
Position
Dass Darmstadt in der vergangenen Saison den Klassenerhalt geschafft hat, hätten vermutlich nicht viele erwartet. Auch in dieser Saison kann es für die Lilien ausschließlich darum gehen, den Abstieg erneut zu vermeiden. Den aktuellen Platz 14 würde bei den 98ern nach dem 34. Spieltag mit Sicherheit jeder unterschreiben. Während Darmstadt auf eigenem Platz fast jedem Gegner gefährlich werden kann, Frankfurt und Wolfsburg bezwang sowie Hoffenheim einen Punkt abknöpfte, lief auswärts bislang kaum etwas zusammen.
Personal
Bei den Lilien gab es in diesem Sommer eine gewaltige Fluktuation: 18 Neuzugängen standen 18 Abgänge gegenüber, darunter auch einige absolute Führungskräfte des Teams. Torjäger Sandro Wagner schießt seine Treffer nun für Hoffenheim, Constantin Rausch zog's nach Köln, auch Keeper Christian Mathenia (Hamburg) und Luca Caldirola (Bremen) gingen. Jetzt müssen's andere richten, wie der neue Keeper Michael Esser oder Stürmer Antonio Colak, der bislang zwei Tore erzielte. Dass es da erst mal eine Weile braucht, um eine neue Einheit zu formieren, liegt auf der Hand. Zumal es auch auf der Trainerposition einen Wechsel gab. Dirk Schuster coacht jetzt in Augsburg, sein Nachfolger ist Norbert Meier, der früher auch mal die U17 von Bayer 04 trainiert hat. Und auch der neue Sportliche Leiter der Darmstädter ist in Leverkusen kein Unbekannter: Holger Fach trug als Profi von 1995-1997 das Werkself-Trikot.
Potenzial
Norbert Meier hat es schon vor Saisonbeginn klar auf den Punkt gebracht: „Wir wollen so viele Spiele gewinnen, dass wir weiter in der Bundesliga bleiben.“ Dass das alles andere als ein Selbstläufer wird, ist dem erfahrenen Coach allerdings auch klar. Mittlerweile scheint es, dass sich ein schlagkräftiges Team gefunden hat, wie Mittelfeldspieler Florian Jungwirth bestätigt: „Wir haben einen guten Mix aus kompromisslosem Agieren und einer risikoreichen, mutigen Spielweise." Die Darmstädter sind wie gewohnt laufstark, spielen schnörkellos und geradlinig. Viele der Neuzugänge haben sich bereits bewährt.
Probleme
Auffällig ist die Schwäche der Lilien auf fremden Plätzen. Noch ohne jeden Punkt und mit 1:11 Toren nimmt Darmstadt in der Auswärtstabelle derzeit den letzten Platz ein. Die Probleme zeigen sich vor allem im Angriffsspiel, in dem viele Möglichkeiten noch zu leichtfertig vergeben werden. Das erwies sich auch bei der jüngsten 0:2-Niederlage am Böllenfalltor gegen RB Leipzig. Florian Jungwirth gab nach dem Spiel unumwunden zu: „Wir sind an unsere Grenzen gestoßen.“
Prognose
Für den letztjährigen Aufsteiger Darmstadt 98 kann es auch diesmal wieder nur ums sportliche Überleben gehen. Die zweite Saison in der Bundesliga gilt ja immer als die schwerste. Können die Lilien den Klassenerhalt erneut schaffen? Für die Mannschaft spricht auf jeden Fall, dass sie sich vom ersten Spieltag an ausschließlich diesem Ziel verschrieben hat. Bleiben die Lilien weiter so heimstark und schaffen sie es, ihre Auswärtsschwäche einigermaßen in den Griff zu bekommen, stehen die Chancen gar nicht schlecht.


Wie bereits in den Jahren zuvor wurden im Rahmen der Tandem Young Coach-Ausbildung der Scort Foundation in Kooperation mit der Football Club Social Alliance (FCSA) auch 2026 wieder 22 Teilnehmende zu Fußballtrainern für Menschen mit Behinderung ausgebildet. Mit dabei in Karlsruhe war als langjähriger FCSA-Partnerklub auch Bayer 04. Gemeinsam als Tandem durchliefen Personen mit und ohne Behinderung die Ausbildung und lernten so aus unterschiedlichen Perspektiven voneinander. Nach spannenden und lehrreichen Tagen kehrte auch das Leverkusener Duo mit viel neuem Wissen und einem offiziellen Zertifikat zurück unters Kreuz.
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