
Eine im Vergleich zum Liga-Remis in Augsburg auf sechs Positionen veränderte Werkself begann gegen die Slowenen druckvoll und spielbestimmend. Nachdem Startelf-Rückkehrer Martin Terrier Schwarz-Rot per Pfostenschuss offensiv angemeldet hatte, zappelte die Kugel nach einer durch Celjes Svit Seslar abgefälschten Flanke von Aleix Garcia im Netz (15.). Mit weiteren Chancen hätte Bayer 04 in der Folge erhöhen können. Vor allem aber Celjes Torwart Zan-Luk Leban verhinderte für die Gäste Schlimmeres. Auf der Gegenseite zeichnete sich auch Mark Flekken mit starken Paraden aus. Nach dem Seitenwechsel blieben Chancen bis zum Lattenschuss des eingewechselten Afonso Moreira (74.) Mangelware. Die anschließende Ecke verwertete Linksverteidiger Facundo Medina dann aber eiskalt zum 2:0-Endstand.
„Ich bin glücklich über den Sieg, auch wenn wir wissen, dass wir heute nicht unser bestes Spiel gemacht haben“, resümierte Cheftrainer Carles Martínez auf der Pressekonferenz nach dem Spiel und fügte hinzu: „Gegen Augsburg haben wir 80 Minuten gut gespielt und das Ergebnis war nicht gut genug, heute war es spielerisch nicht ganz so stark, aber das Ergebnis stimmt.“ Insbesondere in Durchgang eins hätte sich der Spanier mehr Werkself-Tore gewünscht, wusste aber auch: „Mark Flekken hat die Führung mit einigen starken Paraden festgehalten.“

Robert Andrich freute sich über seine Startelf-Premiere in der neuen Spielzeit, reflektierte jedoch: „Wir haben den Slowenen heute oft zu viele Räume gelassen, da gibt es noch Luft nach oben.“ Trotzdem betonte der 31-Jährige: „Wir haben den ersten Dreier - das ist das Wichtigste!“
Eine große Bedeutung hatte der Sieg auch für Moussa Diaby: „Die drei Punkte sind extrem wichtig, um mit einem guten Gefühl in diesen Wettbewerb zu gehen. Es war kein einfaches Spiel, aber so ist die Europa League.“ Für den Franzosen war es vor heimischem Publikum der erste Einsatz von Beginn an seit seiner Rückkehr unters Kreuz: „Ich habe mich sehr darüber gefreut, zum ersten Mal wieder zu Hause vor diesen wunderbaren Fans in der Startelf zu stehen.“
Der kicker sah eine „spielerisch überlegene Werkself“, die „erfolgreich in die Europa League gestartet“ ist, während die Bild-Zeitung Torschütze Medina zum Leverkusener „Erlöser“ ernannte. In dieser Rolle sah der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner Einzelkritik derweil Mark Flekken, der „erst gut gegen Verbic, dann Weltklasse gegen den Kopfballaufsetzer von Seslar“ hielt.
Der argentinische „Erlöser“ traf auch in seinem zweiten Spiel für Bayer 04 vor heimischen Publikum – und das als Verteidiger. Da scheint sich jemand in der BayArena wohlzufühlen. Auch Martin Terrier dürfte glücklich darüber gewesen sein, endlich wieder von Beginn an auf dem Leverkusener Rasen zu stehen. Immerhin absolvierte der Franzose seinen bis dato letzten Startelf-Einsatz für Schwarz-Rot am 17. März dieses Jahres. Wer sowohl Medinas als auch Terriers Torchance aufgelegt hat? Natürlich Strippenzieher Aleix Garcia. Der Mittelfeldstratege riss die Partie in Halbzeit eins an sich, war an sieben der zwölf Leverkusener Torschüsse direkt beteiligt und hatte die meisten Ballaktionen auf dem Feld (73).
Seine ersten Ballaktionen in dieser Saison zeigte derweil Eliesse Ben Seghir, der gegen die Slowenen sein Comeback nach Verletzungspause feierte. Willkommen zurück, Eli!








Die Werkself knüpft auch in der neuen Europa-League-Saison an die erfolgreichen vergangenen Teilnahmen an und gewann nun 15 der zurückliegenden 16 Gruppen- bzw. Ligaphasenspiele. Besonders in der BayArena ist Schwarz-Rot in diesem Wettbewerb kaum zu bezwingen, entschied alle neun vergangenen Heimpartien für sich und traf dabei ganze 37-mal.
Stichwort Treffsicherheit: Auch in Bundesliga und DFB-Pokal netzen Schick und Co. gerne und trafen wettbewerbsübergreifend in allen neun vergangenen Partien. Cheftrainer Martínez hat die Leverkusener Angriffslust wohl noch befeuert – in jedem der fünf bisherigen Pflichtspiele unter ihm war die Werkself mindestens doppelt erfolgreich, das gelang zuletzt nur nach Amtsantritt von Roger Schmitt 2014.
Weiter geht es ebenfalls in der heimischen BayArena. Am Sonntag, 20. September (Anstoß: 15.30 Uhr) empfängt Schwarz-Rot am Familienspieltag RB Leipzig in Leverkusen. Danach wartet eine dreiwöchige Länderspielphase, bevor die Werkself am Samstag, 10. Oktober (Anstoß: 15.30 Uhr) beim 1. FSV Mainz 05 antritt.

Besonderer Besuch in der BayArena: 222 ehrenamtlich Tätige der freiwilligen Feuerwehren aus Leverkusen, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Oberbergischen Kreis sahen den 2:0-Heimsieg der Werkself gegen den slowenischen Meister NK Celje live vor Ort im Stadion. Bayer 04 hatte sie als Dankeschön für ihren großen Einsatz zu dem Europa-League-Auftakt 2026/27 eingeladen. Gemeinsam verfolgten sie die Partie im Block F4.
Mehr zeigen
20 Jahre Engagement und mehr als 280.000 Euro Förderung: Seit zwei Jahrzehnten feiert Bayer 04 mit dem Ehrenamtspreis herausragendes Vereins-Engagement in Leverkusen und Umgebung. Auch im Jubiläumsjahr zeichnet der Klub mit einem von der Bayer 04-Sportförderung gGmbH zur Verfügung gestellten Preisgeld Vereine aus den Fußball-Verbänden Mittelrhein (FVM) und Niederrhein (FVN) für ihren besonderen Einsatz im Fußball und der Gesellschaft aus – zum runden Geburtstag wurde die Förderung sogar auf 20.000 Euro erhöht.
Mehr zeigen
Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele der Werkself in der Saison 2026/27.
Mehr zeigen
Werkself-TV zeigt den 2:0-Sieg gegen NK Celje am 1. Spieltag der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 re-live...

Werkself-TV zeigt die Pressekonferenz nach dem 2:0-Erfolg von Bayer 04 gegen NK Celje am 1. Spieltag der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 mit Cheftrainer Carles Martínez...
Mehr zeigen