
Simon Rolfes über…
…den vorgezogenen Transfer von Sardar Azmoun, der vor wenigen Tagen vom russischen Meister Zenit St. Petersburg unters Bayer-Kreuz gewechselt ist: Wir haben bereits vor zwei Jahren Kontakt mit Sardar aufgenommen. Er war schon damals sehr angetan von der Idee, eines Tages für Bayer 04 zu spielen. Letztes Jahr war die Situation leider noch eine andere, nun konnte der Transfer aber zustande kommen. Zenit hatte durch eine eigene Verpflichtung nun ebenfalls Interesse daran, Sardar an uns abzugeben. Dadurch ging es jetzt schneller als gedacht. Für uns ist das eine optimale Konstellation, da wir so bereits jetzt mit seiner menschlichen und sportlichen Integration starten können. Zudem kann er sich an die physische Spielweise der Bundesliga gewöhnen.
…einen möglichen Einsatz des Iraners beim Auswärtsspiel in Dortmund: Zunächst freuen wir uns, dass mit seinem Visum alles geklappt hat. Sardar wird am Donnerstagmittag in Deutschland ankommen. Wir haben zwar bereits vor zwei Wochen einen Medizincheck mit ihm gemacht, werden ihn nach seiner Verletzungspause nun aber nochmal komplett durchchecken. Auch deswegen ist es schwer, jetzt eine konkrete Prognose abzugeben. Was das Spiel gegen den BVB betrifft, wäre ich aber eher zurückhaltend. Er wird wohl noch etwas brauchen. Wir sind dennoch überzeugt davon, dass Sardars Verpflichtung der Mannschaft vor allem gegen Ende der Saison während der hoffentlich zahlreichen Englischen Wochen einen großen Mehrwert bringen wird.
…das Sturm-Trio Sardar Azmoun, Patrik Schick und Lucas Alario: Das ist ein Problem, welches wir sehr gerne haben. Sie alle sind absolute Topstürmer und Nationalspieler ihres Landes. Das spricht für die Entwicklung des Kaders und der Qualität der Spieler. Jeder hat die Chance, zu spielen und sich zu empfehlen. Außerdem motiviert ein hoher Konkurrenzkampf und ich erwarte von jedem, dass er sich diesem stellt. Tut das jeder Einzelne, steigt die Wahrscheinlichkeit auf individuellen und mannschaftlichen Erfolg, den am Ende alle von uns wollen.
…Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Patrik Schick zu Borussia Dortmund: Für uns ist der Vergleich mit anderen Klubs weniger interessant. Vielmehr geht es uns darum, was wir einem Spieler hier bieten können und welche Entwicklung er individuell und mannschaftlich bei uns machen kann. Patrik fühlt sich hier sehr wohl, das hat er immer wieder bestätigt. Daher stellt sich uns diese Frage überhaupt nicht.
…die Defensive der Werkself: Dass wir trotz der 32 Gegentore tabellarisch da stehen, wo wir gerade stehen, zeigt die unheimliche Qualität unserer Offensivreihe und das insgesamt sehr hohe Niveau der Mannschaft. Dennoch müssen wir daran arbeiten, die Balance zwischen Offensivwucht und einer sicheren Verteidigung ausgewogener zu gestalten. Wir haben oft im späteren Verlauf des Spiels einfache Tore nach Führung oder durch individuelle Fehler kassiert, da haben wir noch großes Potenzial. Dieser Aspekt war bereits ein großer Teil der Analyse während der Winterpause und daran arbeiten wir auch weiterhin.
…den Rücktritt von Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl sowie den Arbeitsumfang in Führungspositionen: Es ist ein herausfordernder Job, der eine hohe Belastung mit sich bringt. Man arbeitet die ganze Woche, an Sonntagen, während der Transferphase und in der Sommerpause und nimmt dadurch gewisse Themen immer mit nach Hause. Das hinterlässt auf Dauer Spuren. Das ist uns hier im Klub absolut bewusst. Auch durch die Perspektive, dass Rudi (Sport-Geschäftsführer Rudi Völler, Anm. d. Red.) sein Amt nicht ewig ausüben wird, wollten wir uns daher im Bereich Sport bereits frühzeitig möglichst breit aufstellen. An diesen strategischen Fragestellungen haben wir mit Rudi und vor allem mit unserem CEO Fernando Carro schon frühzeitig gearbeitet. Ich denke, dass wir mit Thomas Eichin (Leiter NLZ Anm. d. Red.), Tim Steidten (Leiter Kaderplanung und Scouting Anm. d. Red.) und Keld Bordinggaard (Leiter Trainerakademie, Anm. d. Red.) die Verantwortung im sportlichen Bereich gut auf mehreren Schultern verteilen konnten. Max wünsche ich, dass er etwas Abstand gewinnt und die Akkus wieder aufladen kann.

Beste Laune und bis dato nie öffentlich gewordene Storys: Knapp 100 Bayer 04-Fans füllten am Donnerstagabend die Schwadbud im Osten der BayArena, um bei der ersten Ausgabe der neuen Veranstaltungsreihe „Rudi lädt ein“ live dabei zu sein. Dabei hörten sie gespannt zu, wie die langjährigen Werkself-Profis Gonzalo Castro und Stefan Kießling mit Rekordspieler Rüdiger Vollborn und Moderator sowie Stadionsprecher Tobias Ufer über die vielen gemeinsamen Jahre unterm Kreuz sprachen, kuriose Geschichten zum Besten gaben und Kabinen-Geheimnisse ausplauderten. Wer die Premiere verpasst hat, kann sich bereits auf die zweite Ausgabe freuen – am 12. Mai testet Rudi bei einem Quiz-Abend das Expertenwissen der Bayer 04-Fans.
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Das Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg in der Hinrunde war für die Bayer 04-Frauen einer dieser klassisch-sprichwörtlichen „Tage zum Vergessen“. Eingeleitet durch eine Rote Karte gegen Torhüterin Charlotte Voll in der ersten Spielminute und schließlich nach einem weiteren Platzverweis sogar in doppelter Unterzahl unterlag die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold dem Vizemeister 1:5. Am Sonntag, 18.30 Uhr (MagentaSport und DAZN), bietet sich im AOK Stadion die Chance zur Revanche – und auf wertvolle Punkte im Rennen um Rang drei.
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Richtungsweisende Wochen für die U19 von Bayer 04: Zum ersten Rückspiel in Liga A der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga gastieren die drittplatzierten Leverkusener beim SC Paderborn 07 auf Rang zwei, nur ein Zähler trennt beide Teams. Während die U15 bei Borussia Mönchengladbach ihre knappe Tabellenführung verteidigen will, steht für die U12 ein Derby gegen den 1. FC Köln an. Als letztes Nachwuchs-Team starten nun auch die U23-Frauen nach der Winterpause zurück ins Liga-Geschehen – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Ein besonderes Spiel gegen den FC Bayern München, nicht nur, aber auch für Erich Ribbeck: Bayer 04 holte den 2:0-Heimsieg, bei dem Oliver Kahn als Hellseher in Erscheinung trat...
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Sofie Zdebel steht zur Wahl für das „Tor des Monats“ Februar der ARD-Sportschau. Bis zum 21. März (19 Uhr) können Fans für den 18-Meter-Volleyschuss der deutschen U23-Nationalspielerin zum zwischenzeitlichen 2:0 im Derby der Bayer 04-Frauen gegen den 1. FC Köln (2:1) abstimmen.
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