
Mit fünf Neuen in der Startelf, darunter Keeper Janis Blaswich und Jonas Hofmann als Rechtsaußen, begann die Werkself druckvoll und zielstrebig. Fanden die ersten 14 Torschüsse noch nicht ins Ziel, belohnte eben jener Hofmann in Minute 35 schließlich den dominanten und torhungrigen Auftritt mit dem 1:0. Nur kurz nach diesem Abstauber fasste sich der Routinier dann aus der Distanz ein Herz, zog ab - und traf auch zum 2:0 (38.). Mit diesem Resultat ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel verwalteten die Leverkusener den Vorsprung souverän. Zwar ließen sie noch die ein oder andere Chance liegen, das tat der Freude über den dritten Zu-Null-Sieg im dritten UEL-Duell der Saison jedoch keinerlei Abbruch.
Cheftrainer Carles Martínez zeigte sich nach Abpfiff „absolut zufrieden. Das Wichtigste waren hier heute die drei Punkte. Wir mussten bereit sein für eine knifflige Aufgabe, die wir gelöst haben - vor allem in der ersten Hälfte. Nach der Pause haben wir es dann clever gemacht, auch wenn wir noch weitere Tore hätten schießen können.“
Angesprochen auf einzelne Spieler sprach der Spanier zwar davon, dass „ich vom ersten Tag an betont habe, dass wir alle Spieler brauchen. Sie geben alle im Training Vollgas und verdienen sich so ihre Einsätze.“ Zu Zweifach-Torschütze Hofmann und Keeper Blaswich ließ sich Martínez dann aber doch noch ein paar individuelle Worte entlocken: „Jonas liebt den Fußball. Wir wissen, was wir an ihm haben. Er hat heute genau das umgesetzt, was wir von ihm wollten und was die Mannschaft von ihm braucht. Und auch Janis ist für uns ein sehr wichtiger Spieler, der sich seine Einsätze verdient. Er macht es wie Mark (Flekken, Anm. d. Red.) einfach sehr gut.“

„Ich freue mich sehr - mit 35 Jahren das Debüt in der Europa League. (lacht) Schöner hätte es einfach nicht sein können: gewonnen, dazu zu Null und eine super Mannschaftsleistung. Wir haben den Gegner nie ins Spiel kommen lassen. Das war hochverdient“, erklärte Blaswich im Nachgang. Hofmann betonte seinerseits: „Natürlich tut es immer gut, als Offensivspieler an Toren beteiligt zu sein und so dem Team helfen zu können. Die Fans sind glücklich, wir sind glücklich - ein gelungener Trip! Die Sechs-Spiele-Siegesserie nehmen wir gern mit ins nächste Spiel bei Hoffenheim.“
„Nachrücker Hofmann schnürt Blitz-Doppelpack“, betitelt der kicker seinen Nachbericht und spricht in der Folge von einem Sieg, „der bei besserer Chancenverwertung deutlich höher hätte ausfallen können“. Die Bild-Zeitung schreibt gar vom „Hofmann-Märchen“. Und weiter in Bezug auf die Leverkusener Nummer 7: „Der Held auf der griechischen Urlaubsinsel ist ein Bayer-Profi, der zunächst für den internationalen Wettbewerb gar nicht gemeldet worden war: Ex-Nationalspieler Jonas Hofmann [...]. Ein wunderbares Fußball-Märchen.“ Für ihn gibt's vom Kölner Stadt-Anzeiger die Note 1. In der Rheinischen Post heißt es kurz und knapp: „Die Werkself ist derzeit einfach nicht zu stoppen.“
Es war einfach der Abend des Jonas Hofmann. Der 34-Jährige erzielte mit seinem ersten Saisontor insgesamt seine Europa-League-Treffer Nummer zehn und elf für Bayer 04. Sein bis dato letzter Torerfolg in diesem Wettbewerb datiert auf den 11. April 2024 und fiel im Heimduell mit West Ham United (Endstand 2:0).









Keeper Janis Blaswich gab auf Kreta sein Debüt in der Europa League, insgesamt war es für den 35-Jährigen der zweite Saisoneinsatz nach dem Pokal-Duell in Wiesbaden (4:0). Und auch Torjäger Patrik Schick hatte auf der griechischen Insel ein „erstes Mal“: Der Tscheche führte die Werkself erstmals in dieser Pflichtspielsaison als Kapitän zum Anpfiff auf den Rasen. Für Malik Tillman war die Vorlage zum 2:0 derweil die erste in der laufenden UEL-Spielzeit.
Es gab kaum einen Wert an diesem Abend, bei dem Bayer 04 nicht die Oberhand hatte. Stolze 33 (!) Torschüsse gab sie bei nur sechs zugelassenen Versuchen ab. Dazu kommen 63 Prozent Ballbesitz und eine bessere Passquote (92 Prozent; Kreta: 83 Prozent). Zudem scheint die Werkself in der Europa League ihre „Lieblings-Viertelstunde“ gefunden zu haben: jene vor der Pause. Die beiden Hofmann-Treffer waren bereits die Tore drei und vier in diesem Zeitraum - so viele hat kein anderer UEL-Teilnehmer in dieser Saison von der 30. bis zur 45. Minute erzielt.
Weiter geht es für die Werkself am kommenden Sonntag, 25. Oktober (Anstoß: 15.30 Uhr), auswärts bei der TSG Hoffenheim. Anschließend folgen Heimduelle in drei verschiedenen Wettbewerben gegen den 1. FC Nürnberg im DFB-Pokal, gegen den VfB Stuttgart in der Bundesliga und gegen Olympique Marseille in der UEFA Europa League. Alle Infos zu den Spielterminen sowie zu Tickets gibt es HIER!

Am 7. Spieltag der Bundesligasaison 2026/27 reist die Werkself zur TSG Hoffenheim. Anpfiff ist am Sonntag, 25. Oktober, um 15.30 Uhr. Seit dieser Spielzeit ist zudem das neue Fan-Mitfahrportal WERKSELFgo im Einsatz. Die Bayer 04-Fanbetreuung hat vorab alle Infos zur Partie in der Sinsheimer SNP Arena zusammengefasst.
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