
Ohne Moussa Diaby, der am Tag vor der Partie positiv auf COVID-19 getestet worden war, musste die Werkself in der Hauptstadt antreten. Für ihn übernahm Leon Bailey den rechten Flügel. Außerdem kehrte der unter der Woche erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft nominierte Florian Wirtz zurück in die Startelf und ersetzte im zentralen Mittelfeld Nadiem Amiri.
Kurz nach Anpfiff wurde die Werkself bereits eiskalt erwischt. Nach Lukebakios Ablage traf Zeefuik den Ball rechts im Strafraum perfekt, die Kugel prallte unhaltbar für Lennart Grill an den Innenpfosten und von dort ins Netz - ein äußerst sehenswertes Tor, aber auch ein äußerst unglücklicher Beginn für Bayer 04 (4.). Die Werkself brauchte ein wenig, um sich nach diesem Kaltstart in die Partie hineinzuarbeiten. Patrik Schick verzeichnete nach Freistoß von Kerem Demirbay aber immerhin eine erste Kopfballchance (11.). Eine etwas größere Möglichkeit bot sich dem Tschechen wenig später nach einer feinen Flanke von Jeremie Frimpong, auch dieses Mal fehlte aber ein Stück (14.).
Bayer 04 kam in dieser Phase nun so richtig an im Spiel und entfachte immer mehr Druck auf das Tor der Berliner. Häufig segelten gefährliche Hereingaben in den Strafraum der Hausherren und verpassten ihr Ziel nur knapp, den nächsten Abschluss feuerte Demirbay aus der Distanz ab (22.). Die Werkself machte das Spiel - aber Hertha die Tore. Einen klug vorgetragenen Konter über die rechte Seite schloss Cunha nach Querpass von Lukebakio konsequent ab - der zweite ernstzunehmende Angriff der Berliner, das zweite Tor (26.).
Die Effizienz, sie kristallisierte sich als großer Unterschied zwischen den beiden Mannschaften heraus: Während Schick und Edmond Tapsoba nach einer scharfen Bailey-Ecke im Fünfmeterraum nicht den Anschluss erzielen konnten (30.), schlossen die Hausherren auch ihren dritten Angriff des Tages erfolgreich ab: Jonathan Tah rettete zunächst noch gegen Cordoba, der im Nachschuss dann aber durch die Beine von Grill zum 3:0 traf (33.). Auch wenn Wendell (37.) und Demirbay (39.) noch zu zwei Abschlüssen kamen: Es war eine erste Hälfte zum Vergessen für Bayer 04.

Peter Bosz reagierte deshalb und brachte Amiri und Lucas Alario für Demirbay und Demarai Gray. Die Werkself trat fortan zunächst kurz im 4-4-2-System, ein wenig später dann im 3-5-2 an. Die erste Doppelchance des zweiten Durchgangs gehörte aber den Berlinern: Grill musste gegen Cordoba und Cunha zwei Mal fliegen (50.). Dann traf Lukebakio sogar zum vermeintlichen 4:0, der Treffer wurde nach VAR-Einsatz allerdings wegen eines vorangegangenen Handspiels von Cordoba zurecht aberkannt (52.).
Im direkten Gegenzug kam die Werkself zur Riesenchance, wieder zurück ins Spiel zu finden, am Ende eines schönen Angriffs und toller Ablage von Wirtz scheiterte Schick aber aus kurzer Distanz an Hertha-Keeper Jarstein (54.). Die Berliner stellten daraufhin auf ein tief gestaffeltes 5-3-2 um, standen defensiv kompakt und kamen immer wieder zu gefährlichen Kontern: Grill zeigte gegen den alleine durchgebrochenen Cunha und wenige Sekunden später auch gegen einen strammen Lukebakio-Schuss starke Paraden (65.).
Bayer 04 hingegen kam gegen das Hertha-Bollwerk kaum noch zu vorzeigbaren Gelegenheiten, die Konsequenz im vorderen Drittel fehlte - und irgendwie auch immer der letzte Zentimeter. So rutschte Schick knapp an einer Wirtz-Flanke vorbei (72.). Peter Bosz ließ nichts unversucht und brachte in Karim Bellarabi für Frimpong einen weiteren Angreifer, fast das gesamte Personal auf dem Platz war nun offensiv ausgerichtet. Natürlich ergaben sich dadurch aber auch vermehrt Konterchancen für Hertha BSC, Cunhas Flachschuss etwa strich knapp vorbei (75.).
Der Werkself lief unterdessen die Zeit davon - und mehr als eine weitere Kopfballchance des aktiven, aber im Abschluss glücklosen Schick (80.) wollte nicht mehr herausspringen, die letzte Gelegenheit der Partie gehörte wieder Hertha durch den eingewechselten Piatek (88.).
Bayer 04 geht damit auf Platz sechs in die Länderspielpause. Im Anschluss daran gastiert der Tabellenletzte FC Schalke 04 in der BayArena. Anpfiff der Partie ist am Samstag, 3. April, um 15.30 Uhr.
Die Statistik:
Hertha BSC: Jarstein - Klünter, Stark, Dardai (82. Torunarigha) - Zeefuik, Tousart, Guendouzi, Mittelstädt (82. Netz) - Cunha (82. Piatek) - Lukebakio (72. Radonjic), Cordoba (63. Ascacibar)
Bayer 04: Grill – Frimpong (72. Bellarabi), Tah, Tapsoba, Wendell – Wirtz, Aránguiz, Demirbay (46. Amiri) – Bailey, Schick, Gray (46. Alario)
Tore: 1:0 Zeefuik (4.), 2:0 Cunha (26.), 3:0 Cordoba (33.)
Gelbe Karten: Bailey, Amiri
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
Mehr zeigen
Issa Traoré verstärkt die Defensive von Bayer 04 Leverkusen. Das Talent wechselte Anfang des Jahres, kurz nach seinem 18. Geburtstag, vom Djoliba AC aus seiner Heimat Mali fest nach Leverkusen, wo Direktor Fußball Kim Falkenberg den groß gewachsenen Innenverteidiger offiziell begrüßte.
Mehr zeigen
Nach zuletzt nur zwei Punkten aus den vergangenen vier Spielen ist die Luft für Borussia Mönchengladbach im unteren Tabellendrittel dünner geworden. Nur noch drei Punkte trennen die Fohlen vom Relegationsrang. Das Team von Trainer Eugen Polanski steht vor dem Heimspiel gegen die Werkself an diesem Samstag, 7. Februar (Anstoß: 18.30 Uhr/live bei Sky sowie WOW und im Werkself-Radio), unter Druck. Der Gegner-Check.
Mehr zeigen
Ein starker Partner und eine starke Partnerschaft: Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Ehrenspielführer Stefan Kießling vertraten Bayer 04 in dieser Woche bei der offiziellen Eröffnung des neuen Technologie Campus und des dazugehörigen Experience Centers von Bayer 04-Ärmelpartner Niedax. Zu der Veranstaltung im rheinland-pfälzischen Neustadt/Wied-Rahms kamen 200 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, der die Begrüßung gemeinsam mit Niedax Group-CEO Bruno Reufels und weiteren politischen Vertretern vornahm.
Mehr zeigen
Am 22. Spieltag der Bundesligasaison 2025/26 empfängt die Werkself den FC St. Pauli in der BayArena. Die Partie findet am Samstag, 14. Februar, um 15.30 Uhr statt. Alle Infos zum Ticket-Verkauf.
Mehr zeigen