„Einfach Gänsehaut pur“: EM-Entdeckung Carlotta Wamser im Interview

Nach ihrer spektakulären EM-Reise mit der deutschen Nationalmannschaft bis ins Halbfinale hat sich Carlotta Wamser ein paar Urlaubstage redlich verdient. Auf Ibiza nahm sich die neue Außenbahnspielerin der Werkself dennoch Zeit, um für bayer04.de auf das Turnier in der Schweiz zurückzublicken.
Carlotta Wamser

Carlotta, wie blickst du mit zwei Tagen Abstand auf das dramatische Halbfinal-Aus gegen Weltmeister Spanien zurück? Überwiegt bei dir eher die Enttäuschung oder der Stolz?

Wamser: Spanien war extrem stark und hat mit seinem Ballbesitzspiel enormen Druck aufgebaut. Wir mussten viel laufen, das war kräftezehrend und teilweise auch frustrierend, weil wir einfach selten Zugriff bekommen haben. Vielleicht hat uns das Spiel gegen Frankreich mit der langen Verlängerung auch noch in den Knochen gesteckt. Aber am Ende muss man sagen: Spanien hat verdient gewonnen, auch wenn wir unsere Chancen hatten. Der Stolz über das, was wir als Team erreicht haben, ist auf jeden Fall groß.

Im Laufe des Turniers ist eine enorme Euphorie um euer Team entstanden. Wie hast du das alles persönlich erlebt?

Wamser: Das war wirklich eine der krassesten Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe. Die Stadien waren bei jedem Spiel voll, die Stimmung war einfach unglaublich. Du kommst raus auf den Platz – und da sind Tausende Menschen, die dich anfeuern. Das war jedes Mal Gänsehaut pur. Was im Internet abging und was alles an Nachrichten ankam, das war wirklich sehr besonders.

Carlotta Wamser
Das war wirklich eine der krassesten Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe.Carlotta Wamser

Du warst ursprünglich als Backup in der Rechtsverteidigung vorgesehen, bist dann aber durch die Verletzung von Giulia Gwinn schnell ins Rampenlicht gerückt und hast emotionale Wochen erlebt: Wie fällt dein persönliches Turnier-Fazit aus?

Wamser: Ich habe nicht damit gerechnet, so ins kalte Wasser geworfen zu werden, das kam sehr plötzlich. Ich habe versucht, einfach mein Bestes zu geben und die Mannschaft so gut wie möglich zu unterstützen. Dass ich wirklich eine Europameisterschaft gespielt habe und im Halbfinale auf dem Platz stand, ist noch gar nicht ganz bei mir angekommen. Das kann ich wohl erst in ein paar Tagen so richtig sacken lassen. Für mich persönlich war es eine unglaublich emotionale und intensive Erfahrung.

Bald startest du bei Bayer 04 in die neue Saison. Wie verbringst du die Zeit bis dahin und mit welchem Gefühl blickst du auf das, was kommt?

Wamser: Ich bin jetzt erstmal für ein paar Tage im Urlaub auf Ibiza. Danach besuche ich noch ein paar Freunde, bevor bald die Vorbereitung losgeht. Ich freue mich schon sehr auf den Start mit meiner neuen Mannschaft und habe viel Lust darauf, gemeinsam mit den Mädels viel erreichen zu können.

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