
Simon, erst einmal alles Gute zu Deinem Geburtstag! Gibt’s heute eine große Party im Hause Rolfes?
Rolfes: Danke für die Glückwünsche. Nein, wir feiern ganz entspannt zu Hause nur im Familienkreis. 35 ist ja keine runde Zahl, wir werden das also ruhig angehen lassen. Ich bin beruflich so viel unterwegs, dass ich jeden Tag zu Hause sehr genieße. Meine drei Töchter haben als Geschenk wunderschöne Bilder für mich gemalt, das hat mich echt umgehauen.
Und am Sonntag gibt's noch drei Punkte von der Werkself – das wäre doch ein perfektes Wochenende...
Rolfes: Ich drücke jedenfalls beide Daumen und bin gespannt, wie das Team von Roger Schmidt 2017 aus den Startlöchern kommt. Es ist ja vor der ersten Pflichtspiel-Partie „the same procedure as every year“: Du hast ein Trainingslager hinter Dir mit mehr oder weniger aussagekräftigen Testspielen, du kannst die Stimmungslage einschätzen, hast dir fürs neue Jahr einiges vorgenommen und bist voller frischer Energie. Aber wirklich entscheidend sind dann eben doch nur die Ergebnisse der ersten zwei, drei Pflichtspiele. Der Auftakt ist immer eine Art Wundertüte. Was nützt dir die beste Vorbereitung, wenn du die ersten Spiele in den Sand setzt. Gestaltest du sie aber positiv, gibt das einen richtigen Schub für die komplette Rückrunde.
Glaubst Du, dass Bayer 04 gut aus den Blöcken kommt?
Rolfes: Ja, es spricht alles für einen erfolgreichen Start. Die Mannschaft hat alle Testspiele gewonnen, die Stimmung innerhalb des Teams ist hervorragend. Und vor allem die personelle Situation stimmt mich sehr positiv. Karim Bellarabi ist wieder zurück! Und dahinter darf man wirklich ein Ausrufezeichen setzen. Denn Karim ist so extrem wichtig für die Mannschaft. Er ist der, der den Unterschied ausmachen kann, der jetzt einen richtig starken Impuls setzen wird. Er kann andere mit seiner unglaublichen Spielfreude mitreißen. Aber auch andere wie Kevin Volland und auch Lars Bender sind wieder nah dran. Roger Schmidt kann fast wieder aus dem Vollen schöpfen.
Gegen den Tabellendritten Hertha BSC wird die Werkself alles abrufen müssen. Wie schätzt Du die Berliner ein?
Rolfes: Es ist gut, dass mit Hertha gleich eine Mannschaft in die BayArena kommt, die eine echte Herausforderung darstellt. Ich muss zugeben, dass ich mit den Berlinern in dieser Saison so weit oben nicht gerechnet habe. Nun zeigen sie aber – wie schon in der vergangenen Saison über ganz weite Strecken – wieder konstant starke Leistungen. Die Mannschaft verfügt nicht über so viele brillante Einzelspieler. Sie kommt über den Zusammenhalt, über die Disziplin und eine sehr solide fußballerische Basisarbeit. Für die Werkself ist so ein starker Gegner zum Auftakt genau richtig. Denn jeder weiß, dass er am Sonntag hoch konzentriert und engagiert zur Sache gehen muss, damit der Start gelingt.


Zwei Monate Vorbereitung, fünf Testspiele und die Wiederauflage einer bekannten Trainingslager-Stätte: Nach Platz fünf in der vergangenen Saison der Google Pixel Frauen-Bundesliga steigt die Werkself am Dienstag, 23. Juni, wieder ins Training ein. Bayer04.de nennt die Eckdaten des Sommerfahrplans 2026.
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