Der Schweizer habe sich in den vergangenen Tagen wie vor jedem Pflichtspiel bei mehreren Personen Informationen über den kommenden Kontrahenten - in diesem Fall Union Berlin - eingeholt. Eine davon: Robert Andrich. Der Mittelfeldmotor der Werkself spielte bis Sommer vergangenen Jahres bei den Köpenickern. „Natürlich haben wir mit Rob gesprochen, um herauszufinden, was ihm und Union letzte Saison gegen Gegner leichter oder schwerer gefallen ist“, erklärte Gerardo Seoane auf der Pressekonferenz am Freitag.
Unstrittig ist, dass der Leverkusener Cheftrainer mit seinem Team zum Auftakt auf einen Gegner treffe, der „Robustheit und eine gute Organisation mitbringt. Sie wissen genau, was sie spielen und haben eine klare Idee.“ Zudem verfüge die Elf von Seoanes Landsmann Urs Fischer mit Offensiv-Allrounder Max Kruse über einen Spieler, der immer für „entscheidende Akzente“ sorgen könne.
Im ersten Duell des neuen Jahres fallen auf Seiten der Gastgeber fünf Akteure sicher aus: Julian Baumgartlinger und Charles Aránguiz verletzungsbedingt, Edmond Tapsoba und Odilon Kossounou aufgrund ihrer Teilnahme am Afrika-Cup.
Zudem gab Seoane am Freitag bekannt, dass Nadiem Amiri positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. „Er ist genesen, zweimal geimpft, geboostert und jetzt wieder infiziert. Das zeigt, was für eine enorme Herausforderung die Situation für uns und die ganze Gesellschaft ist“, so der Schweizer. „Corona wird im Fußball, wie auch in der Gesellschaft, beeinflussen, welche Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Wir müssen alle damit zurechtkommen. Es gibt aber viel wichtigere Orte, wie Krankenhäuser, wo Ausfälle viel bedeutender sind.“
Fraglich für einen Platz im Spieltags-Aufgebot ist derweil noch Exequiel Palacios, der sich im Training Anfang der Woche am Rücken verletzt hatte. Bei dem Argentinier werde es sich laut Seoane „im Laufe des Tages oder morgen entscheiden“, ob er für den Kader zur Verfügung steht.
Die Ausfälle betreffen zwar allesamt die Positionen im zentralen Mittelfeld und in der Innenverteidigung. Dennoch sieht der Fußball-Lehrer sein Team gewappnet für das Auftakt-Duell mit Union. „Wir haben auch dafür Lösungen und genügend Spieler im Kader, die die Positionen besetzen können und denen wir großes Vertrauen schenken“, betonte der 43-Jährige. Einer davon ist Piero Hincapie, der nach seiner Corona-Quarantäne in seiner Heimat Ecuador gut zurückgekommen sei und sicher zur Verfügung stehen werde.

Nach dem Wintereinbruch der letzten Wochen wurden alle geplanten Partien der Nachwuchs-Teams im Freien abgesagt. Die meisten Mannschaften waren jedoch ohnehin in der Halle aktiv – und das äußerst erfolgreich: Sowohl die U13 als auch die U16-Juniorinnen gewannen ihre Turniere in Wermelskirchen und auf Schalke. Die U19 landete beim hochkarätigen Mercedes-Benz Junior Cup auf Rang 5 und für die U15 stand beim ebenfalls stark besetzten Pape-Cup in Magdeburg am Ende Platz vier zu Buche – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Enge Tribünen, kleines Feld, laute Fans: Am vergangenen Wochenende trat die U19 von Bayer 04 im Sindelfinger Glaspalast auf dem renommierten Mercedes-Benz Junior Cup 2026 an, der seit über 30 Jahren Topklubs aus dem In- und Ausland anzieht. Über zwei Turniertage duellierte sich der älteste Nachwuchs-Jahrgang des Werksklubs, feierte dabei Siege unter anderem gegen den 1. FC Köln und den FC Bayern München. Am Ende stand der 5. Platz zu Buche. Simone Cannizzaro aus der Leverkusener U17 wurde seinerseits als bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet.
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Bayer 04-Fans aufgepasst: Beim Heimspiel in der UEFA Champions League gegen den FC Villarreal am 28. Januar (Anstoß: 21 Uhr) haben Werkself-Anhänger die Möglichkeit, das Spiel aus einer anderen Perspektive zu verfolgen. Aufgrund zurückgegebener Kontingente des Gastklubs wird der Auswärts-Stehblock zum Heimbereich. Tickets sind seit Montag, 12. Januar, für Jedermann erhältlich. Alle Infos.
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Es war ein gebrauchter Samstagabend. Die Werkself unterlag zum Start ins neue Jahr am 16. Bundesliga-Spieltag 2025/26 gegen den VfB Stuttgart 1:4. Ein Ergebnis, das bei Spielern wie Fans gleichermaßen für enttäuschte Gesichter sorgte. „Wir haben ohne Leidenschaft gespielt“, stellte etwa Alejandro Grimaldo im Anschluss ehrlich fest. Mitspieler Jarell Quansah zeigte sich noch selbstkritischer, betonte: „Wir waren Meilen von einer guten Leistung entfernt. Vor allem vor unseren Fans hier im eigenen Stadion kannst du so eine Leistung nicht zeigen. Da müssen wir uns, um ehrlich zu sein, entschuldigen.“ Alle Aussagen sowie Zahlen und Fakten zum Duell mit dem VfB Stuttgart liefert der Werkself Nachdreher.
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