
Die Regenerationszeit nach der intensiven Champions-League-Partie in Frankreich fällt kurz aus. „Das ist für uns aber keine neue Situation“, betonte Xabi Alonso auf der Pressekonferenz am Freitagmittag. „Natürlich ist es mit der Champions League ein wenig anders als mit der Europa League. Aber wir nehmen diese vielen Spiele nicht als Ausrede. Unser Kader ist breit, wir brauchen jeden einzelnen Spieler und vertrauen auch jedem einzelnen Spieler.“
Über Amine Adli, der sich gegen Brest das linke Wadenbein gebrochen hatte, sagte Alonso auf Nachfrage: „Es ist ein großer Verlust für uns. Wir werden ihn vermissen, sportlich und menschlich. Er ist ein sehr wichtiger Spieler und Charakter fürs Team. Ich habe gestern nach der OP mit ihm gesprochen, es ist alles gut verlaufen. Leider müssen wir noch länger auf ihn warten.“
Hinter einem Einsatz von Victor Boniface steht derweil noch ein Fragezeichen. Ob der Angreifer die Reise nach Bremen mit antreten wird, entscheidet sich nach dem Abschlusstraining am Freitagnachmittag. „Ich habe mit ihm gesprochen, er fühlt sich viel besser. Wenn er nach dem Training ein gutes Gefühl hat, ist er mit dabei. Er hat die letzten Tage gut genutzt und individuell gearbeitet“, so Alonso über den Nigerianer, der am vergangenen Wochenende in einen Unfall verwickelt war.
Angesprochen auf die Atmosphäre beim Flutlichtspiel am Samstagabend im Weserstadion sagte Alonso: „Die Stimmung dort ist immer super. Davon haben wir uns aber nie anstecken lassen und sind immer seriös aufgetreten.“ Die Unterstützung der eigenen Fans kann zudem zu einem erfolgreichen Abend in der Hansestadt beitragen: 4.200 Bayer 04-Anhänger sind vor Ort, der Gästeblock ist damit ausverkauft – und befindet sich im Übrigen seit dieser Saison im Unter- statt wie zuvor im Oberrang. „Der Support unserer Fans ist extrem wichtig für uns. Wir schauen auch auswärts gern in unsere Kurve und freuen uns, sie zu hören und zu sehen. Sie geben uns immer einen Extra-Schub!“
Interessant: Werder belegt in der Heimtabelle aktuell mit einem Punkt aus drei Spielen den vorletzten Platz, während im Auswärtstableau mit zehn von zwölf möglichen Punkten Rang zwei zu Buche steht. Alle bisherigen zwölf Ligatore schoss Werder zudem in der Ferne. „Wir alle kennen Bremen. Der Trainer (Ole Werner, seit November 2021 beim SVW, Anm. d. Red.) ist schon lange da und hat eine klare Idee. Das Team ist eingespielt und verfügt über eine hohe Qualität“, so Alonso.
Einer, der bei den Hanseaten zum Führungsspieler gereift ist, ist Mitchell Weiser. Der frühere Leverkusener kommt auf fünf Torbeteiligungen in sieben Ligapartien. Angesprochen auf den 30 Jahre alten Außenbahnspieler sagte Alonso, der 2014/15 mit Weiser beim FC Bayern München zusammengespielt hatte: „Er ist sehr wichtig für Bremen. Er kann sowohl als Außenverteidiger als auch weiter vorne für viel Torgefahr sorgen. Dazu kommen seine Beidfüßigkeit und Erfahrung. Wir sind gewarnt.“
Das Bundesliga-Topspiel am Samstagabend um 18.30 Uhr in Bremen ist bei Sky sowie im Werkself-Radio zu verfolgen.

Der Name verpflichtet, könnte man meinen. „Haberlands Erben“ – das hört sich nach Traditionspflege an, nach Heimatverbundenheit, Lokalpatriotismus. Und von all dem ist auch etwas drin, in diesem umtriebigen Bayer 04-Fanclub. Einige der Gründungsmitglieder sind in Manfort aufgewachsen, wohnten einen Steinwurf entfernt vom Ulrich-Haberland-Stadion. Katrin Duven zum Beispiel, die 1. Vorsitzende. Schon ihr Vater ging regelmäßig „zum Bayer“. Und mit ihm bald auch seine Tochter.
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Gegründet 1996 von jungen Männern, gibt es unter den 18 offiziellen Mitgliedern der Djangos inzwischen vier Frauen. Auch der Nachwuchs ist häufig mit dabei in der BayArena.
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