
„In der Europa League haben wir unser Zwischenziel erreicht. Der erste Platz in der Gruppe war sehr wichtig“, betonte Alonso zunächst im Rückblick auf das Europapokal-Duell gegen Häcken. Mit Gustavo Puerta, der sein Startelf-Debüt für Bayer 04 gab, sowie Noah Mbamba und Ayman Aourir, die jeweils ihre Premiere in der Europa League feierten, vertraute der Spanier dabei auf mehrere junge Leverkusener. „Es muss ein Ziel für junge Spieler geben. Sie haben dafür gekämpft und es sich verdient“, so Alonso. Angesprochen auf das Tor von Patrik Schick fand der Spanier folgende Worte: „Die ganze Mannschaft und der Staff haben sich für ihn gefreut. Er war lange verletzt und ist nun wieder fit. Jetzt brauchen wir ihn.“
Der Blick richtet sich damit auf Sonntag. Der BVB rangiert derzeit mit 24 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz, zehn Punkte hinter der Werkself. Gegen Dortmund erwartet die Mannschaft ein spannendes Duell. Alonso: „Sie sind ein direkter Gegner. Im Kampf um die vorderen Plätze müssen wir gewinnen. Wir erwarten ein gutes Spiel mit toller Stimmung.“ Bei dem Topspiel kann sich die Werkself erneut über eine herausragende Unterstützung freuen. Alle 30.210 Tickets wurden abgenommen – damit ist die BayArena ausverkauft.
Zu viel Bedeutung möchte der Spanier dem Duell allerdings nicht beimessen und betont: „Es ist ein Topspiel, aber es ist auch noch viel Zeit bis Mai. Das Ziel sind drei Punkte, egal gegen welchen Gegner. Wir fokussieren uns immer auf uns selbst und gehen in dieser Phase noch ein Spiel nach dem anderen an. Gegen Dortmund müssen wir gut vorbereitet sein und konzentriert agieren.“
Wie für die Werkself geht es auch für den BVB in einen intensiven Jahres-Schlussspurt. Beide Klubs bestreiten bis Weihnachten noch sechs Pflichtspiele, die Dortmunder treffen dabei in der Bundesliga unter anderem auf den VfB Stuttgart sowie RB Leipzig. In der UEFA Champions League, in der sich die Borussia unter der Woche mit einem 3:1-Sieg gegen den AC Mailand vorzeitig für das Achtelfinale qualifizierte, wartet zudem Paris Saint-Germain. „Dortmund hat dieses Ziel erreicht. Sie sind eine top Mannschaft mit viel individueller Qualität und einem guten Trainer“, so die Einschätzung Alonsos.
Als einzige Mannschaft in den Europas Top-5-Ligen ist die Werkself noch immer ungeschlagen mit 18 Siegen in 19 Pflichtspielen. Der Spanier warnt jedoch erneut vor Übermut: „Das ist schön, aber kein Ziel, sondern eine Konsequenz unserer Arbeit. Wir denken darüber nicht nach.“ Zu Florian Wirtz, der aufgrund leichter muskulärer Probleme nicht mit nach Göteborg gereist war, erklärte Alonso: „Er fühlt sich schon besser. Bis Sonntag steht jetzt seine komplette Erholung im Fokus. Wir sind optimistisch, müssen aber abwarten.“

Der Name verpflichtet, könnte man meinen. „Haberlands Erben“ – das hört sich nach Traditionspflege an, nach Heimatverbundenheit, Lokalpatriotismus. Und von all dem ist auch etwas drin, in diesem umtriebigen Bayer 04-Fanclub. Einige der Gründungsmitglieder sind in Manfort aufgewachsen, wohnten einen Steinwurf entfernt vom Ulrich-Haberland-Stadion. Katrin Duven zum Beispiel, die 1. Vorsitzende. Schon ihr Vater ging regelmäßig „zum Bayer“. Und mit ihm bald auch seine Tochter.
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Gegründet 1996 von jungen Männern, gibt es unter den 18 offiziellen Mitgliedern der Djangos inzwischen vier Frauen. Auch der Nachwuchs ist häufig mit dabei in der BayArena.
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Nach zuletzt sechs Siegen aus sieben Spielen will die Werkself ihre Erfolgsserie in der Hauptstadt beim 1. FC Union Berlin fortsetzen. Trainer Kasper Hjulmand sprach im Vorfeld der Partie am Samstag, 21. Februar (Anstoß: 15.30 Uhr) über das Defensivpersonal, die kurze Vorbereitungszeit und die Platzverhältnisse im Stadion An der Alten Försterei.
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Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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