
Ihr habt vermutlich bei den Dreharbeiten die große Sehnsucht nach Titeln bei Bayer 04 gespürt. Wie habt ihr das wahrgenommen?
Tanneberger: Es ist immer wieder faszinierend, was dieses im Prinzip so simple Spiel mit einem Ball und 22 Leuten, die diesem hinterherlaufen, bei Hunderttausenden auslöst. Man konnte bei den Dreharbeiten vor Ort mit jeder Faser spüren, wie viel die Erfolge hier im Klub bedeuten würden. Wir wussten das zwar schon vorher. Aber wie viel Emotionalität wirklich drinsteckt, merkt man erst, wenn man nah dran ist und die persönlichen Geschichten der Personen kennenlernt. Das Team, der Staff, die Fans, die Menschen, die in Leverkusen leben, und die Mitarbeitenden von Bayer 04 haben uns wirklich aufrichtig in ihre Gefühlswelt mitgenommen. Und zwar so sehr, dass man am Ende auch selbst mitgefiebert und mitgefühlt hat. Das war sehr eindrucksvoll.
Und welche Stimmung habt ihr innerhalb des Klubs während der Drehzeit erlebt?
Tanneberger: Wir sind mit offenen Armen empfangen worden und hatten alle sofort einen Draht zueinander, sodass uns schnell klar wurde, was diesen Klub auszeichnet. Es gibt einen besonderen Zusammenhalt und Umgang miteinander. Es herrscht eine offenherzige und ehrliche Atmosphäre. Das ist nicht normal, gerade in einer Saison, in der es um so viel geht. Viele Klubs igeln sich dann ein. Das war hier gar nicht der Fall.
Es gab eine Masse an Rohmaterial, Bildern und Eindrücken. Wonach habt ihr entschieden, was ihr in die Doku hineinnehmt und was nicht?
Kozinowski: Wir wollten gemeinsam mit dem Medien-Team von Bayer 04 eine Balance finden zwischen dem großen Bild und den individuellen Geschichten. Weg von einer Chronologie hin zu einer Dramaturgie, die sich in diesem Fall ja fast von selbst geschrieben hat. Bei diesem Prozess kommt dann immer nochmal jemand an und sagt: „Warte mal, ich habe da noch was gedreht“ oder „Hier sind Drohnen-Bilder vom Stadion“. (lacht) Wir wollten in der Doku die subjektiven Empfindungen für alle transportieren. Einen Zauber, den am Ende nicht nur Leverkusen-Fans, sondern auch jeder Fußballfan spüren kann.





Hat euch etwas besonders überrascht?
Kozinowski: Hinter der Kamera ist es am beeindruckendsten, wenn man merkt, dass da gerade jemand wirklich in sein Innerstes blicken lässt. Persönlichkeiten wie Fernando Carro, Thomas Eichin oder Rüdiger Vollborn haben jahrelange Erfahrung, sind absolute Medien-Profis. Wenn solche Charaktere dann authentische Emotionen zeigen, macht es das Ganze sehr menschlich und unterstreicht die enorme Bedeutung. Nicht nur für jeden Einzelnen, sondern für Generationen und eine ganze Region.
Was war dabei herausfordernd?
Tanneberger: Es ist wahnsinnig spannend, sich in dieses System „Sportklub“ einzugliedern und mit Profisportlern zu arbeiten, die ihren Fokus natürlich in erster Linie auf dem sportlichen Erfolg haben. In diesem Rahmen die richtigen Zeitpunkte zu finden, über Gefühle zu sprechen, war eine große Herausforderung. Umso beeindruckender ist es, dass sich die Mannschaft immer ausführlich Zeit genommen hat – teilweise auch noch nach der Saison oder schon in der Zeit bei der Nationalmannschaft. Das ist nicht selbstverständlich.




Um die Vorfreude zum Abschluss noch mehr zu schüren: Worauf dürfen sich die Fans ganz besonders freuen?
Kozinowski: Die Geschichte von Bayer 04 sucht seinesgleichen und zieht einen in den Bann. Ich glaube, man verspricht nicht zu viel, wenn man sagt, dass wir viele Augen glänzend gesehen haben.
Tanneberger: Man kann die Charaktere dieser Mannschaft nach Ansicht der Doku greifen und versteht, was das für eine Truppe ist. Wenn man das alles so sieht, ist es völlig nachvollziehbar, warum dieses Team so einen Erfolg hatte – wie sie miteinander umgehen, wie sie sich gegenseitig pushen, wie sie aufeinander aufpassen, wie sie Rollen akzeptieren und wie sie diese leben. Das aus nächster Nähe zu erleben, ist außergewöhnlich.
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Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele von Bayer 04 in der Saison 2026/27.
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Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Werksklubs ist die transparente Offenlegung der Umweltauswirkungen des eigenen Geschäftsbetriebs. Im Rahmen des EMAS-Umweltmanagementsystems (Eco-Management and Audit Scheme, offizieller Umweltmanagement-Standard der Europäischen Union) hat Bayer 04 in diesem Sommer die Umwelterklärung aktualisiert und den detaillierten CO2-Fußabdruck für das Jahr 2025 vorgelegt.
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Gleich zweimal trafen Nachwuchsteams von Bayer 04 am vergangenen Wochenende auf Borussia Mönchengladbach. Die U19 holte beim 2:1 gegen die Fohlen den neunten Dreier und qualifizierte sich damit ohne Punktverlust vorzeitig für die Meisterrunde der DFB-Nachwuchsliga. Die U17 verpasste ihrerseits die Annäherung ans Top-Trio in Gruppe F und unterlag 0:2. Auf sich aufmerksam machte derweil die U12, die beim Leistungsvergleich in Siegen unter anderem Borussia Dortmund und den 1. FC Köln bezwang – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Internationaler Vergleich auf Top-Niveau: Die U19 von Bayer 04 empfängt Olympique Marseille zu einem Testspiel. Die Partie gegen die Franzosen wird am Donnerstag, 5. November, um 14 Uhr im Ulrich-Haberland-Stadion ausgetragen. Der Eintritt für Fans ist frei. Wenige Stunden später stehen sich die beiden Klubs dann im Rahmen der UEFA Europa League in der BayArena gegenüber.
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