
Am Mittwoch gewannen die Wölfe im Pokal 1:0 beim Zweitligisten aus Heidenheim, am Samstag wartet gegen die Werkself das dritte Spiel auf Neu-Trainer Valerien Ismael. Zeit also, den kommenden Gegner von Bayer 04 unter die Lupe zu nehmen.
Position
Die Wolfsburger sind im Abstiegskampf angekommen. Nur ein Sieg steht in dieser Saison zu Buche, vier der vergangenen fünf Partien wurden gar verloren - zuletzt 1:3 in Darmstadt. Entsprechend gefrustet zeigten sich auch die Anhänger, die am Tag danach beim Auslaufen mit Appellen auf großen Plakaten auf die Missstände im Wölfe-Spiel aufmerksam machen wollten.
Personal
Die Niederlagen-Serie hat Dieter Hecking den Job gekostet. Zum Darmstadt-Spiel übernahm der vorherige U23-Coach Valerien Ismael das Amt des Cheftrainers interimsweise, erhielt von Sport-Vorstand Klaus Allofs aber direkt die Option auf einen dauerhaften Vertrag bei den Profis - sofern die Auftritte in den nächsten Wochen stimmen. Gegen Bayer 04 muss er auf Jeffrey Bruma verzichten, der gegen Darmstadt Rot sah. Julian Draxler (Sprunggelenksprobleme) sowie Christian Träsch (erkältet) haben zudem unter der Woche nicht trainiert.
Probleme
Die liegen auf der Hand: Die Möglichkeiten, die dieser Kader bietet, wurden zuletzt nicht ausgeschöpft, und die Ergebnisse stimmten nicht. Das spielerische Potenzial wurde oft nur angedeutet, was Wolfsburgs Bürgermeister Klaus Mohrs klar formuliert: “Ich sehe keinen attraktiven Fußball!” Dafür stand der VfL in den erfolgreichen letzten Jahren aber.
Potenzial
Ein Trainerwechsel ist immer auch eine Chance, und genau so geht Ismael seine Aufgabe auch an - auch wenn er zum Debüt gleich eine Niederlage hinnehmen musste. “Wir wollen nichts schönreden, aber wir brauchen einen Ansatz. Am Kampf und der Einstellung ist es zum Beispiel nicht gescheitert!” Ismael versucht positiv zu denken und sein Ensemble so aufzubauen. Bei Mario Gomez scheint das schon gewirkt zu haben, der Neuzugang schoss in Darmstadt sein erstes Tor im Wölfe-Dress.
Prognose
Luiz Gustavo hat die Lage im kicker auf den Punkt gebracht: “Jetzt gibt es keine Ausreden mehr! Es liegt an uns, unsere Situation zu verändern.” Mit erfahrenen und talentierten Akteuren wie ihm, Draxler, Ricardo Rodriguez, Maximilian Arnold, Marcel Schäfer oder Daniel Caligiuri sollte das auch zu schaffen sein. Dann hätte Ismael auch gute Karten, um länger Trainer in Wolfsburg zu bleiben.


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