Werkself Nachdreher zu #B04FCB: Auch dank „starkem Torwart“ das Spiel „lange offengehalten“

Beim 0:2 gegen den FC Bayern München im DFB-Pokal-Halbfinale blieb die Werkself erstmals seit über elf Jahren in diesem Wettbewerb ohne eigenen Treffer. Eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause reichte nicht aus, um die zweite Endspiel-Teilnahme binnen drei Jahren zu sichern. Und das, obwohl unter anderem ein starker Mark Flekken Bayer 04 mit acht Paraden in der Partie gehalten hatte und dafür anschließend von Trainer und Medien Lob erhielt. Der Niederländer selbst richtet den Blick nach vorn und will vor allem die positiven Aspekte des zweiten Abschnitts mitnehmen: „Dann sind wir zu Einigem fähig.“ Der Werkself Nachdreher.
Die Werkself bedankt sich bei den Fans

Zusammenfassung: Knappe Niederlage trotz offensiver zweiter Hälfte

In der Anfangsphase konzentrierte sich die Werkself gegen druckvolle Bayern zunächst auf eine disziplinierte Defensivarbeit. Dies gelang über weite Strecken - bis auf zwei Ausnahmen, bei denen Torhüter Mark Flekken gegen Luis Díaz (16.) und Harry Kane (17.) eingreifen musste. Beim zweiten Abschluss von Kane zum 1:0 war der Niederländer dann machtlos (21.). Nach dem Gegentreffer ließ Schwarz-Rot bis zur Pause kaum noch etwas zu, erspielte sich aber auch selbst keine gefährlichen Aktionen mehr. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff kam Nathan Tella dem Ausgleich nahe, Manuel Neuer parierte seinen Schuss jedoch. Wenig später segelte ein Kopfball von Patrik Schick knapp über das Tor (70.). In der Schlussphase drängte die Werkself den FCB noch einmal in die eigene Hälfte zurück, kam aber zu keiner klaren Möglichkeit mehr und musste in der Nachspielzeit infolge eines Konters das 0:2 durch Luis Díaz hinnehmen (90.+3).

Stimmen: „Etwas geschafft, das nicht viele Teams geschafft haben“

Chefcoach Kasper Hjulmand angesprochen auf die zweite Hälfte seiner Mannschaft: „Wir waren deutlich aktiver und haben schneller nach vorne gespielt. Trotzdem hat es der Gegner uns sehr schwer gemacht.“ Ein Lob sprach der Däne unter anderem seinem Schlussmann aus: „Mark hat mehrmals gut pariert, so haben wir das Spiel lange offengehalten.“ Vom zweiten Durchgang der Werkself zeigte sich auch Gäste-Trainer Vincent Kompany beeindruckt: „Leverkusen hat etwas geschafft, was nicht viele Teams gegen uns geschafft haben: Nach der starken ersten Hälfte von uns haben sie weiterhin Fußball gespielt und sich zurück ins Spiel gekämpft. Das war einfach sehr gut.“

Mark Flekken Zitat

„Wenn man die Leistung über 90 Minuten betrachtet, ist es verdient, dass wir nicht gewonnen haben“, resümierte ein enttäuschter Kapitän Robert Andrich, der zugleich aber auch einräumte: „In der zweiten Halbzeit haben wir zwei drei gute Möglichkeiten. Wenn wir da den Ausgleich machen, ist nochmal alles drin.“ Dem stimmte Mark Flekken zu: „Wir haben in der zweiten Halbzeit viel besser in unser Spiel und unseren Rhythmus gefunden.“ Der Schlussmann will die angesprochenen 45 Minuten positiv in den Saisonendspurt mitnehmen: „Wenn wir es schaffen, diese zweite Halbzeit über das ganze Spiel hinzubekommen, sind wir zu Einigem fähig.“

Presseschau: Lob für den „besten Werkself-Akteur“ des Abends

Der kicker schreibt von Leverkusenern, die „erst spät im Spiel aufwachten“ und in Halbzeit zwei „offensiver wurden“. Die Bild-Zeitung lobt Flekken als „starken Torwart“, der Leverkusener Anzeiger vergibt die Note 1,5 und die Rheinische Post kürt ihn zum „besten Werkself-Akteur“, der sein Team „lange im Spiel hielt“, sodass Patrik Schick „sogar beinahe den Ausgleich per Kopf erzielt“ hätte.

Personal: Flekken pariert acht Schüsse

Dass lediglich zwei der 20 Bayern-Torschüsse ihren Weg ins Netz fanden, lag zu einem großen Teil am mehrfach stark reagierenden Mark Flekken. Der Niederländer zeigte sich nicht nur am Ball souverän, sondern vereitelte auch acht teils hochkarätige Möglichkeiten.

Ibrahim Maza und Simon Rolfes

Statistik: Historische Serie geht zu Ende

Dieses 0:2 war das erste DFB-Pokalspiel der Werkself ohne eigenen Treffer seit dem Viertelfinale der Saison 2014/15. Anschließend gelang Bayer 04 das Kunststück, in 41 Pokalspielen in Folge zu treffen – die viertlängste Trefferserie eines Klubs in der Pokal-Historie.

Nach dem dominanten Beginn der Münchner erkämpften sich die Leverkusener in Durchgang zwei immer mehr Kontrolle und kamen gegen den Deutschen Rekordmeister noch auf knapp 50 Prozent Ballbesitz. Während auch die Passquoten der beiden Teams auf Augenhöhe waren, zeigte sich Schwarz-Rot bissiger und gewann 52 Prozent der Zweikämpfe.

Ausblick: Erst in Köln, dann gegen Leipzig

In der Bundesliga warten die nächsten Highlights auf die Werkself: Am kommenden Samstag, 25. April, gastiert Bayer 04 um 15.30 Uhr beim 1. FC Köln. Eine Woche später empfängt Schwarz-Rot mit RB Leipzig einen direkten Konkurrenten im Rennen um die Qualifikationsplätze für die UEFA Champions League in der BayArena. Anstoß am Samstag, 2. Mai, ist um 18.30 Uhr – HIER gibt's noch wenige Ticketbörsen-Plätze!

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