
Lang ist’s her, seit die Werkself und die Lilien nach ihrem ersten Aufeinandertreffen in den Achtzigern wieder gegeneinander spielten. Seit der Saison 1981/82 mussten beide Klubs auf das nächste Duell in der Liga warten – bis Darmstadt vor zwei Jahren der Weg zurück ins Oberhaus gelang. Bisher gab es in der Bundesliga fünf Begegnungen –viermal gewann die Werkself, einmal gelang Darmstadt der Sieg.
Gegen die Lilien liefs bisher rund: Bei allen Siegen gegen Darmstadt brachte die Werkself den Ball immer mindestens doppelt ins Netz der Gegner, dreimal sogar dreifach. So auch im Hinspiel, als Hakan Calhanoglu, Julian Brandt und Charles Aránguiz zum 3:2-Sieg trafen.
Darmstadts Situation macht nicht viel Hoffnung. Der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz ist mit 14 Punkten groß – in der bisherigen Bundesliga-Geschichte hat noch kein Klub eine solche Aufholjagd jemals geschafft. Selbst wenn die Lilien ab Mittwoch alle Spiele gewinnen und das Maximale rausholen würden, kämen sie nur auf 39 Punkte. Der Klassenerhalt wäre damit trotzdem nicht garantiert.
Für zwei Profis könnte es ein besonderes Spiel werden: Kevin Volland steht gegen die Lilien vor seinem 150. Bundesligaspiel und Ömer Toprak vor seinem 150. Bundesliga-Einsatz im Dress von Bayer 04. Zuvor hatte er schon 38 Mal das Trikot für den SC Freiburg im Fußball-Oberhaus getragen.
Ein Wiedersehen am Böllenfalltor gibt es mit Sidney Sam, der zwischen 2010 und 2014 bei Bayer 04 unter Vertrag stand. Der 29-Jährige lief insgesamt 92 Mal für die Werkself auf. Hinter Stefan Kießling und Gonzalo Castro war Sam in diesen Jahren drittbester Scorer der Werkself und avancierte in Leverkusen auch zum Nationalspieler. Seit Anfang des Jahres steht Sam für die Lilien auf dem Platz, bei denen er bis zum Ende der Saison von Schalke 04 ausgeliehen ist.
Kevin Volland, Admir Mehmedi und Ramazan Özcan treffen in der Partie auf alte Bekannte. Volland und Darmstadts Sven Schipplock kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der TSG Hoffenheim, genauso wie Özcan und Lilien-Kapitän Aytac Sulu. Außerdem kickten Mehmedi und Immanuel Höhn beim SC Freiburg zusammen.
Beide Mannschaften müssen auf einen ihrer Spieler verzichten. Gesperrt sind sowohl Sandro Sirigu auf Darmstädter als auch Charles Aránguiz auf Leverkusener Seite. Sirigu sah am vergangenen Spieltag gegen Leipzig die Gelb-Rote Karte, Aránguiz muss aufgrund seiner fünften Gelben Karte pausieren.
Auch am Mittwoch in der englischen Woche öffnet die Schwadbud wieder ihre Türen für Daheimgebliebene. Ab 19 Uhr treffen sich in der beliebten Fankneipe Werkself-Fans, um das Spiel zu sehen und ihre Mannschaft gemeinsam anzufeuern – seid dabei! Tischreservierungen sind nicht möglich, früh da sein lohnt sich.

Im April 1986 feierte die Werkself dank des Treffers von Bum-kun Cha den ersten Sieg gegen Stuttgart nach dem Aufstieg in die erste Bundesliga. Der VfB war durch ein Tor von Jürgen Klinsmann zunächst in Führung gegangen.
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