„Ich habe große Lust auf schwierige Spiele“

Vor zwei Tagen ist der brasilianische Neuzugang Paulinho in Leverkusen angekommen: Dienstagmorgen wurde der 18-Jährige und seine Familie am Frankfurter Flughafen von einer Bayer 04-Delegation empfangen, in die BayArena gebracht und dort seinen neuen Teamkollegen vorgestellt. Am heutigen Donnerstag bekamen die Medienvertreter die Chance, im Medienzentrum der BayArena (in übersetzender Unterstützung von Grischa Flaving) der neuen Nummer 7 der Werkself Fragen zu stellen.
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Dabei äußerte sich Paulinho...

…über die Impressionen der ersten Tage in bei Bayer 04:
„Ich bin sehr froh, dass ich jetzt hier sein kann. Ich war vor einiger Zeit ja schon mal kurz hier zu Besuch und habe mich schon etwas umgucken können. Meine Familie und ich sind sehr glücklich darüber, wie wir hier aufgenommen und unterstützt werden. Ich hoffe, dass ich das mit guten Leistungen zurückzahlen kann.

…über die Gründe seines Wechsels zu Bayer 04:
„Es gab Anfragen von einigen Klubs, das stimmt. Es freut mich, dass das Interesse so groß war, weil es ja auch meine Leistungen in gewisser Weise lobt – auch wenn man nicht vergessen darf, dass wir mit meinem Klub (Anm. Vasco da Gama) eine erfolgreiche Saison gespielt haben. Für Bayer 04 habe ich mich letztlich entschieden, weil das Gesamtpaket bei Bayer 04 am besten gepasst: Der Verein hat sich in Brasilien einen sehr guten Namen gemacht hat, viele Landsleute sind hier einen erfolgreichen Weg gegangen. Die Unterstützung, die ich hier bislang in allen Bereichen erfahren habe, bestätigt das. Ich hoffe, dass ich jetzt hier auch eine entsprechende Entwicklung nehmen kann.“

…über seine fußballerischen Stärken und Schwächen:
„Jeder Spieler muss selbstkritisch sein: Ich bin erst 18 Jahre alt– und da es gibt noch ganz ganz viele Bereiche, in denen ich mich verbessern muss. 

…über seine Ziele:
„Zuerst einmal ist es mein Ziel, schnell hier anzukommen und mich zu akklimatisieren. Und dann möchte ich natürlich Titel gewinnen. Wenn man als Fußballer letztlich etwas erreichen will, muss man denke ich Titel gewinnen wollen und hart dafür arbeiten. Das Ziel muss es einfach sein, immer jedes Spiel gewinnen zu wollen – dann ist es letztlich egal, ob der Wettbewerb Meisterschaft, DFB-Pokal oder Europa League heißt. Wir wollen überall ganz vorne dabei sein und Titel gewinnen. Aber das geht nur über Immer-gewinnen-wollen.“

…über die brasilianischen Spuren bei Bayer 04:
„Natürlich weiß ich, dass hier in der Vergangenheit viele sehr gute Brasilianer gespielt haben, die zum großen Teil auch Nationalspieler waren. Ich habe vor einiger Zeit bei meinem Ex-Klub Vasco mit Jorginho (Anm.; von 1989 bis 92 bei Bayer 04) Kontakt gehabt – er hat mir den guten Eindruck, den ich von Bayer 04 hatte, noch einmal bestätigt und mir auch Sorgen nehmen können. Er hat gesagt, dass ich mich hier voll und ganz aufs Fußballspielen konzentrieren kann, weil man von Bayer 04 auch außerhalb des Platzes einfach eine super Unterstützung erhält.

…über die Bundesliga und die Unterschiede zu Brasilien:
„In Deutschland gibt es viele sehr starke Mannschaften, die Liga ist hart umkämpft und Bayer 04 hat den Anspruch, immer oben mit dabei zu sein. Ich freue mich darauf und habe große Lust, besonders auf die schwierigen Spiele, die kommen werden. Der große Unterschied zur brasilianischen Liga liegt meines Erachtens in der Intensität wie Fußball gespielt wird – im Training, aber auch in den Matches. Und das ist der Bereich, in dem ich mich auch schnellstmöglich anpassen muss.“

…über das Leben in einem fremden Land:
„Als Fußballer lernt man recht schnell, vor wenigen Sachen Angst zu haben. Natürlich ist der Umzug nach Deutschland nicht leicht für mich, aber er muss gemacht werden. Meine Familie und ich sind darauf sehr gut vorbereitet und ich bin optimistisch, dass wir das gut hinbekommen werden.“

…über Vorbilder:
„Ich würde ungerne von Vorbild oder Idol sprechen, sondern eher von 'Spiegel'. Ich glaube, dass alle jungen Spieler eine Art 'Spiegelspieler' haben, auf den man immer guckt und versucht, sich ähnlich zu entwickeln. Für mich ist dies Cristiano Ronaldo, weil er immer hart an sich arbeitet, immer besser als die anderen sein will und generell immer mehr erreichen möchte. Ich will auch ganz weit kommen und glaube, dass die Charaktereigenschaften von ihm ganz gut zu meinen passen.“

…über die Unterstützung von Landsmann Wendell:
„Wendell hat mich natürlich von Anfang an hier sehr gut aufgenommen: Er hilft mir ganz viel in der Kabine und auch bei allen anderen Abläufen – das lässt mich ein bisschen entspannter und ruhiger sein. Dadurch kann ich mich besser darauf konzentrieren, weshalb ich hierhergekommen bin, nämlich sehr gut Fußball zu spielen.“

…über die eigenen Erwartungen, bei der WM 2022 dabei zu sein:
„Klar habe ich gewisse Erwartungen an mich selbst. Ich bin zwar noch jung, glaube aber, dass es ein Ziel von mir sein muss, bei der WM 2022 zum Kader der Seleção zu gehören. Doch bis dahin gibt es noch einiges zu tun.“

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