
Nur ein Punkt aus den beiden vergangenen Partien in Köln und gegen Augsburg – welch Wunder, dass die Enttäuschung darüber groß ist, bei den Profis und Verantwortlichen der Werkself ebenso wie bei ihren Fans. Daraus macht auch niemand bei Bayer 04 ein Hehl. Doch Jammern und Wehklagen haben noch selten für einen Aufschwung gesorgt; einmal kräftig schütteln, nach vorn schauen und den Kampfmodus auspacken, muss jetzt die Devise lauten. Die Werkself hat in dieser Spielzeit schließlich schon mehr als einmal bewiesen, dass sie nach Rückschlägen in der Lage ist, rasch wieder in die Spur zu finden. Genau diese Frustrationstoleranz gepaart mit leidenschaftlichem Teamgeist hatte Heiko Herrlich in der Vorbereitung im vergangenen Sommer beschworen, als er Mannschaft und Staff einige Stunden lang den Berg Schmittenhöhe im SalzburgerLand erklimmen ließ. „Es wird nicht das letzte Hindernis sein, das uns in den Weg kommt und das wir gemeinsam überwinden müssen“, lautete damals die Botschaft.
Der Leverkusener Chefcoach wusste der Leistung seiner Profis am Karsamstag gegen die Augsburger zwar durchaus einige positive Aspekte abzugewinnen, „das Ergebnis aber fühlt sich an wie eine Niederlage“, sagte der 46-jährige Fußball-Lehrer in aller Deutlichkeit. Das einzig Gute an der Situation: Bayer 04 hat vor den abschließenden sechs Bundesliga-Spielen nach wie vor alle Chancen, sein Saisonziel zu erreichen. „Wir haben uns jetzt unnötig in eine Drucksituation gebracht, aber wir haben noch alles in der eigenen Hand“, sagt Torhüter Bernd Leno im Hinblick auf die internationale Qualifikation, im Idealfall natürlich die Champions League.
Der 04. Monat des Jahres hat es dabei ordentlich in sich: In den kommenden 04 Begegnungen um Punkte bekommt es Bayer 04 im April mit dem Vierten (Leipzig/9.4.), Sechsten (Frankfurt/14.4.), Dritten (Dortmund/21.4.) und Achten (Stuttgart/28.4.) der aktuellen Tabelle zu tun. Heiko Herrlich hat die Spielzeit schon häufiger mit einem Marathonlauf verglichen, bei dem es entscheidend auf einen langen Atem ankommt. Gleichwohl findet gerade eine akute Tempoverschärfung im Teilnehmerfeld statt, das die Zielgerade langsam im Blick hat. Jetzt gilt es, in den Duellen mit den direkten Konkurrenten die Ellenbogen auszufahren und sich eine Position zu erarbeiten, die im Endspurt noch alle Möglichkeiten offenhält.
Dass die Werkself in der Lage ist, die anstehenden Aufgaben zu meistern, hat sie in der Hinserie bereits schlagkräftig unter Beweis gestellt. Da gab es in den vier nun folgenden Vergleichen keine Niederlage: Gegen Leipzig (2:2) und Dortmund (1:1) erkämpfte sich Bayer 04 jeweils in Unterzahl einen Punkt, die beiden Duelle in Frankfurt (1:0) und Stuttgart (2:0) entschieden die Schwarz-Roten für sich. Julian Brandt, dessen vermeintlich entscheidender Treffer gegen Augsburg wegen des angewandten Videobeweises nicht zählte, machte schon gleich nach dem torlosen Remis gegen die bayerischen Schwaben stellvertretend deutlich, dass er keinen Deut abzurücken gedenkt vom maximalen Ertrag. „Ich strebe immer das Bestmögliche an, das ist in dieser Saison die Champions League. Dieses Ziel wollen wir unbedingt erreichen“, sagt der Nationalspieler.


Im Rahmen des 11. Bundesliga-Spieltags 2026/27 gastiert Bayer 04 bei Borussia Dortmund. Die Partie steigt am Sonntag, 29. November (Anstoß: 19.30 Uhr), im SIGNAL IDUNA PARK. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele von Bayer 04 in der Saison 2026/27.
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Bayer 04 muss in den kommenden Partien auf Offensivspieler Moussa Diaby verzichten. Der 27-jährige Franzose zog sich während der Begegnung mit der TSG Hoffenheim (0:3) am gestrigen Sonntagnachmittag, 25. Oktober, eine Faszienverletzung im hinteren rechten Oberschenkel zu. Diaby wird der Werkself nach der Länderspielpause im November wieder zur Verfügung stehen können.
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Internationaler Vergleich auf Top-Niveau: Die U19 von Bayer 04 empfängt Olympique Marseille zu einem Testspiel. Die Partie gegen die Franzosen wird am Donnerstag, 5. November, um 14 Uhr im Ulrich-Haberland-Stadion ausgetragen. Der Eintritt für Fans ist frei. Wenige Stunden später stehen sich die beiden Klubs dann im Rahmen der UEFA Europa League in der BayArena gegenüber.
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