
Dominik, kannst du dich erinnern, wie dich Danny begrüßt hat, als ihr euch zum ersten Mal in Frankfurt begegnet seid?
Dominik Kohr: „Der hat nur den Kopf geschüttelt… Nein, Spaß. Danny kenne ich ja noch aus der Zeit in der Jugend von Bayer 04 und aus den Trainingseinheiten bei den Profis. Er hat mich hier super aufgenommen. Wenn ich Fragen hatte, zum Beispiel woher ich die Trainingsklamotten bekomme oder wo es zum Trainingsplatz geht, bin ich immer zuerst zu ihm gegangen.
Danny da Costa: Die ganze Mannschaft macht es neuen Spielern generell leicht sich zu integrieren. Und Domme ist ja auch ein cooler Typ. Ihn fanden alle gleich sympathisch.
Welche Erinnerungen habt ihr noch aus gemeinsamen Tagen in Leverkusen?
Kohr: Wir haben in der Saison 2009/10 gemeinsam das deutsche Meisterschaftsfinale der B-Junioren verhauen. Das war hier in Frankfurt gegen die Eintracht – im Stadion vom FSV. Und genau auf diesem Platz hatten wir neulich ein Testspiel mit Frankfurt gegen Chemie Leipzig. Da sind natürlich die Erinnerungen wieder hochgekommen.
da Costa: Allgemein die Zeit, die wir zusammen in der B-Jugend hatten, ist mir in guter Erinnerung geblieben. Es war eine sehr lustige Zeit für uns beide.
Aber ihr beiden seid nicht dafür verantwortlich gewesen, dass das Spiel nicht erfolgreich bestritten wurde?
da Costa: Nö, da war der Schiri schuld. (lacht)
Welcher Trainer bei Bayer 04 hat euch rückblickend am meisten geprägt? Warum?
da Costa: Es gibt zwei Trainer, die großen Anteil an meiner Entwicklung hatten: zum einen Johann Rieckhof, mit dem wir – wie gerade erwähnt – in der B-Jugend bis ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft gekommen sind. Und dann natürlich die Zeit unter Sascha Lewandowski. Von ihm haben wir viel mit auf den Weg bekommen, was für den Profi-Bereich enorm hilfreich war. Obwohl beide Trainer von ihrer Herangehensweise ziemlich unterschiedlich waren, haben sie uns beide auf ihre Art und Weise geprägt.
Kohr: Definitiv, da kann ich nur zustimmen.
Dominik, Hand aufs Herz: War es im Sommer nicht ein bisschen ärgerlich für dich, dass die Werkself die Champions League erreicht hat und du jetzt „nur“ Europa-League mit der Eintracht spielst?
Kohr: Nein, als Fußballer möchte man immer spielen. Und das war in Leverkusen in meinem letzten halben Jahr nicht mehr gegeben. Ich wünsche dem Verein jedoch alles Gute in der Champions League. Und ich bin froh, dass ich hier in Frankfurt Europa League spielen darf und hoffe natürlich, dass wir die Gruppenphase überstehen und so weit wie möglich kommen – am besten eine Saison wie die letzte erleben.
Kommen wir zum Spiel am Freitag: Auf welches Wiedersehen freut ihr euch am meisten?
Kohr: Bei mir sind die Erinnerungen ja noch frisch. Aber ich freue mich auf Kevin Volland, Lars Bender, Jonathan Tah… die ganzen Konsorten eigentlich. Und auch auf die Betreuer – eigentlich auf alle!
da Costa: Am meisten freue ich mich schon auf Lukas Hradecky, Kai Havertz und auf Rambo (Ramazan Özcan, Anm.). Mit Rambo habe ich jahrelang in Ingolstadt zusammengespielt, mit Lukas hatte ich hier in Frankfurt eine Wahnsinns-Zeit, die mit dem Pokalgewinn gekrönt wurde. Und auf Kai freue ich mich, weil ich ihn damals, als er noch keinen Führerschein hatte, immer mit zum Training genommen habe…
Hat sich Kai dafür schon erkenntlich gezeigt? Oder steht er bei dir noch in der Kreide?
da Costa: Er könnte mich auf jeden Fall mal zum Essen einladen… (lacht). Kai ist ein höflicher junger Mann, mit guten Manieren. Er hat sich schon bedankt.
Was für ein Spiel erwartet ihr am Freitag?
da Costa: Hoffentlich nicht eines wie letzte Saison in Leverkusen (lacht). Wahrscheinlich wird Bayer 04 viel Ballbesitz haben. Wir wollen uns über die kämpferische Leistung ins Spiel reinarbeiten. Ich habe das Gefühl, dass wir in der Lage sind, ein Spiel auf Augenhöhe abzuliefern. Und das dann hoffentlich für uns entscheiden zu können.
Kohr: Ich glaube, es wird für beide Mannschaften kein leichtes Spiel. Bei beiden Teams waren einige Spieler auf Länderspielreise. Da ist es schwer, die Mannschaften perfekt einzustellen auf Freitag.
Eure Tipps?
Kohr: 2:0 für uns!
da Costa: Machen wir ein 2:1 draus. Bayer 04 ist vorne auch ganz gut aufgestellt… (grinst)


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