
In einem intensiven Spiel besaßen die Sinsheimerinnen die erste halbwegs gute Möglichkeit, bereiteten aber Bayer 04-Torhüterin Anna Klink mit einem Schuss nur wenig Mühe (12.). Auf der anderen Seite prüfte Lisanne Gräwe wenig später erstmals die TSG-Keeperin Tufekovic aus der Distanz (14.).
Die Leverkusenerinnen gingen früh ins Pressing, standen kompakt in der Defensive und ließen hinten kaum etwas zu. Und nach etwa 20 Minuten forcierten die Werkself-Frauen auch das eigene Spiel nach vorne. Die beste Chance nach schönem Angriff über die linke Seite bot sich Kristin Kögel, deren Schuss aus 16 Metern TSG-Torhüterin Tufekovic etwas unterschätzte und an den Pfosten lenkte (29.).
Hoffenheim, in der vergangenen Saison Tabellenfünfter der FLYERALARM Frauen-Bundesliga, kam nach einem Sololauf von Katharina Naschenweng noch einmal zu einem Abschluss. Die Verteidigerin verzog aber aus etwas spitzem Winkel (35.). Die TSG hatte in der ersten Hälfte mehr Ballbesitz, kam aber dank des guten Positionsspiels der Werkself-Frauen kaum in die gefährlichen Räume. Erst einen Standard kurz vor der Pause nutzte Hoffenheim zur Führung. Nach einer Ecke kam Anna Klink nicht richtig an den Ball, Fabienne Dongus köpfte am langen Eck stehend mühelos zum 1:0 für die TSG ein (44.).

„Es war bisher ein guter Leistungsvergleich, die TSG fordert uns in allen Bereichen alles ab“, sagte Achim Feifel, der Sportliche Leiter der Bayer 04-Frauen, in seinem Halbzeit-Fazit. „Hoffenheim hatte leichte Vorteile und einen Tick mehr vom Spiel. Wir sind in der Defensivarbeit sehr griffig und zeigen eine gute Aggressivität, so dass der Gegner selten zum Abschluss kommt. Ich hoffe, dass wir in der zweiten Hälfte noch ein bisschen effektiver nach vorne umschalten können, etwas mehr in die Tiefe und hinter die Kette der TSG kommen.“
Der zweite Durchgang begann dann allerdings denkbar unglücklich für die Bayer 04-Frauen. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau stand die nun für Anna Klink das Tor hütende Friederike Repohl noch etwas zu weit vor dem Kasten und wurde durch einen Schuss von Melissa Kössler aus rund 40 Metern überwunden (50.). Nur eine Minute später hatte die Bayer 04-Keeperin erneut das Nachsehen, als Tine de Caigny nach einer Ecke am höchsten stieg und per Kopfball zum 3:0 traf (51.). Ein Doppelschlag, den die Leverkusenerinnen erst einmal verdauen mussten.
Nach zwei weiteren guten Chancen für die in dieser Phase dominierende TSG gelang der eingewechselten Ivana Ferreira Fuso nach feinem Solo über die rechte Außenbahn mit einem Schuss ins kurze Eck der erste Treffer für Bayer 04 (66.). Und das Tor gab der Mannschaft Auftrieb. Nach Vorarbeit von Milena Nikolić schoss Jill Bayings mit links aus 16 Metern ganz platziert ins rechte Eck zum 2:3 aus Leverkusener Sicht ein (75.). Das de Pauw-Team war wieder im Spiel. Doch sechs Minuten später schlugen erneut die Hoffenheimerinnen zu und entschieden die Partie endgültig zu ihren Gunsten. Gia Corley traf nach einem Angriff über die rechte Seite aus kurzer Distanz zum 4:2 (81.).

Für die Werkself-Frauen steht nun am kommenden Freitag, 2. September, noch ein letzter Test gegen den niederländischen Erstligisten Fortuna Sittard auf dem Programm. Anstoß am Leistungszentrum Kurtekotten ist um 19 Uhr. In der Woche darauf bestreitet das de Pauw-Team sein erstes Pflichtspiel der neuen Saison und tritt in der 2. Runde des DFB-Pokals beim Süd-Regionalligisten TSV Jahn Calden an (10.-12. September). Am Sonntag, 18. September (Anstoß 16 Uhr), startet Schwarz-Rot dann in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga mit dem Auswärtsspiel beim MSV Duisburg.
Die Statistik:
Startelf TSG Hoffenheim: Tufekovic – Bühler, Feldkamp, Naschenweng – Dongus, Harsch, Corley, Hartig, Billa, Hickelsberger, Linder
Bayer 04: Klink (46. Repohl) – Marti, Friedrich (46. Matysik), Turanyi, Siems – Gräwe (46. Wirtz), Zdebel (46. Nikolić), Fröhlich (70. S. Ostermeier), Senss (70. Blagojević) - Bayings, Kögel (46. Fuso)
Tore: 1:0 Dongus (44.), 2:0 Kössler (50.), 3:0 De Caigny (51.), 3:1 Fuso (66.), 3:2 Bayings (75.), 4:2 Corley (81.)

Wie bereits in den Jahren zuvor wurden im Rahmen der Tandem Young Coach-Ausbildung der Scort Foundation in Kooperation mit der Football Club Social Alliance (FCSA) auch 2026 wieder 22 Teilnehmende zu Fußballtrainern für Menschen mit Behinderung ausgebildet. Mit dabei in Karlsruhe war als langjähriger FCSA-Partnerklub auch Bayer 04. Gemeinsam als Tandem durchliefen Personen mit und ohne Behinderung die Ausbildung und lernten so aus unterschiedlichen Perspektiven voneinander. Nach spannenden und lehrreichen Tagen kehrte auch das Leverkusener Duo mit viel neuem Wissen und einem offiziellen Zertifikat zurück unters Kreuz.
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