
Im Vergleich zur 1:2-Niederlage beim FC Bayern München am vergangenen Samstag hatte Bayer 04-Trainer Roger Schmidt seine Anfangself bei zwei Personalien verändert: Tin Jedvaj rückte für den erkältungsgeschwächten Jonathan Tah in die Innenverteidigung, Chicharito ersetzte im Sturm Admir Mehmedi (Muskelfaserriss). Weiter musste Schmidt auf die Langzeitverletzten Karim Bellarabi und Lars Bender sowie Ömer Toprak (Knieprellung), Kevin Volland (Muskelfaseriss) verzichten. Die wiedergenesenen Stefan Kießling und Joel Pohjanpalo nahmen unterdessen vorerst auf der Bank Platz.
Chancenarme erste Hälfte
Von der ersten Minute an begann Bayer 04 gegen die Freiburger ihr Spiel aufzuziehen. Die sehr kompakte Defensive der Breisgauer stellte die Werkself jedoch vor große Schwierigkeiten. In der 11. Minute kam die Werkself dann aber nach einer Hereingabe von Hakan Calhanoglu durch Chicharito zu einer Chance, doch Gästekeeper Schwolow kam vor dem Mexikaner an den Ball und konnte die Situation entschärfen. Es sollte die letzte Torgefahr der dennoch optisch überlegenen Werkself im ersten Durchgang bleiben.
Denn fortan agierte die Mannschaft von Christian Streich mutiger, blieb weiter hoch konzentriert und kam mehr und mehr zu Chancen. Nach einer Ecke von Vincenzo Grifo suchte Janik Haberer den Abschluss, sein abgefälschter Schuss landete aber im Aus (25.). Nur fünf Minuten später kamen die Gäste dann zur 1:0-Führung. Nach einer erneuten Ecke von Grifo, hatte sich Haberer im Strafraum freilaufen und den Ball mit der Wade über die Linie des Leverkusener Tores drücken können. Mit diesem Resultat ging es dann auch in die Pause.
Leistungssteigerung der Werkself nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel agierte die Werkself ideenreicher und konnte den SCF zunehmend unter Druck setzen. In der 53. Minute köpfte Aleksandar Dragovic nach einer Ecke von Calhanoglu den Ball zu Chicharito, dessen Abschluss vereitelte Schwolow reflexartig mit dem Unterschenkel. Wenig später war es erneut der Mexikaner, der nach einer Flanke von Kevin Kampl zum Kopfball kam – sein Versuch ging knapp am linken Torpfosten vorbei. In der 60. Minute sorgte Calhanoglu dann für den zu diesem Zeitpunkt hoch verdienten Ausgleich. Dabei hatte er von dem guten Auge und der schönen Vorabeit von Julian Brandt profitiert, der den Deutsch-Türken im Strafraum schön freigespielt hatte – Es war bereits der vierte Saisontreffer von Calhanoglu.
Auch im weiteren Verlauf steckte die Werkself nicht auf. Im Gegenteil. Calhanoglu scheiterte aus der Distanz am einmal mehr stark parierenden Schwolow, der Sekunden später – nach einer Hakenvorlage von Brandt – auch gegen den eingewechselten Joel Pohjanpalo rettete (74.). Schwolow war es auch, der drei Minuten mit einer Weltklasseparade aus kurzer Distanz gegen Chicharito (77.) den Rückstand für seine Farben verhinderte. Davon ließ sich die Werkself nicht entmutigen und spielte weiter in Richtung Freiburger Tor.
Chicharito vergibt vom Elfmeterpunkt
Kurz vor dem Ende kam Freiburgs kurz zuvor eingewechselter Onur Bulut im Strafraum gegen Wendell zu spät – Schiedsrichter Benjamin Cortus entschied auf Strafstoß (87). Der Elfmeter missglückte Chicharito dann aber total: Der Mexikaner traf den Ball mit der Innenseite nicht wirklich – Schwolow blieb stehen und parierte den drucklosen und unplatzierten Ball mit dem Fuß. Und so musste sich die Werkself am Ende mit einem Punkt begnügen. Großen Anteil daran hatte nicht zuetzt der Schlussmann der Freiburger.
Mit 17 Punkten nach 13 Spielen bleibt die Werkself damit weiter im Tabellenmittelfeld. Am Mittwoch spielt Bayer 04 in der Champions League gegen die AS Monaco. In der Bundesliga geht es am nächsten Sonntag (17.30 Uhr) mit der Begegnung beim FC Schalke weiter.
Statistik
Bayer 04: Leno – Henrichs (46. da Costa), Jedvaj, Dragovic, Wendell – Aránguiz, Kampl – Havertz (56. Pohjanpalo), Calhanoglu – Brandt (90. Kießling), Chicharito
SC Freiburg: Schwolow – Kübler (72. Ignjovski), Gulde, Söyüncü, Günter – Schuster (85. Bulut), Frantz – Stenzel, Grifo – Haberer (81. Petersen) – Niederlechner
Tore: 0:1 Haberer (30.), 1:1 Calhanoglu (60.)
Bes. Vorkommnis: Schwolow hält Foulelfmeter von Chicharito (88.)
Gelbe Karten: – / Schuster
Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)
Zuschauer: 27.111

Nach der Nominierung für das „Bundesliga Goal of the Year“ 2025 steht der wunderschöne Treffer von Martin Terrier zum 1:0 gegen den 1. FC Köln nun auch zur Auswahl für das „Tor des Monats“ Dezember 2025 der ARD-Sportschau. Bayer 04-Fans können noch bis 10. Januar, 19 Uhr, für den französischen Angreifer abstimmen.
Mehr zeigen
Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
Mehr zeigen
Ein torreiches 2025 liegt hinter der Werkself: Los ging's direkt mit einem Blitzstart – Nathan Tella trifft in Dortmund schon nach wenigen Sekunden zum ersten Mal im neuen Fußball-Jahr. Weitere Highlights liefern dann Florian Wirtz, Aleix Garcia, immer wieder Patrik Schick und natürlich Alejandro Grimaldo mit seinen europaweit gefürchteten Freistößen. Die Highlights zum Ende des Jahres: Wichtige Pokal-Treffer von Ibrahim Maza, vielumjubelte Siegtore in Lissabon und Manchester, der Scorpion Kick von Martin Terrier im Derby und als ganz besonderer Abschluss in 2025: Montrell Culbreath aus der U19 mit seinem Treffer zum 3:1-Sieg in Leipzig bei seinem Debüt. Viel Spaß beim Schauen!
Mehr zeigen
Die fünf beeindruckendsten Tore der Lizenzmannschaft im Jahr 2025. Mit dabei: Alejandro Grimaldo, Patrik Schick und natürlich Martin „Skorpion“ Terrier...
Mehr zeigen