
Als Afonso Moreira in dieser Woche seinen langfristigen Kontrakt in der BayArena unterzeichnete, avancierte der „schnelle, wendige und trickreiche Angreifer“ (Geschäftsführer Sport Simon Rolfes) zum ersten portugiesischen Profi in Diensten von Bayer 04.
In der abgelaufenen Saison ging Moreira, als Neuzugang von Sporting Lissabon B, mit Olympique Lyon in der französischen Liga, im französischen Pokal und in der UEFA Europa League an den Start. Insgesamt gelangen ihm bei 37 Pflichtspiel-Einsätzen acht Treffer und elf Assists. In der Altersklasse bis 21 Jahre war aus der Ligue 1 wettbewerbsübergreifend nur Désiré Doué von Paris Saint-Germain noch torgefährlicher.







In der französischen Liga traf der 1,76 Meter große Moreira auch auf seinen neuen Cheftrainer bei Bayer 04: In den beiden Duellen zwischen Lyon und dem von Carles Martínez gecoachten FC Toulouse ging Toulouse jeweils als Sieger vom Platz (2:1, 2:1). Beim vergangenen Aufeinandertreffen Anfang Mai wirkte Moreira – im letzten Heimspiel von Martínez als Toulouse-Trainer – über die volle Distanz mit.
Sein erfolgreiches Jahr bei Olympique Lyon war Moreiras erste Station außerhalb seiner Heimat. Geboren in Lamego im Landesinneren Portugals, begann er das Fußballspielen beim ortsansässigen Verein Cracks Clube de Lamego. 2017, im Alter von zwölf Jahren, folgte Moreira dem Ruf einer der besten Nachwuchsakademien der Welt und wechselte zu Sporting Lissabon. In der 350 Kilometer entfernten Hauptstadt durchlief er fortan sämtliche Nachwuchsteams – und unterzeichnete 2021 schließlich seinen ersten Profivertrag.
Sein Erstliga-Debüt für Sporting gab Moreira im August 2023 als 18-Jähriger unter Trainer Ruben Amorim. In der Rückrunde folgte eine halbjährige Leihe zum Erstliga-Konkurrenten Gil Vicente FC. Am Ende der Saison 2023/24 stand für Sporting, für das Moreira in der Hinrunde zum Einsatz gekommen war, der portugiesische Meistertitel. In der Spielzeit 2024/25, in der Sporting neben der erneuten Meisterschaft auch den Pokalsieg feierte, blieb seine sportliche Heimat trotz Kurzeinsätzen für die Profis – darunter in der UEFA Champions League – die Zweitvertretung aus der dritten Liga. Am Ende der Saison gelang Moreira mit dieser der Aufstieg in Liga zwei.

Nach diesem Erfolg verpflichtete ihn Olympique Lyon für seine Profimannschaft. Nach einigen Einwechslungen und seinem Debüt-Tor in Ligue 1 war Moreira ab dem 10. Spieltag nicht mehr wegzudenken bei OL und stand bis Saisonende bei 18 seiner weiteren 20 Liga-Einsätze in der Startelf.
Wettbewerbsübergreifend waren es, wie eingangs erwähnt, insgesamt 37 Pflichtspiel-Einsätze, acht Treffer und elf Assists. Moreira scheint bereit, das erste Kapitel portugiesischer Spieler bei Bayer 04 gleich zu einem erfolgreichen werden zu lassen…

