Werkself Nachdreher: „Die richtige Antwort“ gegeben

Fünfmal brandete am Samstagnachmittag lautstarker Jubel in der BayArena auf. Viermal feierten die Bayer 04-Fans die teils sehenswert herausgespielten Tore einer überlegenen Werkself, der fünfte schwarz-rote Ausbruch galt der Rückkehr von Publikumsliebling Moussa Diaby. „Man spürt, was er hier hinterlassen hat“, freute sich auch Geschäftsführer Sport Simon Rolfes im Anschluss über das Comeback. Sportlich waren sich nach dem souveränen 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Union Berlin Spieler, Trainer und Medien einig: Das war „die richtige Antwort“ (kicker). Der Werkself Nachdreher zum ersten Bundesliga-Heimspiel 2026/27.
Die Werkself feiert den Heimsieg gegen Union Berlin

Zusammenfassung: Dank Frühstart direkt im Spiel

Die Vorfreude auf den Rängen inklusive einer beeindruckenden Choreografie in der Nordkurve hatte der Werkself offenbar Rückenwind verliehen. Das Team von Chefcoach Carles Martínez drückte vom Anpfiff weg aufs Gaspedal. Ezequiel Fernández schob bereits nach 41 Sekunden zur Führung für Schwarz-Rot ein. Patrik Schick hätte dominierende Leverkusener gleich zweimal per Kopf belohnen können (10., 28.), das übernahm dann Facundo Medina mit seinem ersten Treffer unterm Kreuz (28.). Nach Wiederanpfiff blieb Bayer 04 spielbestimmend – Schick (48.) und Ibrahim Maza (66.) sorgten mit zwei weiteren Treffern für klare Verhältnisse. Nicht weniger laut als bei den Toren wurde es, als Moussa Diaby erstmals seit knapp dreieinhalb Jahren wieder den Leverkusener Rasen betrat (67.). Der Franzose brachte den Heimsieg gemeinsam mit seinen Teamkollegen sicher über die Ziellinie.

Stimmen: „Genau das, was wir immer zeigen wollen“

„Wir sind heute sehr zufrieden mit dem Spiel, vor allem mit der Mentalität und wie unser Team den Kampf angenommen hat“, betonte Carles Martínez und fügte hinzu: „Heute ging es darum, im Vergleich zum vergangenen Spiel ein anderes Gesicht an den Tag zu legen.“ Ein Aspekt freute den Spanier besonders: „Wir waren in beiden Halbzeiten sofort da.“

Facundo Medina

Auch Debüt-Torschütze Medina war zufrieden „mit dem Einsatz der Mannschaft, auch der Jungs auf der Bank. Wir sind wirklich ein Team, in dem jeder immer bereit ist, zu spielen.“ Der Innenverteidiger betonte, „aus dem letzten Spiel gelernt“ zu haben und stellte klar: „Es war wichtig, zu Hause zu gewinnen – daran wollen wir uns gewöhnen!“

Dem konnte Patrik Schick nur zustimmen: „Wir waren heute von der ersten Minute bereit und haben dominiert. Das ist genau das, was wir immer zeigen wollen.“ Besonders für die fleißige linke Seite hatte der Tscheche Lob übrig: „Miguel (Gutiérrez, Anm. d. Red.) ist ein bisschen wie Grimaldo – er schlägt super Flanken mit seinem linken Fuß. Und auch Ibo (Maza, Anm. d. Red.) hat mal wieder gezeigt, wie gut er ist.“

Presseschau: „Stark aufspielende Leverkusener“

„Leverkusen dominiert Union von der ersten bis zur letzten Minute in allen Belangen“, schreibt der kicker, der zudem Bayer 04-Fans sah, die zwischenzeitlich „gar nicht mehr aus dem Jubeln herauskamen“ und bewertet den Werkself-Auftritt als „richtige Antwort nach der Auftaktniederlage in Elversberg“. Die Bild-Zeitung empfindet den Heimerfolg als „auch in der Höhe verdient“ und resümiert: „Gegen stark aufspielende Leverkusener war Union einfach komplett chancenlos.“ Die Rheinische Post titelt: „Bayer lässt Union Berlin keine Chance“, der Kölner Stadt-Anzeiger vergab seinerseits gleich dreimal die Note 1,5 an Gutiérrez, Maza und Medina.

