
„Auch wenn es vielleicht einer war – in einem Testspiel kann ich den Platzverweis nicht ganz nachvollziehen. Das hat das Spiel nach 20 Minuten kaputt gemacht. Gelb und Freistoß hätten vollkommen ausgereicht. Das sieht auch Marcelinho Garcia (Trainer des FC Valencia, Anm.) so“, reagierte Peter Bosz mit Unverständnis auf die Entscheidung von Schiedsrichter Sven Weschitzki, der eine Notbremse von Aleksandar Dragovic mit Rot bewertet hatte. „Mir tut es vor allem für die Zuschauer leid, dass die Partie danach nicht mehr so ausgeglichen und damit so nicht mehr so interessant war“, so der Werkself-Cheftrainer, der gegen den FC Valencia auf Lars Bender (muskuläre Probleme), Mitchell Weiser (Fußprellung), Joel Pohjanpalo (Rückfall nach Sprunggelenk-Verletzung) sowie Sven Bender und Karim Bellarabi (Belastungssteuerung) verzichten musste.
In den 90 Minuten hatte Kevin Gameiro für den Vorjahres-Vierten der spanischen La Liga einen Foulelfmeter zur frühen Gästeführung verwandelt (9.), nachdem er von Kerem Demirbay im Strafraum zu Fall gebracht worden war – eine knifflige Entscheidung, trotz Protesten seitens der Werkself, ließ sich der Unparteiische davon aber nicht abbringen. Im Nachgang zeigte sich Valencia wie der erwartet starke Gegner im letzten Härtetest vor dem Pokalspiel in Aachen am Samstag (15.30 Uhr, live im Ticker und Webradio auf bayer04.de) und setzte die Werkself meist mit langen Bällen unter Druck.
Nach der Roten Karte für Dragovic (20.) kämpften sich die Bosz-Schützlinge schnell ins Spiel zurück und zeigten sich auf Augenhöhe mit dem spanischen Pokalsieger und Champions-League-Starter. Der Lohn folgte in der 26. Minute: Nachdem die Werkself einen Handelfmeter zugesprochen bekam, verwandelte Kai Havertz den ruhenden Ball in der linken unteren Ecke zum 1:1-Pausenstand.
In der zweiten Hälfte flachte das Spiel bei sommerlichen Temperaturen merklich ab, offensiv wollte beiden Mannschaften nicht mehr viel gelingen. Abgesehen von der 57. Minute, als Valencias Gameiro einen langen Ball an Lukas Hradecky, der ansonsten seine Klasse mehrfach unter Beweis stellen konnte, zur neuerlichen Führung für die Gäste vorbeischob. Nach gut einer Stunde wechselte Peter Bosz dann fünfmal – unter anderem kam Nadiem Amiri zu seinem ersten Einsatz mit dem Kreuz auf der Brust. Doch auch der vierte Sommer-Neuzugang der Werkself konnte trotz eines ordentlichen Auftritts nichts mehr am Ausgang der Partie, die im Rahmen der Saisoneröffnung von Bayer 04 in der BayArena ausgetragen wurde, ändern.
Die Niederlage wollte Bosz nicht überbewerten: „Es ist richtig, dass unsere Testspiel-Ergebnisse nicht zufriedenstellend sind, aber ich sehe trotzdem eine gute Entwicklung bei uns. Ich sehe, dass wir uns steigern, das Selbstvertrauen ist da. Wir haben jetzt noch eine Woche Zeit, uns bis zum Aachen-Spiel vorzubereiten – die müssen wir nutzen und weiter hart arbeiten“, sagte Bosz.
Bayer 04: Hradecky – Jedvaj (20. Retsos; 86. Stanilewicz), Dragovic, Tah, Wendell – Baumgartlinger (61. Sinkgraven), Demirbay (61. Aránguiz) – Bailey (61. Amiri), Havertz, Paulinho (61. Diaby) – Volland (61. Alario)


Bayer 04 Leverkusen muss auf seinen Offensivspieler Eliesse Ben Seghir verzichten. Der marokkanische Nationalspieler zog sich vor dem verlorenen Finale des Afrika-Cups gegen den Senegal (0:1 n.V.) eine Bänderverletzung im linken Sprunggelenk zu.
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Weiter geht’s in der VBL Club Championship 2025/26! Auf die Leverkusener Konsolen-Profis warten am Dienstagabend, 27. Januar (ab 18 Uhr live auf Twitch und in der Bayer 04-App), die restlichen drei Begegnungen der Online-Vorrunde von Showdown vier. Es geht gegen den 1. FC Kaiserslautern, den SC Freiburg sowie den aktuellen Klub-Meister und Showdown-Drei-Seiger RB Leipzig, mit dem Bayer 04, seinerseits Klub-Vizemeister und Showdown-Eins-Gewinner, vor allem im vergangenen Jahr einige denkwürdige Momente teilte. Der Gegner-Check.
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Zum zweiten Mal wurde in der vergangenen Woche im Schloss Morsbroich der Sport-Ehrenamts-Preis der Stadt Leverkusen verliehen. Auch in diesem Jahr unterstützte Bayer 04 das Engagement junger Menschen im Sport und förderte die Ehrung mit einem Preisgeld von 500 Euro. Oberbürgermeister Stefan Hebbel und Stadtdirektor Marc Adomat überreichten den Spendenscheck der stolzen Preisträgerin Corinna Zeeb vom SSV 1927 Lützenkirchen. Im Rahmen der Sportlerehrung 2025 hatte sich zuvor auch Carlotta Wamser von den Bayer 04-Frauen ins goldene Buch der Stadt eingetragen.
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