
Die Süddeutsche Zeitung brachte das Geschehen im Weserstadion auf diesen einfachen Nenner: „Werder fehlt jene Leichtigkeit, die Kai Havertz für Bayer so wertvoll macht.“ Im Bericht wird dieser Eindruck so untermauert: „Leverkusen spielte Fußball, wo Werder nur arbeitete. An den Wänden des Weserstadions, das fällt einem in der gewöhnlichen Hektik eines Spieltags ja auch nicht auf, sind Zitate von früheren Spielern verewigt, eines stammt von Johan Micoud. Der vielleicht feinste Fußballer in der Geschichte der Bremer sagte demnach: ,Die Kunst besteht darin, dass man die Anstrengung nicht erkennt.' Er könnte diese Erkenntnis Kai Havertz gewidmet haben, dem feinsten Fußballer, der vielleicht jemals für Bayer Leverkusen gespielt hat. Havertz macht auf dem Rasen Havertz-Sachen, die dem Begriff ,Geisterspiel' vielleicht am nächsten kommen, er materialisiert sich durch gegnerische Abwehrreihen wie ein Gespenst. Zweimal schlich er vor der Pause auf unsichtbaren Pfaden allen Bremern davon, zweimal brauchte er die Flanken nur einzunicken, die von Diaby in der 28. Minute zum 1:0, und die von Demirbay in der 33. Minute zum 2:1.“

„Talentschau ohne Publikum“ lautet die Schlagzeile im Kölner Stadt-Anzeiger. Neben Kai Havertz spielt im Text auch Florian Wirtz eine tragende Rolle: „Eine knappe Stunde vor Spielbeginn hatte Peter Bosz beschlossen, eine Rekordmarke bei Bayer 04 zu brechen. Er nominierte Florian Wirtz für die Startelf. ...Mit 17 Jahren und 15 Tagen betrat Wirtz im Weserstadion die Bühne der Bundesliga und war damit 111 Tage jünger als Kai Havertz bei seinem ersten Profispiel für Bayer 04 im Jahr 2016. Auf der Bank saßen zunächst Kaliber wie Alario, Bailey, Bellarabi und Paulinho. Der damit drittjüngste Bundesligaspieler aller Zeiten wurde von seinen Kollegen auch schnell gesucht und zeigte auf beiden Außenpositionen, dass er über eine hervorragende Technik verfügt. Vor allem gegen den Bremer Linksverteidiger Marco Friedl sah Wirtz einige Male spektakulär aus. Den Hut aber hatte der Spieler auf, den Wirtz im Jüngsten-Ranking abgelöst hatte. Kai Havertz, als Mittelstürmer eine knappe halbe Stunde lang eher unsichtbar, brachte Bayer 04 nach einem lässigen Linienlauf des nach rechts gewechselten Moussa Diaby per Kopf in Führung. Es ist dies eine der vielen Fertigkeiten des Leverkusener Top-Spielers: Kopfball. Und das zeigte er nicht zum letzten Mal an diesem lauen Abend im fast menschenleeren Weserstadion.“
Die Bild-Zeitung nutzte ihre Überschrift zu einem netten Kalauer, der überdies ins Schwarze traf: „Werder pennt... Havertz nickt ein!“
Die Rheinische Post hat es in ihrer Online-Ausgabe so gesehen: „Bayer 04 deklassiert abstiegsbedrohte Bremer“. Derweil schildert der Weser-Kurier das Geschehen aus Sicht der Grün-Weißen wie folgt: „Auch im Geisterspiel wurde Werder seinen Gruselfaktor nicht los: Gegen Leverkusen kassierten die Bremer die siebte Heimniederlage in Folge und sorgten vor allem in der Defensive für ratlose Gesichter.“
Das Fazit im Kicker (Online-Ausgabe): „Dank dreier Kopfballtreffer hat Bayer 04 Leverkusen das Montagabendspiel gegen Werder Bremen mit 4:1 gewonnen. Werder hielt zwar streckenweise gut dagegen, musste sich der spielerischen Überlegenheit der Rheinländer aber letztlich deutlich beugen. Leverkusen feierte nicht nur einen verdienten Sieg, sondern auch den drittjüngsten Bundesliga-Debütanten der Geschichte.“


Werkself-TV zeigt nach dem 4:1von Bayer 04 gegen RB Leipzig am 32. Bundesliga-Spieltag die Pressekonferenz mit den beiden Cheftrainern Ole Werner und Kasper Hjulmand...
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Werkself-TV zeigt den 4:1-Heimsieg gegen RB Leipzig am 32. Bundesliga-Spieltag re-live...

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself.
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Im Hinspiel im Dezember vergangenen Jahres hatte die Werkself gegen RB Leipzig einen zwischenzeitlichen Rückstand noch in einen 3:1-Sieg gedreht und die ohnehin schon starke Leverkusener Bilanz gegen die Roten Bullen noch weiter aufgebessert. Mit seinem ersten Treffer beim Pflichtspiel-Debüt für Schwarz-Rot machte dabei besonders Montrell Culbreath auf sich aufmerksam. Während der 18-Jährige am Samstagabend sicherlich gerne ein zweites Mal gegen die Leipziger einnetzen würde, kommen die offensivstarken Gäste mit der breiten Brust aus fünf Bundesliga-Siegen in Folge in die BayArena. Dass die Werkself deshalb einmal mehr auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans angewiesen ist, weiß die Nordkurve12 und hat erneut zur „Finally Red“-Aktion im Saison-Endspurt aufgerufen. Die Kurzpässe.
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Der Videospiel-Hersteller Electronic Arts (EA) hat in dieser Woche gemeinsam mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) die männliche sowie weibliche Top-Auswahl der Bundesligasaison 2025/26 bekanntgegeben. Bayer 04-Stürmerin Vanessa Fudalla steht in der Startelf des Frauen-„Team of the Season“. Bei den Männern wurden Alejandro Grimaldo und Aleix Garcia in den erweiterten Kreis als sogenannte Bench Player gewählt.
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