Die Silvesternacht hat Peter Sylvester Bosz, so der vollständige Name des Niederländers, in diesem Jahr mit seiner Frau in aller Ruhe in den eigenen vier Wänden verbracht. Dafür waren nicht nur die bundesweiten Beschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie verantwortlich. Denn am ersten Tag des neuen Jahres rief bereits der Arbeitsalltag – die unmittelbare Vorbereitung auf das Auswärtsspiel in Frankfurt stand an.
So hatte Bosz am Freitagmittag auf dem Podium im Mediencenter der BayArena Platz genommen. Nach den Neujahrsgrüßen an die zugeschalteten Medienvertreter betonte der 56-Jährige: „Auch ich habe in meinen 41 Jahren Profifußball noch nie am 31. Dezember oder 1. Januar gearbeitet. Das ist für alle, die noch nicht in England tätig waren, neu. Aber das macht es auch so spannend. Wir freuen uns, dass es jetzt weitergeht.“
Mit den Hessen warte auf die Werkself laut Bosz eine „gradlinig und schnell nach vorne spielende Mannschaft“. Das Team von Adi Hütter konnte im bisherigen Saisonverlauf vor allem gegen Teams aus der Spitzengruppe der Bundesliga gute Ergebnisse eingefahren. So trotzte der aktuelle Neunte unter anderem Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund, Union Berlin und RB Leipzig jeweils ein Remis ab. „Es ist nicht einfach, dort zu spielen“, stellte Bosz klar.
Der Niederländer erinnerte sich im Zuge des Mediengesprächs auch an das letzte Gastspiel von Bayer 04 am Main zurück. Am 8. Spieltag der vergangenen Saison unterlag Schwarz-Rot der SGE im Deutsche Bank Park mit 0:3. Bosz dazu: „Wir haben dort zwar schlecht gespielt. Aber der Gegner hat es auch einfach sehr gut gemacht.“
Zwei Wochen sind seit dem vergangenen Bundesligaduell der Werkself, dem 1:2 gegen den FC Bayern München, verstrichen. Eine äußerst verkürzte Winterpause im Vergleich zu den Vorjahren. Aber eine, in der die Spieler laut Bosz „eine Woche Frische tanken“ konnte, ehe es kurz nach Weihnachten auch schon zurück auf den Rasen ging. „Die Trainingswerte waren gut, es ist physisch nichts verloren gegangen.“
Die Linksverteidiger Wendell und Daley Sinkgraven hatten derweil nicht am Teamtraining teilnehmen können und werden auch nicht mit nach Frankfurt reisen. Denn das Defensiv-Duo muss nach positiven Corona-Testergebnissen aussetzen und befindet sich aktuell in häuslicher Quarantäne. „Dass zwei Spieler auf derselben Position ausfallen, ist unglücklich. Aber wir müssen damit umgehen“, so Bosz, der sich mit seinem Trainerteam auch schon Gedanken gemacht hat, wie er ins erste Spiel der Saison ohne einen der beiden Linksfüße in der Anfangsformation gehen wird. Bosz: „Entweder wir ersetzen die Ausfälle durch einen anderen Spieler oder über das System.“
Die langzeitverletzten Santiago Arias, Charles Aránguiz, Exequiel Palacios und Paulinho spielen in Bosz‘ Überlegungen dabei allerdings ebenso wie Lars Bender und Sven Bender noch keine Rolle. Sie alle kommen für das Duell mit Frankfurt noch nicht wieder in Frage.
Weitere Infos zur Partie:
Übertragung: Sky und Werks11 Radio
Schiedsrichter: Der Unparteiische wird am Tag des Spiels bekannt gegeben

In der Sommervorbereitung 2026/27 gastiert die Werkself beim Regionalligisten Kickers Offenbach in Hessen. Die Partie findet am Samstag, 25. Juli (Anstoß: 15 Uhr), im Stadion am Bieberer Berg statt. Alle Infos zum Ticketverkauf für die Begegnung im Rahmen der 125-jährigen Jubiläums des OFC.
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Bayer 04 hat den U19-Mittelfeldspieler Emmanuel Chigozie Owen an den FC Utrecht in die niederländische Eredivisie transferiert.
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Es wird gebohrt, geschraubt und fleißig gearbeitet: Seit einigen Wochen laufen die Umbauarbeiten in der BayArena im Zuge des routinemäßigen Austauschs nach 17 Jahren. Immer mehr der neuen Klappsitze, die ab der kommenden Saison für deutlich mehr Komfort und eine vereinfachte Bewegung innerhalb der Sitzreihen sorgen werden, sind inzwischen montiert. Mittlerweile sind auf der gesamten Ost-Tribüne die neuen hochwertigen Stühle angebracht und verleihen der BayArena neuen Glanz. Ein Zwischenstand.
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Mit Milton Queiroz da Paixao fing 1987 alles an: Tita, wie er genannt wurde, war der erste Brasilianer unterm Bayer-Kreuz. Zahlreiche weitere Fußballer vom Zuckerhut sollten in den nächsten Jahren folgen. Viele von ihnen drückten dem Spiel der Werkself ihren eigenen Stempel auf. Rund 40 Jahre später setzt Arthur, der seit Sommer 2023 das Bayer 04-Trikot trägt, diese lange Tradition fort. Der 23-Jährige ist bereits der 24. Brasilianer der Vereinshistorie und hat sich als Teil der Doublesieger-Mannschaft von 2024 schon jetzt in die Geschichtsbücher des Werksklubs geschrieben. Ein Überblick über alle Bayer 04-Spieler aus dem Land des fünfmaligen Weltmeisters in Kurzporträts.
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