß: 15.30 Uhr/live im Einzelspiel bei Sky Sport und WOW sowie im Werkself-Radio), hatte die Werkself erstmals seit dem ersten Pflichtspiel in 2026 eine vollständige Trainingswoche zur Verfügung. Auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen die abstiegsbedrohten Kiezkicker sprach Coach Kasper Hjulmand über die intensive Arbeit in eben dieser Woche und die gezogenen Lehren. Außerdem verkündete der Däne die frohe Botschaft, dass Ibrahim Maza wieder einsatzbereit ist.
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