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26.10.2026Bundesliga

Werkself Nachdreher: „Einfach nicht unser bester Tag“

Lang' ist's her, dieses Gefühl, ohne Punkte dazustehen. Die bis dato letzte und einzige Saisonniederlage in Elversberg liegt inzwischen rund zwei Monate zurück. Auf diese ließ Bayer 04 sieben Siege und ein Remis folgen. Nun, auswärts bei der TSG Hoffenheim, war es aber mal wieder so weit. Im Verlaufe der Partie steigerten sich die Leverkusener zunehmend und „hätten auch selbst den Führungstreffer schießen können“, wie Robert Andrich im Nachgang betonte. Letztlich waren es jedoch die Sinsheimer, die nach einer „turbulenten Schlussphase“ (kicker) einen 3:0-Sieg bejubelten. Der Werkself Nachdreher.
Edmond Tapsoba, Jonas Hofmann und Co. nach Abpfiff

Zusammenfassung: Strafstoß als entscheidender Moment

Mit einem hauchzart am Tor vorbeigeflogenen Abschluss von Nathan Tella wurde die Werkself erstmals offensiv vorstellig (7.). In der Folge entwickelte sich bei zunehmendem Starkregen ein Duell auf Augenhöhe, das zumeist zwischen den Strafräumen stattfand. Die bis dato beste Hoffenheimer Chance hatte Adam Hlozek, der Leverkusener Doublesieger traf zum Glück nur den Pfosten (38.). So ging es torlos, aber ohne den verletzungsbedingt ausgewechselten Moussa Diaby in die Kabinen. In der Pause tauschte zudem der angeschlagene Referee Daniel Siebert die Rollen mit dem vierten Offiziellen Robert Hartmann.

In Durchgang zwei agierte die Werkself deutlich dominanter, wurde jedoch eiskalt erwischt: Nach Ansicht der Videobilder entschied eben jener Hartmann auf Foulspiel von Edmond Tapsoba an Fisnik Asllani, Andrej Kramaric verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:0 für die TSG (80.). Inmitten der Offensivbemühungen von Schwarz-Rot erhöhten die Hausherren per Konter durch Alexander Prass auf 2:0 (90.). Der Torschütze sah daraufhin Gelb-Rot, da er sich beim Jubeln das Trikot ausgezogen hatte. Zu allem Überfluss musste Loïc Badé nach einem Kopf-an-Kopf-Zusammenprall vom Feld getragen werden, ehe Max Moerstedt noch den 3:0-Endstand aus TSG-Sicht markierte (90.+6).

Stimmen: „Nicht unsere beste Leistung abgerufen“

Chefcoach Carles Martínez betonte im Nachgang selbstkritisch: „Es war heute einfach nicht unser bester Tag, wir haben nicht unsere beste Leistung abgerufen. Die Regenerationsphase nach der langen Reise nach Griechenland war kurz, aber das nehmen wir nicht als Ausrede. Genau das wollen wir ja: in jedem Wettbewerb dabei sein und das so lange wie möglich. Jetzt liegt der Fokus auf dem Pokal und auf Nürnberg.“ Angesprochen auf Loïc Badé erklärte der Spanier: „Ihm geht es den Umständen entsprechend etwas besser, er steht unter der Dusche und tauscht sich mit seinen Teamkollegen aus.“

Carles Martínez nach #TSGB04

Robert Andrich sprach im Nachgang von einem „ziemlich lange sehr ausgeglichenen Spiel. Am Ende der ersten Hälfte waren wir die bessere Mannschaft, auch die zweite Hälfte war vernünftig. Natürlich war da heute trotzdem viel Luft nach oben. Der Elfmeter kam dann in einer Drangphase von uns, wir hatten unsere Aktionen nach vorne und ich glaube, dass wir auch den Führungstreffer hätten schießen können. Das Ergebnis ist letztlich natürlich zu hoch für das Spiel.“ Kapitän Edmond Tapsoba betonte seinerseits: „Der Elfmeter hat dem Spiel eine entscheidende Richtung gegeben. Natürlich ärgert uns das alles, es hat heute leider nicht gereicht. Aber das Wichtigste ist erst einmal die Gesundheit von Loïc (Badé, Anm. d. Red.), das steht über allem.“

Presseschau: „Ganz viel Drama in Sinsheim“

Die Bild-Zeitung schrieb in Bezug auf die letzte Viertelstunde der Partie von „ganz viel Drama in Sinsheim“, der kicker von einer „​turbulenten Schlussphase“ und einem „potenziellen 0:0-Spiel“, das durch den Elfmeter gekippt sei. Die Rheinische Post sah „kaum Torchancen“ auf Leverkusener Seite, wodurch „​Bayers Siegesserie gerissen ist“. Der Kölner Stadt-Anzeiger vergab die besten Noten des Tages mit Blick auf Schwarz-Rot an Jarell Quansah (2) und Ezequiel Fernández (2,5).

Ezequiel Fernández nach Abpfiff

Personal: Tella erstmals in der BL-Saison von Beginn an

An diesem Nachmittag in Sinsheim gab Nathan Tella, auf dem linken Flügel beginnend, seine Startelf-Premiere in der laufenden Bundesligasaison. In der UEFA Europa League hatte der 27-Jährige bereits am 2. Spieltag auswärts bei Lech Posen zur Anfangsformation gehört.

Statistik: Serien reißen, doch neue Serien kommen

Erstmals unter Carles Martínez hat die Werkself in einem Pflichtspiel weniger als zwei Tore erzielt. Diese Serie eines neuen Cheftrainers, die zehn Partien anhielt, stellte einen neuen Rekord im deutschen Profifußball seit Gründung der Bundesliga 1963/64 dar. Das lag an diesem Tag auch daran, dass insgesamt lediglich neun Schüsse zu Buche standen - der niedrigste Wert der Werkself in der laufenden Bundesligasaison. Es war zudem das erste Ligaduell ohne eigenen Treffer nach zuvor 18 Begegnungen in Folge mit mindestens einem Tor.

Ausblick: Drei Heimspiele in drei Wettbewerben

Nach den beiden Auswärtsspielen auf Kreta und in Sinsheim kehrt die Werkself in die heimische BayArena zurück. Am Mittwoch, 28. Oktober (Anstoß: 20.45 Uhr), ist der 1. FC Nürnberg zum Pokalduell zu Gast. Am Samstag, 31. Oktober (Anstoß: 15.30 Uhr), kommt der VfB Stuttgart zur Bundesliga-Partie. Am Donnerstag, 5. November (Anstoß: 21 Uhr), geht es schließlich gegen Olympique Marseille im Rahmen des 3. Spieltags der Ligaphase der UEFA Europa League. Tickets für die Begegnungen gibt es HIER!

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