"Wir sind viel individueller und flexibler aufgestellt"

Bayer 04-Geschäftsführer Michael Schade spricht im Interview über das neue Werkself-Trikot und die vielversprechende Zusammenarbeit mit Ausrüster JAKO.
© Bayer 04 Leverkusen Fussball GmbH

Herr Schade, wie gefällt Ihnen persönlich das neue Bayer 04-Trikot?

Schade: Ich bin begeistert! Dass sich unser Partner mit so viel Akribie in das Thema Neugestaltung des Trikots eingebracht hat, finde ich außergewöhnlich. Der Designer David Blanch hat sich sehr intensiv mit der Historie von Bayer 04 beschäftigt und wollte auch unsere Philosophie verstehen. Das Ergebnis ist eine äußerst gelungene Mischung aus Tradition und Moderne. Das fängt damit an, dass das Trikot viele kleine Applikationen enthält, wie etwa die Silhouette von Leverkusen als Reminiszenz an unsere Stadt, das Logo mit Relief-Struktur, die elf Streifen als Symbol für die Werkself und die Schriftart in genauer Anlehnung an die historische Bayer-Typografie. Ich finde im Übrigen alle vier Trikot-Alternativen sehr schön.
Was zeichnet die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen JAKO bislang aus?

Schade: JAKO ist ein sehr gutes deutsches Unternehmen, das hervorragend zu Bayer 04 passt. Es gab sicher kritische Stimmen, die meinten, wir müssten unbedingt eine Partnerschaft mit einer der großen Weltmarken eingehen. Ich denke, dass auch unsere Fans schon bald spüren werden, dass sie von einem zwar kleineren, aber unglaublich leistungsfähigen und qualitativ hochwertigen Ausrüster mehr profitieren. Denn je größer der Partner, desto geringer sind auch die Chancen, dass man individuelle Wünsche erfüllt bekommt. Wir haben uns für JAKO entschieden, weil es für uns erstens das finanziell attraktivste Angebot war, zweitens die Qualität herausragend ist. Wir haben – bevor der Vertrag abgeschlossen wurde – einige Spieler, Trainer und Betreuer zusammengeholt und ihnen eine Kollektion vorgestellt, mit der wir in der Zukunft spielen würden. Alle waren vom ersten Moment an begeistert von Qualität und Optik. Und drittens sind wir bei JAKO die absolute Nummer eins.
Was heißt das konkret?

Schade: JAKO hatte bisher noch keinen Verein in der Champions League. Nummer eins für JAKO zu sein bedeutet, dass man dort alles versucht, um unsere Wünsche zu erfüllen – so schnell und so tatkräftig wie eben möglich. Wir waren schon mit mehreren Gruppen in der Unternehmenszentrale, haben uns mit den Verantwortlichen vor Ort unterhalten und spüren deutlich, dass man diese Partnerschaft mit Bayer 04 absolut leben will. Das merken wir auch an Lieferfristen und in der Umsetzung von Details.
Apropos Wünsche: Wie steht es um die Einbindung der Bayer 04-Fans?

Schade: Wir werden sie - wie angekündigt - einbeziehen in die Gestaltung bestimmter Fanartikel. Das wäre bei einem großen Partner überhaupt nicht möglich. Wir werden Designer-Wettbewerbe machen für bestimmte Fanartikel. Hierbei können die Fans eigene Ideen einbringen und über die Umsetzung abstimmen - und die Vorschläge mit den meisten Stimmen werden dann auch produziert. Wir werden insgesamt viel, viel individueller und flexibler aufgestellt sein.

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