Personal: Ein Debütant, ein Torjäger, ein Jubilar und ein Rückkehrer

Für seine gute Bewertung hatte Facundo Medina auch Einiges getan: Seinen ersten Startelf-Einsatz im Bayer 04-Dress krönte der Argentinier nach weniger als einer halben Stunde mit seinem Debüttor. Zu diesem Zeitpunkt hatte Patrik Schick das Fortune vor dem Tor noch gefehlt, kurz nach der Halbzeitpause erzielte der Tscheche aber doch noch seinen zweiten Saisontreffer – seit dem 30. Spieltag der vergangenen Spielzeit traf kein Spieler in der Bundesliga häufiger als Schick (achtmal).

Mit großem Jubel quittierten die Bayer 04-Fans an diesem Nachmittag auch die Wechsel der Werkself. So kehrte Moussa Diaby zum ersten Mal seit Mai 2023 auf den Rasen der BayArena zurück und wurde nach der Partie vor der Nordkurve frenetisch gefeiert. „Man spürt, was er hier hinterlassen hat und wie sehr sich die Leute freuen. Super, dass er wieder da ist“, freute sich auch Geschäftsführer Sport Simon Rolfes nach der Partie.

Robert Andrich bestritt derweil sein 200. Pflichtspiel unterm Kreuz und wurde auf der Pressekonferenz nach der Partie von Chefcoach Carles Martínez gelobt: „Rob ist hier, und er ist ein wichtiger Spieler für uns. Er hat es heute nach seiner Einwechslung sehr gut gemacht. Wir haben das gleiche Ziel: Wir wollen immer das Bestmögliche für diesen Klub.“

Die Werkself feiert mit den Fans

Statistik: Überlegenheit auf allen Positionen

Gegen die Eisernen ist die Werkself im eigenen Stadion somit weiterhin ungeschlagen und feierte den siebten Sieg im zehnten Heimduell. Dabei stand auch die Defensive einmal mehr diszipliniert: Zum fünften Mal in Folge blieb Schwarz-Rot in der BayArena gegen den FCU ohne Gegentreffer. Im Mittelfeld hielt die Werkself über die gesamte Partie hinweg bei zwischenzeitlich über 70 Prozent Ballbesitz die Zügel in der Hand. Nach zwei Spieltagen weist Bayer 04 zudem ligaweit die beste Passquote (89,6 Prozent) auf.

Und vorne? Da zeigte sich Ezequiel Fernández früh auf Torjäger-Mission: Sein Treffer nach 41 Sekunden war das schnellste Tor der laufenden Bundesligasaison und das zweitschnellste Bayer 04-Tor im Jahr 2026. Einzig Aleix Garcia hatte im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am 33. Spieltag der abgelaufenen Saison lediglich 34 Sekunden benötigt.

Ausblick: Beim FC Augsburg in die Englische Woche

Auf die Werkself wartet beim FC Augsburg am kommenden Samstag, 5. September (Anstoß: 15.30 Uhr), das zweite Auswärtsspiel der Saison, bevor es im Anschluss in die erste Englische Woche geht. Am Mittwoch, 16. September (Anstoß: 21 Uhr), empfängt Bayer 04 zum Auftakt in der UEFA Europa League NK Celje aus Slowenien. Am darauffolgenden Sonntag, 20. September (Anstoß: 15.30 Uhr), ist RB Leipzig in der bereits ausverkauften BayArena zu Gast. Tickets für die Partien in Augsburg und gegen Celje gibt's HIER!

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