
Cheftrainer Sergi Runge nahm im Vergleich zum 2:0-Sieg beim 1. FC Köln vor vier Tagen zwei Wechsel vor: Für den rotgesperrten Innenverteidiger Ferdinand Pohl rückte Nils Gernhardt in die Abwehr, anstelle von Artem Stepanov begann Marton Szep im Sturmzentrum.
Es waren kaum zwei Minuten gespielt, da musste Leverkusens Coach bereits das erste Mal wechseln, weil sich Innenverteidiger Andrea Natali verletzt hatte. Isaiah Eichie kam für den italienischen U17-Europameister ins Spiel. Die Gäste aus Kaiserslautern waren in der Anfangsphase der erwartet unbequeme Gegner. Giftig in den Zweikämpfen, gefährlich aber auch mit schnellem Umschaltspiel. Nach zwei guten Möglichkeiten nutzte der FCK schließlich seine dritte Chance. Eine gelungene Kombination über die rechte Seite landete bei Tyrese Zeigler, der Bayer-Keeper Jesper Schlich aus kurzer Distanz überwinden konnte (10.).
Das Runge-Team steckte den frühen Rückstand gut weg und fand schnell die passende Antwort: Nach einem Eckball von Kerim Alajbegovic stieg Othniel Raterink am höchsten und köpfte am kurzen Eck zum 1:1-Ausgleich ein (19.). Nur zwei Minuten später hätte der Bayer-Nachwuchs das Spiel fast innerhalb von zwei Minuten gedreht, aber der Schuss von Alajbegovic aus 18 Metern klatschte nur an den Pfosten (21.).
Die Gastgeber hatten mehr Spielanteile, doch die tiefstehenden Pfälzer blieben brandgefährlich. Nach einem Fehlpass im Aufbauspiel der Leverkusener schnappte sich der Lauterer Tuttobene die Kugel, passte in die Tiefe auf Ramadani, der Bayer-Torhüter Schlich aus sechs Metern keine Chance ließ (30.). Die erneute Führung für die Gäste. Schwarz-Rot zeigte sich keineswegs geschockt. Kerim Alajbegovic verfehlte mit zwei Freistößen jeweils nur knapp das Gehäuse (34./38.), ein Abschluss von Montrell Culbreath geriet zu zentral (36.). Auf der Gegenseite erwies sich der Lauterer Nachwuchs als brutal effizient. So zirkelte Mert Baser kurz vor dem Halbzeitpfiff einen Freistoß aus rund 22 Metern über die Mauer hinweg ins linke untere Toreck (44.). Der FCK führte zur Pause mit 3:1.
Für den zweiten Durchgang brachte Sergi Runge zwei frische Kräfte aufs Feld. Akim Kister kam für den angeschlagenen Kapitän Francesco Buono, anstelle von Marton Szep stürmte nun Artem Stepanov. Und der hatte auch gleich die erste gute Szene, als er sich kraftvoll und technisch stark gegen mehrere Lauterer durchsetzen konnte. Seine Hereingabe verpasste Francis Onyeka nur knapp (49.). Wenige Minuten später fehlten bei Culbreaths Distanzschuss nur Zentimeter (53.).
Der Bayer-Nachwuchs drückte jetzt mächtig auf den Anschlusstreffer, ging extrem hohes Tempo. Stepanov scheiterte per Kopfball nach Flanke von Culbreath aus wenigen Metern am stark reagierenden Lauterer Keeper Luca Tauer (56.). Dann endlich wurde das Powerplay der Runge-Elf belohnt: Nach einer hohen Hereingabe von Culbreath nutzte der eingewechselte Raoul Petak eine Unkonzentriertheit in der Lauterer Defensive und traf per Hacke zum längst verdienten 2:3 (71.). Und nur vier Minuten später schnürte der Joker den Doppelpack. Nach feinem Zuspiel von Ken Izekor schloss Petak aus elf Metern überlegt ins linke Eck zum 3:3-Ausgleich ab (75.).
