
Seit April ist Daniel Ziegler in der neu geschaffenen Position als Sportlicher Leiter Mädchen tätig, zugleich agiert der 28-Jährige auch als Trainer in der U23, dem ältesten von fünf Nachwuchsteams. Die hauptamtlichen Stellen von Ziegler und seinem U23-Trainer-Kollegen Mirko Casper sind ein Teil der Voraussetzungen des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) an die Klubs aus den Frauen-Bundesligen, um als Leistungs- oder Talentförderzentrum anerkannt zu werden. Im vergangenen Januar gewährte der DFB den ersten sechs Vereinen (TSG Hoffenheim, SGS Essen, FC Bayern München, Eintracht Frankfurt, SC Freiburg, VfL Wolfsburg) diesen Status. Bis zur neuen Bewerbungsfrist am 30. September peilt nun auch Bayer 04 den Titel als Talentförderzentrum an.
„Durch unsere zwei hauptamtlichen Stellen verstärken wir den Fokus auf die Analyse der Trainingseinheiten. Ziel ist es, über alle Nachwuchsmannschaften hinweg eine einheitliche Philosophie zu präsentieren und die Spielerinnen durch Herausforderungen gegen ältere Gegner bestmöglich zu entwickeln“, sagt Ziegler: „Wir wollen die hohe Durchlässigkeit zur Profi-Mannschaft in der Bundesliga wahren. Deshalb ist es wichtiger, am Ende einer Saison möglichst viele Mädchen in die nächste Altersklasse zu bringen als in der Tabelle auf Platz eins zu stehen.“ Dennoch sei auch die sportliche Ambition, jeweils „oben mitzuspielen“, klar.
Dass der Sprung aus dem Nachwuchs von Bayer 04 zu den Frauen gelingen kann, zeigten erst kürzlich Louisa Remien, Paula Schwartze und Amy Wrigge. Das Trio zählt ab der kommenden Saison fest zum Bundesliga-Kader – und dient damit als aktuellstes Vorbild für viele Juniorinnen. Neben den dreien durften sich auch Sana Coskun, Alisa Sinani, Jana Lindner und Jolina Heltemes aus dem eigenen Nachwuchs in der ersten Vorbereitungsphase der Frauen im Training und in den Testspielen unter Trainer Roberto Pätzold zeigen.




Gemeinsam mit dem 43-Jährigen Casper, Ex-Bundesliga-Profi bei Alemannia Aachen, arbeitet Ziegler künftig sowohl auf dem Platz als auch daneben daran, dass es am Leistungszentrum Kurtekotten vorangeht – stets im engen Austausch mit Achim Feifel, dem Sportlichen Leiter der Frauen. „Es geht darum, die anderen Trainer bestmöglich bei allem Organisatorischen zu unterstützen, aber auch gemeinsamen Austausch und Fortbildungen zu ermöglichen. In vielen Bereichen orientieren wir uns dabei an unseren Junioren und wollen Synergien nutzen“, sagt Ziegler.
Unterhalb der in der Google Pixel Frauen-Bundesliga spielenden 1. Mannschaft gibt es künftig fünf Mannschaften: die U23-Frauen, die U19-, U16- , U13- und U12-Juniorinnen. Die U23, die weiterhin in der Regionalliga West antritt, besteht diesmal aus mehr Spielerinnen, die älter als 20 Jahre sind als im vergangenen Jahr. Aus der bisherigen U17 wird die U19, die als Perspektivmannschaft wie zuletzt in der U19-Liga des Westdeutschen Fußballverbands (WDFV) antritt. Die U16-Juniorinnen ersetzen die letztjährige U17 in der U17-Regionalliga-West. Die Jüngsten im weiblichen Nachwuchs spielen in der U13 (Leistungsstaffel Kreis Berg) und in der U12 (Normalstaffel Kreis Berg) jeweils gegen männliche Junioren-Teams.
Das Trainer-Team der U23 bildet Casper, der erste hauptamtliche Juniorinnen-Coach bei Bayer 04, gemeinsam mit Ziegler in seiner Doppelfunktion sowie Cornelia Reese und Torwarttrainer Marcel Gietzen. Die U19 betreut Lars Heinrichs, bislang U17-Coach, gemeinsam mit Johannes Müller und Gietzen. Für die U16 sind Ahmadou Koita, David Wendling und Torwarttrainer Sascha Mertschat verantwortlich. Das Trainerteam der U13 bilden Carolin Bekemeier, Jürgen Haagmans und Mertschat, das der U12 bilden Aleksandar Vukicevic und Mertschat.
Die Teams im Überblick:
Bayer 04-Frauen: Google Pixel Frauen-Bundesliga
U23-Frauen: Regionalliga West
U19-Juniorinnen: U19 WDFV-Liga
U16-Juniorinnen: U17 Regionalliga-West
U13-Juniorinnen: Leistungsstaffel Kreis Berg (Jungs)
U12-Juniorinnen: Normalstaffel Kreis Berg (Jungs)

Wie bereits in den Jahren zuvor wurden im Rahmen der Tandem Young Coach-Ausbildung der Scort Foundation in Kooperation mit der Football Club Social Alliance (FCSA) auch 2026 wieder 22 Teilnehmende zu Fußballtrainern für Menschen mit Behinderung ausgebildet. Mit dabei in Karlsruhe war als langjähriger FCSA-Partnerklub auch Bayer 04. Gemeinsam als Tandem durchliefen Personen mit und ohne Behinderung die Ausbildung und lernten so aus unterschiedlichen Perspektiven voneinander. Nach spannenden und lehrreichen Tagen kehrte auch das Leverkusener Duo mit viel neuem Wissen und einem offiziellen Zertifikat zurück unters Kreuz.
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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die drei Kandidaten für den Titel Bundesliga-„Rookie of the Season“ 2025/26 bekannt gegeben. Zur Wahl steht unter anderem Werkself-Profi Ibrahim Maza. Fans von Bayer 04 können ab sofort und noch bis einschließlich Donnerstag, 7. Mai (23.59 Uhr), in der Bundesliga-App für ihren Favoriten abstimmen.
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