Im Zuge seiner Vertragsunterschrift bei Bayer 04 sprach Moreira über seine Entscheidung für Leverkusen, seine Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Carles Martínez, seine Einsatzbereitschaft und vieles mehr. Afonso Moreira über...
...seine Entscheidung für Leverkusen:
„Ich bin sehr stolz und glücklich, künftig das Trikot von Bayer 04 tragen zu dürfen. Vom ersten Gespräch an hatte ich das Gefühl, dass dieser Klub hervorragend zu meinen sportlichen Ambitionen passt. Die Verantwortlichen haben mir eine klare Perspektive aufgezeigt und mich mit ihrer Vision überzeugt. Für einen jungen Spieler ist es enorm wichtig zu wissen, wie die nächsten Entwicklungsschritte aussehen können, und genau das habe ich hier gefunden.“
...seinen Dank an die Verantwortlichen:
„Ich möchte mich ausdrücklich bei Simon Rolfes, Carles Martínez und Kim Falkenberg bedanken. Die Gespräche mit ihnen waren sehr offen, ehrlich und wertschätzend. Sie haben sich intensiv mit meiner Situation und meinen Zielen beschäftigt und mir vermittelt, dass sie fest an mein Potenzial glauben. Diese Anerkennung hat mir viel bedeutet und war ein wesentlicher Grund für meine Entscheidung zugunsten von Leverkusen.“
...die Zusammenarbeit mit Carles Martínez:
„Ich freue mich sehr auf die Arbeit mit ihm. Durch seine spanischen Wurzeln und meine portugiesische Herkunft gibt es sprachlich und kulturell viele Gemeinsamkeiten, die den Austausch erleichtern können. Zudem kennt er den französischen Fußball aus eigener Erfahrung. Ich bin überzeugt, dass ich unter seiner Anleitung wichtige Impulse für meine weitere Entwicklung erhalten werde.“
...Einsatzbereitschaft und Teamgeist:
„Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich immer alles für die Mannschaft gebe. Ich komme mit großer Energie und voller Tatendrang nach Leverkusen und bin bereit, hart für meinen Erfolg und den Erfolg des Teams zu arbeiten. Die Fans können sicher sein, dass ich in jedem Training und in jedem Spiel mit Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und absoluter Hingabe für Bayer 04 auf dem Platz stehen werde.“
...seine sportlichen Ziele:
„Mit der Unterschrift unter meinen langfristigen Vertrag beginnt für mich ein neuer und sehr spannender Abschnitt. Mein Ziel ist es, mich auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln, konstant gute Leistungen zu zeigen und meinen Beitrag zum Erfolg der Mannschaft zu leisten. Die Bundesliga und die Europa League bieten dafür eine hervorragende Bühne. Gleichzeitig möchte ich mich mit starken Auftritten für die portugiesische Nationalmannschaft empfehlen.“
...seine Motivation für die Zukunft:
„Leverkusen hat sich in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf bei der Entwicklung junger Talente erarbeitet. Großartige Spieler wie Kai Havertz und Florian Wirtz haben hier den nächsten Schritt auf dem Weg zur internationalen Spitze gemacht. Das zeigt, welche Möglichkeiten dieser Klub bietet. Ich bin hoch motiviert, meine Chance zu nutzen, freue mich auf meine neuen Mitspieler, die Fans und darauf, gemeinsam viele besondere Momente zu erleben.“

Werkself-TV zeigt die TV-Zusammenfassung der 0:1-Niederlage der Bayer 04-Frauen beim FC Bayern München im Achtelfinale des DFB-Pokals 2026/27.
Mehr zeigen
Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele von Bayer 04 in der Saison 2026/27.
Mehr zeigen
„Was die Mentalität und den Willen angeht, können wir uns nichts vorwerfen“, resümierte Robert Andrich nach der ersten Heimniederlage der Werkself in dieser Saison. Auch spielerisch zeigte Schwarz-Rot in der intensiven und körperlichen Partie eine über weite Strecken respektable Leistung, war dem VfB Stuttgart in den meisten statistischen Belangen überlegen. Einzig in Sachen Effizienz vor dem Tor hatten die Schwaben der Werkself etwas voraus. Chefcoach Carles Martínez will daraus lernen, um in Zukunft „auch diese Art von Spielen zu gewinnen“. Der Werkself Nachdreher.
Mehr zeigen
Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
Mehr zeigen
Nach dem 2:4 gegen den VfB Stuttgart am 8. Spieltag der Bundesligasaison 2026/27 äußerten sich Afonso Moreira und Robert Andrich am Mikrofon von Werkself-TV...
Mehr zeigen