
Auf Seiten der im weißen Auswärtstrikot gekleideten Gäste von der Dhünn fehlten in Dortmund Leon Pesch, Jan Ecke, Kapitän Joshua Eze sowie Torjäger Emrehan Gedikli. Das Amt des Spielführers übernahm Innenverteidiger Sadik Fofana, der aktuell ausschließlich bei den Profis unter Gerardo Seoane mittrainiert. Vorne startete Iker Bravo, im Mittelfeld zog Zidan Sertdemir die Fäden. Beide hatten Ende vergangenen Jahres bereits ihr Bundesliga-Debüt gegeben. Der schwedische Winter-Neuzugang Jardell Kanga nahm auf der Bank Platz.
Bei windigen Verhältnissen an der Adi-Preißler-Allee gestaltete sich die Anfangsphase ausgeglichen. Die Elf von Sven Hübscher stand für ihre Verhältnisse etwas tiefer und ließ den Gastgeber erst einmal kommen. In der 14. Minute tankte sich dann Dortmunds Jamie Bynoe-Gittens auf der linken Seite durch und wurde von Emre Aksoy im Strafraum von den Beinen geholt – Schiedsrichter Lasse Lütke-Kappenberg zeigte folgerichtig auf den Punkt. BVB-Torjäger Bradley Fink trat an und versenkte den Ball trocken im rechten unteren Eck. Das 1:0 für die Gastgeber mit der ersten Torchance des Spiels.

Auf der Gegenseite war es dann nur zwei Minuten später Iker Bravo, der den ersten Abschluss für Schwarz-Rot besorgte. Dortmunds Torhüter Silas Ostrzinski konnte aber problemlos parieren. Die Hübscher-Elf reagierte auf den Rückstand mit einer offensiveren Spielweise, Ayman Aourir hätte nach einem sehenswerten Chipball von Geburtstagskind Zidan Sertdemir über die Abwehr hinweg zum Ausgleich treffen müssen. Der Leverkusener aber zielte aus acht Metern über die Querlatte (19.).
Fortan zeigte sich der Werkself-Nachwuchs weiter lauf- und spielfreudig – und belohnte sich wenige Minuten vor dem Pausenpfiff mit dem verdienten Ausgleichstreffer. Sadik Fofana spielte die Kugel hoch und weit nach vorne, ein Dortmunder Abwehrspieler sprang unter dem Ball hindurch und Noah Pesch schloss eiskalt ins linke untere Eck zum 1:1 ab (39.). Mit diesem Ergebnis ging es für die Teams auch in die Kabinen.
Aus dieser ging es aus Sicht der Gäste jedoch direkt mit einem Schockmoment los: Schiedsrichter Lütke-Kappenberg entschied nach einem leichten Kontakt von Ayman Aourir gegen Dortmunds Pharrell Collins erneut auf Strafstoß. Dieses Mal trat Jamie Bynoe-Gittens aus elf Metern an. Bayer 04-Keeper Roy Steur hatte die Ecke erahnt, kam aber nicht mehr dran – die erneute Führung für den BVB (47.).

In der Folge gestaltete sich die Begegnung ausgeglichen. Doch wieder schlugen die Gastgeber eiskalt zu: Nach 62 Minuten klärte Ali Barak eine Hereingabe vor die Füße von Dortmunds Lion Semic, der von halbrechts zum 3:1 einnetzte. Das Hübscher-Team gab sich zwar nie auf, den Zwei-Tore-Rückstand konnten sie allerdings auch unter Mithilfe des eingewechselten Debütanten Jardell Kanga nicht mehr kompensieren. Damit war die erste Saison-Niederlage in der A-Junioren-Bundesliga West besiegelt.
Am kommenden Wochenende empfängt die U19 von Bayer 04 dann im ersten Liga-Heimspiel des Jahres den Nachwuchs des FC Viktoria Köln. Der Anstoß erfolgt am Sonntag, 13. Februar, um 11 Uhr im Ulrich-Haberland-Stadion. Exakt eine Woche später ist die Hübscher-Elf zu Gast bei Borussia Mönchengladbach.
Die Statistik:
Dortmund: Ostrzinski – Rothe, Collins, Bynoe-Gittens (75. Mengot), Lütke Frie, Fink, Gürpüz, Semic (67. Mrosek), Kleine-Bekel, Rijkhoff (61. El-Zein), Kamara (88. Walz)
Bayer 04: Steur – Fofana, Erken, Bravo, Tshimuanga (75. Kanga), Schwieren, Barak, Aourir, Aksoy, N. Pesch (81. Ballicalioglu), Sertdemir (46. Jung)
Tore: 1:0 Fink (14.), 1:1 N. Pesch (37.), 2:1 Bynoe-Gittens (47.), 3:1 Semic (61.)
Gelbe Karten: Bynoe-Gittens, El-Zein, Lütke Frie – Schwieren, Erken, Fofana
Schiedsrichter: Lasse Lütke-Kappenberg
Zuschauer: 700

Nachdem zuletzt bereits Bayer 04-Nachwuchsspieler vollen Einsatz für soziale Projekte gezeigt hatten, engagierten sich nun auch die Eltern von Junioren-Kickern der Werkself für den guten Zweck. Rund 20 Mütter und Väter von Kids der U8-, U9- und U10-Teams trafen sich am Mittwoch, 23. September, am Leistungszentrum Kurtekotten, um auf dem benachbarten Gelände herabgefallene Äpfel zu sammeln – über den daraus entstehenden Apfelsaft freuen sich lokale Kindergärten und Schulen.
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