Und Schwarz-Rot blieb am Drücker, wollte jetzt noch mehr und erarbeitete sich beste Chancen im Minutentakt. Othniel Raterink scheiterte nach einem Alajbegovic-Eckball an FCK-Keeper Tauer (79.), Ken Izekor konnte einen vielversprechenden Konter nicht erfolgreich abschließen (80.) und Artem Stepanov traf nach energischem Antritt nur den Außenpfosten (81.). Nur um Haaresbreite verfehlte fünf Minuten später ein Kopfball von Kerim Alajbegovic das Lauterer Tor, nachdem Culbreath von rechts geflankt hatte.
Und dann fiel er doch noch, der Siegtreffer für Bayer 04. Eine Ecke von Alajbegovic wuchtete Artem Stepanov aus fünf Metern ins Netz – mit seinem vierten Saisontreffer hatte der athletische Mittelstürmer das Spiel in der 90. Minute komplett gedreht! In der Nachspielzeit noch einmal Glück für die Gastgeber, als Lauterns Elyazidi aus der Distanz nur den Pfosten traf (90.+2). Izekor ließ kurz vor Schluss noch den fünften Treffer für Bayer 04 liegen. Es blieb am Ende beim 4:3 – ein verdienter Erfolg der Leverkusener U19 in einem mitreißenden Spiel der DFB-Nachwuchsliga. Für den Bayer 04-Nachwuchs war es der dritte Sieg in Folge innerhalb von acht Tagen.
Für die U19 geht es nun am kommenden Samstag, 24. August, erneut mit einem Heimspiel gegen den FC Viktoria Köln weiter. Die Partie im Ulrich-Haberland-Stadion wird um 11 Uhr angepfiffen.
Die Highlights:
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Die Statistik:
Bayer 04: Schlich – Raterink, Gernhardt, Natali (6. Eichie), Buono (46. Kister), Culbreath, N. Mensah (64. Petak), Alajbegovic (90. + 4 da Silva Fernandes), Ndi, Szep (46. Stepanov), Onyeka (64. Izekor)
Kaiserslautern: Tauer – Ammann, Bochan, Scheer, Elyazidi, Tuttobene, Baser (66. Tamakloe), Ramadani (59. Gibs), Müller (66. Besch), Zeigler, Heinz
Tore: 0:1 Zeigler (10.), 1:1 Raterink (19.), 1:2 Ramadani (30.), 1:3 Baser (44.), 2:3 Petak (71.), 3:3 Petak (75.), 4:3 Stepanov (90.)
Gelbe Karten: Buono – Zeigler, Elyazidi, Tuttobene
Schiedsrichter: Tom-Leon Bender (Heidmühle)
Zuschauer: 321 im Ulrich-Haberland-Stadion

Wie bereits in den Jahren zuvor wurden im Rahmen der Tandem Young Coach-Ausbildung der Scort Foundation in Kooperation mit der Football Club Social Alliance (FCSA) auch 2026 wieder 22 Teilnehmende zu Fußballtrainern für Menschen mit Behinderung ausgebildet. Mit dabei in Karlsruhe war als langjähriger FCSA-Partnerklub auch Bayer 04. Gemeinsam als Tandem durchliefen Personen mit und ohne Behinderung die Ausbildung und lernten so aus unterschiedlichen Perspektiven voneinander. Nach spannenden und lehrreichen Tagen kehrte auch das Leverkusener Duo mit viel neuem Wissen und einem offiziellen Zertifikat zurück unters Kreuz.
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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die drei Kandidaten für den Titel Bundesliga-„Rookie of the Season“ 2025/26 bekannt gegeben. Zur Wahl steht unter anderem Werkself-Profi Ibrahim Maza. Fans von Bayer 04 können ab sofort und noch bis einschließlich Donnerstag, 7. Mai (23.59 Uhr), in der Bundesliga-App für ihren Favoriten abstimmen.
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