
Während die Mannschaft am Montagnachmittag noch eine Einheit auf dem Platz absolviert hatte, standen am Dienstag leistungsdiagnostische Tests auf dem Programm. Dabei dürften einige Profis mit den Gedanken vielleicht auch schon beim Spiel beim Donnerstag gegen den MSV Duisburg gewesen sein. Die Begegnung mit dem Zweitligisten sei nämlich für die Spieler der Werkself von gesteigerter Relevanz, die zuletzt kaum zum Einsatz gekommen sind, so Cheftrainer Heiko Herrlich.
Zum Beispiel für Tin Jedvaj: Der 21-Jährige hatte sich Anfang Juli im Training einen Haarriss am Schienbein zugezogen. Auch wenn der Verteidiger seit einigen Tagen wieder im Training ist, fehlen ihm nicht zuletzt aufgrund der verpassten Vorbereitung in vielen Bereichen noch ein paar Prozent im Vergleich zu seinen Teamkollegen. „Tin ist aber auf einem guten Weg“, sagte Herrlich, der durchblicken ließ, den Abwehrspieler gegen die Zebras von Beginn an spielen zu lassen.
Auch Stefan Kießling wird am Donnerstag in der Startelf stehen. Darüber hinaus „soll er selbst entscheiden, wie lange er auf dem Platz steht“, betont Herrlich. „Stefan hat zuletzt gut trainiert. Vor allem seine Art und Weise, die jüngeren Spieler anzufeuern und mitzuziehen, imponiert mir.“ Herrlich sei sich im Klaren darüber, dass die Situation für die „Vereinslegende“ nicht einfach ist, umso höher seien seine vorbildlichen Trainingsleistungen zu bewerten.
Neben Jedvaj und Kießling dürften auch Akteure wie Vladlen Yurchenko, André Ramalho oder Marlon Frey Spielpraxis bekommen. Sie haben somit die Chance, sich für weitere Einsätze zu empfehlen. Großen Wert legt Heiko Herrlich in diesem Zusammenhang auf „Siegermentalität“. Die habe er beim letzten Testspiel gegen Fortuna Köln (4:0) erkennen können, bei der 1:2-Niederlage gegen den VfL Bochum Ende August hingegen hätte sie wie auch bei einigen Partien in der Vorbereitung weitestgehend gefehlt. „Ich will jedes Spiel gewinnen. Und das sollten die Spieler ähnlich sehen“, erklärte der Bayer 04-Cheftrainer.
Nicht mitwirken können wird neben Sven Bender (doppelter Rippenbruch), Jonathan Tah (Rückenprobleme) auch Benjamin Henrichs. Bestanden am Außenverteidiger am Wochenende noch leise Hoffnungen, dass er im Laufe der Woche seinen Infekt auskurieren und dann zur Nationalmannschaft anreisen könne, hat sich das Szenario mittlerweile zerschlagen. Der 20-Jähirge laboriert immer noch an einer eitrigen Entzündung der Nasennebenhöhlen und hat bis zum Ende der Woche von den Medizinern ein Sportverbot auferlegt bekommen. Mit beiden U21-Nationalspielern rechnet Heiko Herrlich nicht vor Mitte nächster Woche.

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