
Die Werkself musste einen frühen Rückschlag hinnehmen: Nach neun Minuten versenkte Wouter Burger einen Freistoß zur TSG-Führung. Auf schwarz-roter Seite blieben Chancen trotz großer Bemühungen Mangelware – Alejandro Grimaldo kam dem Ausgleich per ebenfalls direktem Freistoß am nächsten (69.). Stattdessen musste Bayer 04 durch die verletzungsbedingten Auswechselungen von Nathan Tella und Mark Flekken weitere Dämpfer hinnehmen. Für Letzteren kam Janis Blaswich zu seinem Pflichtspiel-Debüt für die Werkself und sah mit an, wie sein Team zwar nochmal alles reinwarf, in Person von Patrik Schick (81.) und Jonas Hofmann (90.+5) aber auch im Abschluss kein Glück hatte und so die zweite Niederlage in Folge hinnehmen musste.
„Es war eine enge Partie, in der wir auch unsere Chancen hatten“, resümierte Kasper Hjulmand, der jedoch betonte: „Wir haben heute nicht unsere beste Leistung gezeigt und müssen uns verbessern.“ Der Däne sah bei seinem Team zwar eine hohe Motivation, „aber wir haben besonders in den ersten 15 Minuten nicht die richtigen Lösungen gefunden.“ Trotzdem blickt Hjulmand positiv auf die kommenden Wochen: „Wir wissen, wo wir stehen. Wir haben gegen direkte Konkurrenten auch schon sehr gut gespielt. Wir schauen nach vorne und haben alle Möglichkeiten, stabiler zu werden.“
Nach vorne geht auch der Blick von Kapitän Robert Andrich, der „an vielen Dingen arbeiten“ will, „um beispielsweise nicht mehr die Probleme zu haben, wenn uns ein Gegner ins Eins-gegen-Eins presst.“ Zur Niederlage gegen die TSG sagt er: „Wir haben es zu selten geschafft, ihnen Schwierigkeiten zu bereiten. In den richtigen Momenten hat die richtige Entscheidung gefehlt. Das ist gerade das, was uns in den beiden Spielen nach der Winterpause abhandengekommen ist.“

Debütant Blaswich freute sich über seine Premiere, hätte aber „trotzdem lieber die drei Punkte dagegen eingetauscht. Ein Debüt ist immer etwas Besonderes, aber durch diese Rahmenbedingungen war es natürlich sehr gedrückt.“ Wirklich lange aufhalten will er sich mit der Partie aber nicht: „Es kommt jetzt ein knackiges Programm und wir haben eine Menge vor. Deswegen müssen wir jetzt analysieren, was wir besser machen können, und dann geht es weiter.“
Der kicker schreibt mit Blick auf die Niederlage und die beiden Verletzungen von „Unglück für den deutschen Vizemeister“ und sah bei der Hjulmand-Elf „nur selten Torgefahr“. „Leverkusen verliert Spiel und 2 Stars“ titelt derweil die Bild-Zeitung und der Kölner Stadt-Anzeiger resümiert: „Bayer 04 blieb den 3.000 mitgereisten Leverkusen-Fans einiges schuldig.“
Mark Flekken, der zunächst im Tor stand, kann nun ligaweit die drittmeisten parierten Schüsse vorweisen. Ersatz Janis Blaswich, der zu seinem ersten Pflichtspiel-Einsatz gekommen ist, machte nach seiner Einwechslung eine ruhige und souveräne Figur zwischen den Werkself-Pfosten.
Trotz wenig Fortune im Abschluss war Bayer 04 auch in Hoffenheim um viel Spielkontrolle bemüht. Insbesondere Aleix Garcia und Loïc Badé zeigten einmal mehr hohe Präzision im Passspiel und stehen gemeinsam vor dem aktuell verletzten Edmond Tapsoba (Platz vier) auf den Rängen zwei und drei der Bundesligaspieler mit der höchsten Passquote.

Die schwarz-roten Mühen um Spielkontrolle lassen sich leicht an den Spielstatistiken ablesen. Bei fast 70, zwischenzeitlich sogar über 73 Prozent Ballbesitz gingen zudem knapp 57 Prozent der Zweikämpfe an Bayer 04. Doch auch die Passquote von beinahe 82 Prozent half nicht, um einen der acht Leverkusener Abschlüsse in einen Treffer umzumünzen.
Bereits am kommenden Dienstag, 20. Januar, geht es für die Werkself im Rahmen des 7. Spieltags der UEFA Champions League zum griechischen Meister Olympiakos Piräus. Anstoß der Partie ist um 21 Uhr deutscher Zeit (22 Uhr Ortszeit). Am kommenden Wochenende dürfen sich die Bayer 04-Fans dann wieder über ein Heimspiel freuen: Der SV Werder Bremen ist am Samstagnachmittag, 24. Januar (Anpfiff: 15.30 Uhr), zum 19. Bundesliga-Spieltag in der BayArena zu Gast.

Wie bereits in den Jahren zuvor wurden im Rahmen der Tandem Young Coach-Ausbildung der Scort Foundation in Kooperation mit der Football Club Social Alliance (FCSA) auch 2026 wieder 22 Teilnehmende zu Fußballtrainern für Menschen mit Behinderung ausgebildet. Mit dabei in Karlsruhe war als langjähriger FCSA-Partnerklub auch Bayer 04. Gemeinsam als Tandem durchliefen Personen mit und ohne Behinderung die Ausbildung und lernten so aus unterschiedlichen Perspektiven voneinander. Nach spannenden und lehrreichen Tagen kehrte auch das Leverkusener Duo mit viel neuem Wissen und einem offiziellen Zertifikat zurück unters Kreuz.
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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die drei Kandidaten für den Titel Bundesliga-„Rookie of the Season“ 2025/26 bekannt gegeben. Zur Wahl steht unter anderem Werkself-Profi Ibrahim Maza. Fans von Bayer 04 können ab sofort und noch bis einschließlich Donnerstag, 7. Mai (23.59 Uhr), in der Bundesliga-App für ihren Favoriten abstimmen.
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Freude und Enttäuschung lagen bei den Nachwuchs-Teams von Bayer 04 an diesem Wochenende nah beieinander: Während die U19 mit einem 1:3 nach Verlängerung gegen den 1. FC Heidenheim 1846 im Achtelfinale aus dem Kampf um die Deutsche Meisterschaft ausschied, eroberte die U14 mit einem 1:0 gegen Borussia Dortmund die Tabellenführung im WDFV Junioren-Nachwuchs-Cup. Bei den Juniorinnen stand den Niederlagen der U19 und U16 der Turniersieg der U13 im belgischen Beveren gegenüber, wo Schwarz-Rot unter anderem den FC Barcelona bezwang. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Nach dem überzeugenden 4:0-Sieg der Bayer 04-Frauen bei der SGS Essen sprechen zwei der Torschützinnen über die souveräne Leistung und den außergewöhnlichen Auswärts-Support der Fans. Doppelpackerin Kristin Kögel und Loreen Bender ordnen den vierten Dreier in Folge ein und blicken auf die letzten beiden Spiele der Saison voraus.
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