
Der legendäre Kölner Trainer Hennes Weisweiler entdeckte den damals 18-Jährigen in der Nachwuchsabteilung des FC Augsburg und transferierte ihn ins Rheinland, wo er für den FC später auch sein Profi-Debüt gab. Anschließend verschlug es den 21-fachen deutschen Nationalspieler auf die iberische Halbinsel – sie wurde seine zweite Heimat: Er verbrachte dort ganze 13 Jahre, spielte in der spanischen ersten Liga für den FC Barcelona sowie für Real und Atletico Madrid. Damit ist Schuster bis heute der einzige Nicht-Spanier, der für alle drei Top-Vereine des Landes aufgelaufen ist.
Auf seine Zeit bei Atleti folgte 1993 im Alter von 33 Jahren der Wechsel unters Bayer-Kreuz. Der neben dem Spielfeld eher introvertierte Edeltechniker widmete sich in seiner Freizeit vor allem seinem weiteren Hobby: der Pferdezucht. In der 20.000-Seelen-Gemeinde Kürten im Bergischen Land bewohnte Schuster mit seiner Frau Gaby, die zudem als seine Beraterin und Managerin fungierte, einen Bauernhof. Der „blonde Engel“ spielte außerdem gerne Golf und Klavier.
Schuster, in seiner Zeit bei der Werkself eher für geniale Pässe und sehenswerte Tore als starke Laufleistungen bekannt, absolvierte in seinen drei Jahren unterm Bayer-Kreuz insgesamt 59 Pflichtspiele (8 Treffer). Zu den acht Toren des gebürtigen Augsburgers zählte auch ein ganz besonderes: Am 28. August 1994 erzielte Schuster in der Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt die 1:0-Führung (Endstand: 4:0). Der Distanzschuss wurde von den Zuschauern der „sportschau“ später zum Tor des Monats, Tor des Jahres und sogar zum Tor der 1990er-Jahre gewählt. Ein weiterer Bestwert in diesem Zusammenhang: Dem Zauberfuß gelang es im selben Jahr auch, alle drei ersten Plätze bei der Wahl zum Tor des Jahres zu belegen – ein bis heute unerreichter Rekord.





Doch aufgrund seiner eher überschaubaren Laufleistungen wurde Schuster auch immer wieder Zielscheibe für Kritiker. Denen war das eigenwillige Fußball-Genie schon vorab mit den Worten entgegengetreten: „Die Leute wollen nicht nur Spieler sehen, die dauernd den Platz rauf und runter rasen. Sondern auch solche, die den Ball dahin schlagen, wo er hingehört.“ Nach seiner Zeit bei Bayer 04, die wie so oft bei Schuster eher unrühmlich endete, zog es ihn zu den UNAM Pumas in Mexiko-Stadt. Es sollte die letzte Station seiner aktiven Karriere bleiben. 1997 hing er im Alter von 37 Jahren seine Schuhe an den Nagel.
Doch der Europameister von 1980 lehnte sich nicht zurück, sondern startete seine Trainer-Laufbahn. Zu Beginn coachte Schuster für eine Saison den Zweitligisten Fortuna Köln, sammelte im Schnitt 1,31 Punkte und trainierte in der Folge auch den FC. Im Anschluss zog es ihn – mit Ausnahme eines Zwischenstopps bei Shakhtar Donezk – auch im Rahmen seiner Laufbahn für viele Jahre als Trainer nach Spanien zurück. Dort erlebte er, wie schon als Spieler, seine längste und erfolgreichste Zeit.
So trainierte der 60-Jährige unter anderem ein Jahr UD Levante, zwei Jahre den FC Getafe und eineinhalb Jahre Real Madrid. In seiner Zeit bei Getafe wurde er als Trainer der Saison 2005/06 geehrt, mit den Königlichen aus Madrid gewann Schuster 2008 die spanische Meisterschaft. Nach seinen Stationen bei Besiktas Istanbul und dem FC Malaga pausierte der Ex-Profi knapp vier Jahre. Zuletzt betreute er bis Februar 2019 den chinesischen Erstligisten Dalian Yifang.
Aktuell ist der ehemalige Leverkusener ohne Verein – und kann seinen runden Geburtstag demnach nach seinen ganz eigenen Wünschen feiern. Alles Gute, Bernd Schuster!

In der Sommervorbereitung 2026/27 gastiert die Werkself beim Regionalligisten Kickers Offenbach in Hessen. Die Partie findet am Samstag, 25. Juli (Anstoß: 15 Uhr), im Stadion am Bieberer Berg statt. Alle Infos zum Ticketverkauf für die Begegnung im Rahmen der 125-jährigen Jubiläums des OFC.
Mehr zeigen
Verstärkung für den Nachwuchsbereich von Bayer 04 Leverkusen: Zur Saison 2026/27 wechselt Konstantinos Kotsifakis vom Fußball-Zweitligisten Hertha BSC zum Werksklub, wo er künftig als fester Bestandteil des Trainerteams der Leverkusener U19 arbeiten wird. Zudem übernimmt der Deutsch-Grieche eine operative Funktion bei der Betreuung des Future Teams von Bayer 04. Bei der Hertha fungierte der 29-Jährige zuletzt als Cheftrainer der U17.
Mehr zeigen
Erneute Auszeichnung für die Greenkeeper von Bayer 04: Nach den Siegen in den Saisons 2021/22, 2022/23 und 2024/25 landete der Rasen der BayArena im „Pitch of the Year“-Ranking der Bundesliga für die Saison 2025/26 auf Rang zwei. Den Spitzenplatz sicherte sich in diesem Jahr der VfL Wolfsburg, Dritter wurde die TSG Hoffenheim.
Mehr zeigen
Auftaktgegner, Derby-Wochenenden, der Kontrahent im Saisonfinale: Diese und weitere Infos erfahren die Bayer 04-Fans am Donnerstag, 2. Juli, wenn der Bundesliga-Spielplan 2026/27 veröffentlicht wird.
Mehr zeigen