
Manfred Manglitz kam 1961 als 21-Jähriger vom SC West Köln nach Leverkusen und stieg gleich in seiner ersten Saison mit Bayer 04 in die Oberliga West auf, die damals die höchste deutsche Spielklasse war. Mit starken Leistungen hatte der junge Torhüter großen Anteil an diesem Erfolg, der in Leverkusen eine neue Fußballbegeisterung auslöste. Nach zwei Jahren unterm Bayer-Kreuz wechselte Manglitz 1963 zum Meidericher SV (später MSV Duisburg), der in der gerade neu gegründeten Bundesliga spielte.
Dort entwickelte sich der gebürtige Kölner zu einem der besten Torhüter der Liga und zum Nationalspieler unter Bundestrainer Helmut Schön. 1967 erzielte er als erster Torhüter in der Bundesliga einen Treffer (per Elfmeter beim 1:3 des MSV Duisburg gegen Borussia Mönchengladbach).
Manglitz, der nie um einen Spruch verlegen war und deshalb den Spitznamen „Cassius“ (nach Box-Weltmeister Cassius Clay alias Muhammad Ali) hatte, wurde 1970 mit Deutschland bei der WM in Mexiko Dritter, kam hier aber nicht zum Einsatz. Insgesamt bestritt er für die DFB-Auswahl vier Länderspiele.
Ein Jahr später folgte ein dunkles Kapitel in seiner bewegten Karriere: Als Spieler des 1. FC Köln war Manglitz 1971 maßgeblich in den Bundesliga-Bestechungsskandal verwickelt, wurde deshalb zunächst lebenslang gesperrt und nach zwei Jahren begnadigt. Mit Mitte 30 spielte er noch einmal kurzfristig beim damaligen Zweitligisten 1. FC Mülheim. Bei seinem Heimatverein SC West Köln beendete der inzwischen fast 40-Jährige 1980 seine Laufbahn. Anschließend zog er nach Spanien, wo er über vier Jahrzehnte lebte.
Am Montag verstarb Manfred Manglitz im Alter von 86 Jahren.

Der ehemalige Bundesliga-Torhüter und Nationalkeeper Manfred Manglitz, der 1962 mit Bayer 04 in die Oberliga West aufgestiegen war, verstarb am Montag im Alter von 86 Jahren.
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