
Die Werkself begann selbstbewusst und ballsicher. Mit zunehmender Spieldauer fiel es den Gästen jedoch immer schwerer, sich aus dem Pressing des FC Arsenal zu befreien. So hielt vor allem Keeper Janis Blaswich Bayer 04 in der Partie und parierte mehrere aussichtsreiche Chancen von Gabriel (9., 21.), Leandro Trossard (15., 29.) sowie Ben White (32.). Vier Minuten später war aber auch der Schlussmann machtlos: Eberechi Eze zog aus der Distanz per Volleyschuss ab und traf unhaltbar in den Winkel zur 1:0-Führung für die Gunners (36.). Nach dem Seitenwechsel gelang es Bayer 04 etwas besser, eigene offensive Phasen zu kreieren – den nächsten Treffer erzielten dennoch die Gastgeber durch Declan Rice (63.). Trotz aller Anstrengungen – die beste Gelegenheit hatte Christian Kofane (87.) – konnte Leverkusen nicht mehr verkürzen und schied damit gegen ein souveränes Arsenal aus der UEFA Champions League aus.
Cheftrainer Kasper Hjulmand sagte im Anschluss auf der Pressekonferenz: „Es war ein schwieriges Spiel gegen eine sehr starke Mannschaft. Sie sind klar strukturiert und verfügen vor allem physisch über große Qualitäten. Zu Beginn haben wir es gut gemacht, dann aber viel Druck bekommen und dadurch Fehler im Aufbauspiel gemacht. Nach vorne war es zu wenig, wir sind nicht durch ihre Ketten gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns gesteigert, aber nach dem zweiten Gegentor ist es natürlich extrem schwierig.“ Der Däne ergänzte mit Blick auf sein Team und die nun zu Ende gegangene Reise in der Königsklasse: „Wir nehmen aus diesen zwölf Spielen wahnsinnig viel wichtige Erfahrungen mit, vor allem die jungen Spieler. Wir sind nicht so weit weg, wie es sich gerade vielleicht anfühlt. Über den gesamten Wettbewerb hinweg haben wir es besser und besser gemacht. Unser Ziel ist es, den Abstand zu den Top-Mannschaften langfristig zu verringern.“

Keeper Janis Blaswich erklärte in der Mixed Zone: „Ich denke, Arsenal ist heute anders aufgetreten als im Hinspiel – ein Stück weit aggressiver und gefährlicher. Und wir haben es auch nicht so gut gemacht wie im Hinspiel, das muss man klar sagen. Uns ist insgesamt zu wenig gelungen, um richtig ins Spiel zu kommen. Am Ende hat uns heute einfach der Tag gefehlt, den es gegen Arsenal eben auch braucht.“
Der kicker titelte nach Abpfiff: „Eze und Rice knacken Leverkusen: Arsenal zieht überlegen ins Viertelfinale ein“. Die Bild-Zeitung fand im Anschluss folgendes Fazit: „Das Ergebnis ist vollkommen verdient. Bereits in der ersten Halbzeit hatte Arsenal zahlreiche Chancen. [...] Im zweiten Durchgang standen die Gunners zwar tiefer, doch waren durch Konter weiterhin jederzeit gefährlich. Dazu mischte die Werkself wiederholt Ungenauigkeiten ein, die schließlich im 2:0 durch Declan Rice endeten. Der viele Ballbesitz von Bayer 04 in den letzten 20 Minuten konnte leider nicht mehr in den Anschluss umgemünzt werden.“ Die Kollegen des Kölner Stadt-Anzeiger sahen es ähnlich und fassten die Partie wie folgt zusammen: „Bayer 04 wollte am Dienstagabend den größten Erfolg im internationalen Fußball seit dem Champions-League-Finale 2002 feiern. [...] Doch Leverkusen machte viel zu viele Fehler, schlug sich gegen keineswegs überirdische Londoner selbst. Das 2:0 (1:0) war gerecht, Bayer 04 spielte sich über die volle Spielzeit kaum Chancen heraus und war defensiv viel zu anfällig.“
Zudem bewertete der KStA die Leistung von Keeper Janis Blaswich mit der Note 1,5. Die Rheinische Post vergab sogar die Bestnote und beschrieb ihn als „stets wach, wenn es brenzlig wurde“.
Janis Blaswich wehrte in dieser Partie zehn Schüsse ab, damit ist er der erste Torhüter mit zehn Paraden in einem Champions-League-Spiel seit Nikita Haikin von FK Bodø/Glimt gegen Juventus Turin am 25. November 2025 (12 Paraden). Alejandro Grimaldo kreierte seinerseits 28 Chancen - das ist der geteilt höchste Wert der laufenden Königsklassen-Saison 2025/26 (gemeinsam mit Arda Güler).






Am Ende der Partie verzeichnete Schwarz-Rot über 58 Prozent Ballbesitz und die bessere Passquote (88 Prozent; Arsenal: 83 Prozent). Ein anderes Bild zeigte sich jedoch bei den Abschlüssen: Der FC Arsenal kam auf 21 Torschüsse, die Werkself auf 9. Zudem entschieden die Gunners 56,5 Prozent der Zweikämpfe für sich.
Bereits am kommenden Samstag, 21. März, ist die Werkself im Rahmen des 27. Bundesliga-Spieltags beim Tabellen-Schlusslicht 1. FC Heidenheim 1846 gefordert. Anstoß ist um 15.30 Uhr in der Voith-Arena. Im Anschluss steht die letzte Länderspielphase der Saison an.


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