
Unter der Überschrift „Bellarabi schießt das Tor für die Ewigkeit“ ordnet die Bild den Treffer historisch ein und würdigt noch einen weiteren Werkself-Profi: „Ein Berliner aus Leverkusen hat die Schallmauer geknackt: Karim Bellarabi (26) macht beim 3:1 in Augsburg das historische Jubiläums-Tor der Bundesliga! Bellarabi ist Mister 50000, sein Tor wird auf ewig in den Geschichtsbüchern stehen. 1963 war das erste Bundesliga-Tor gefallen. Durch Timo Konietzka beim 2:3 von Dortmund in Bremen. Tor Nummer 25000 machte 1988 Frank Mill (Dortmund). Und nun, 19536 Tage nach dem Konietzka-Treffer, rundet Bellarabi auf 50000 auf. Ausgerechnet Bellarabi! Der Edeltechniker (Familie aus Marokko) hat auch schon das schnellste Tor der Liga-Geschichte geknipst (2014 nach neun Sekunden beim 2:0 in Dortmund). Ebenso besonders sein schnellstes Verletzungs-Aus: nach erneut neun Sekunden im Sommer 2016 in Hamburg. Bellarabi – der Mann für die einmaligen Momente! … Leverkusen im Regen von Augsburg klar überlegen. Der Mexikaner Chicharito machte mit zwei Treffern den Rest. Überragend aber der erst 17 Jahre alte Kai Havertz (kam aus Aachen): viel Spielfreude, zwei Torvorlagen, BILD-Note 1!
Auch die Kölnische Rundschau legt den Fokus auf Bellarabis Treffer: „Die Frage nach dem Torschützen für die Geschichtsbücher war nach knapp 23 Minuten geklärt. Die Augsburger verloren an der Mittellinie den Ball. Über Julian Brandt und Hernández landete er beim starken Kai Havertz. Gerade mal 17 Jahre alt, passte er in die Mitte auf Bellarabi, der mit dem rechten Fuß zur Stelle war. Der bis dahin bereits gegen Havertz (7.) und danach einige weitere Male glänzend parierende Marwin Hitz im Augsburger Tor war chancenlos. Chicharito Hernández sorgte danach für die Entscheidung (40./65.). Der Anschlusstreffer war Dominik Kohr (60.) vor 25.010 Zuschauern gelungen.“
Im Express heißt es: „Leverkusens Nationalspieler sicherte sich mit seinem 1:0 beim FC Augsburg (23.) den Platz in den Geschichtsbüchern der Bundesliga. Ein würdiges Jubiläums-Tor der Werkself - und der Lohn einer überragenden ersten Halbzeit. 'Genauso wollen wir die Tore schießen. Ich habe mich gar nicht mit dem Jubiläum beschäftigt, aber umso mehr freue ich mich jetzt über das Tor', so Jubilar Bellarabi, der nun neben dem schnellsten Tor der Geschichte einen weiteren Meilenstein setzen konnte. Damals traf er in Dortmund nach neun Sekunden. Bayer in Feierlaune! Eine Woche nach der Gala gegen Frankfurt hatte Leverkusen auch den FCA im Griff. Mit dem Sieg klettert die Werkself mit jetzt 30 Punkten vorläufig auf Rang acht und hat Europa wieder im Visier.“
Der Kölner Stadt-Anzeiger hebt noch eine weitere Statistik hervor: „Erheblich bedeutsamer als das Torjubiläum war aus Leverkusener Sicht allerdings ein anderer statistisch-historischer Wert: Die Werkself setzte auf diese Weise ihre Serie in Begegnungen mit den bayrischen Schwaben fort - im 14. Aufeinandertreffen blieb man zum 14. Mal ungeschlagen und feierte den neunten Sieg.“
Die Rheinische Post schrieb: „Bellarabis Platz in den Geschichtsbüchern ist sicher - ebenso wie die Tatsache, dass sich die Werkself weiter an die internationalen Plätze heranpirscht.“
Der Kicker analysierte: „Bayer Leverkusen setzte seinen positiven Trend am Freitagabend in Augsburg fort und feierte den zweiten Bundesliga-Sieg in Folge. Beim FC Augsburg gewann die Werkself mit 3:1 und freute sich letztlich nicht nur über drei Punkte aus Schwaben. Bellarabi erzielte nach DFL-Zählung das 50.000. Tor in der Bundesliga-Geschichte, Chicharito feierte ebenso ein Jubiläum. … Die klaren Feldvorteile der Werkself mündeten in Großchancen von Havertz (7.) und Chicharito (8., 14.). Doch weder der 17-jährige Teenager noch der Mexikaner war es letztlich, der sich einen Platz in den Bundesliga-Annalen sicherte: Nationalspieler Bellarabi verwertete eine brillant vorgetragene Kombination zum 1:0 für die Gäste und dem persönlichen Eintrag in die Geschichtsbücher (23.). Bellarabi verpasste wenig später den Doppelpack, weil Hitz das Leder glänzend von der Linie kratzte (32.), ehe Augsburg urplötzlich die Ausgleichschance auf dem Fuß hatte: Koo versagten im Eins-gegen-eins mit Bayer-Schlussmann Leno die Nerven (33.). Ansonsten spielte fast nur Bayer 04 - und belohnte sich noch vor dem Pausenpfiff mit dem 2:0. Chicharito versenkte die Kugel im Netz und erzielte damit Leverkusens 900. Auswärtstor in der Bundesliga (40.)."


Gleich dreimal waren die schwarz-roten Legenden der Bayer 04-Traditionsmannschaft am vergangenen Wochenende im Einsatz. Unter anderem mit Stefan Kießling, Philipp Wollscheid, Sidney Sam und Karim Bellarabi trat das von Falko Götz und Jürgen Gelsdorf gecoachte Team auf Indoor-Kunstrasen-Turnieren in Oldenburg, Regensburg und Bielefeld an. Bei Letzterem zauberten sich die Leverkusener dank vierer Wollscheid-Tore sogar bis ins Finale, wo dann gegen Arminia Bielefeld Endstation war. Einsatz und Spaß waren jedoch bei allen Beteiligten wie immer titelwürdig.
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