
Bayer 04-Cheftrainer Heiko Herrlich veränderte seine Startelf im Vergleich zum Leipzig-Spiel auf zwei Positionen: Julian Baumgartlinger und der wieder genesene Karim Bellarabi kamen für Mitchell Weiser und Wendell in die Mannschaft. Hinten agierte die Werkself heute mit einer Viererkette. Lars Bender rückte auf die rechte Abwehrseite, dafür übernahm Baumgartlinger die Sechser-Position. Hinten links spielte Tin Jedvaj.
Die Ausgangslage war klar: „Bei unseren Heimspielen haben wir bisher zu wenig Punkte geholt. Das wollen wir korrigieren und gegen den VfB unbedingt gewinnen“, hatte Herrlich vor der Partie gesagt. Die erste brenzlige Situation gab’s aber kurz nach dem Anpfiff im Bayer 04-Strafraum, als Maffeo zu Fall kam, Schiedsrichter Schröder aber den Einsatz von Aránguiz nicht als regelwidrig wertete und weiterspielen ließ (2.).
Dann setzten aber auch die Gastgeber erste Akzente in der Offensive. Vollands Schuss nach Doppelpass mit Bellarabi ging drüber (7.). Kai Havertz zwang Zieler aus 17 Metern zu einer ersten Parade (11.). Bayer 04 war tonangebend jetzt. Der nächste Aufreger dann in der 14. Minute: Nach einem Lupfer von Lars Bender nahm Insua scharf an der Strafraumgrenze die Hand zu Hilfe, Schiri Schröder zeigte zunächst auf den Elfmeterpunkt, entschied dann nach Videobeweis aber auf Freistoß - der von Volland getretene Ball wurde geblockt. Aránguiz versuchte es wenig später nach Ablage von Brandt mit einem Schlenzer, der zu hoch geriet (20.). Die größte Chance hatten die Gastgeber nach einer halben Stunde, als Havertz einen überragenden Pass auf den mitgelaufenen Jedvaj zirkelte. Der Kroate traf den Ball aber nicht richtig und setzte die Kugel drüber (30.). Dann das nächste dicke Ding für die Werkself. Jedvaj bediente Volland im Strafraum, der aus etwas spitzem Winkel links am Kasten vorbeizog (34.).
Hinten stand das Herrlich-Team stabil und ließ kaum was zu. Stuttgart sorgte nur nach Ecken zuweilen für einen Hauch von Gefahr. Gegen Ende der ersten Hälfte wurde die Partie ruppiger - nach 45 Minuten hatte Schiedsrichter Schröder bereits sechsmal die Gelbe Karte gezeigt - drei für jede Seite. Kurz vor der Pause nochmal eine Möglichkeit für die Hausherren: Nach Bellarabis Pass in den Strafraum brachte Volland noch eine Fußspitze an den Ball – aber nicht mehr genug Druck dahinter. Bayer 04 hatte in den ersten 45 Minuten mehr vom Spiel und die besseren Chancen.
In der zweiten Hälfte kamen die Stuttgarter durch Mario Gomez zum ersten Abschluss, dessen Distanzschuss Lukas Hradecky stark parieren konnte (52.). Bayer 04 blieb aber die offensivere, spielbestimmende Mannschaft. Der unbedingte Wille der Werkself war deutlich sichtbar, die Mannschaft investierte läuferisch und kämpferisch enorm viel. Nur ein Tor wollte noch nicht fallen. So strich ein Freistoß von Aránguiz haarscharf am Lattenkreuz vorbei (57.). Ein Klasse-Konter über Brandt und Bellarabi führte zur nächsten Riesenchance für Schwarz-Rot. Der emsige Volland setzte die Hereingabe von Bellarabi aus fünf Metern aber übers Tor. Schon da wäre das 1:0 fällig und längst auch verdient gewesen!
Mit der Einwechslung von Lucas Alario und Mitchell Weiser für Charles Aránguiz und Tin Jedvaj verstärkte Herrlich noch einmal die Offensiv-Abteilung. Und die Werkself drängte weiter mit Macht auf das erste Tor, das dann in der 76. Minute endlich auch fiel: Nach einer kurz ausgeführten Ecke von Brandt schlug Havertz den Ball maßgenau auf Kevin Volland, der am langen Pfosten zum hochverdienten 1:0 für Bayer 04 ins Netz köpfte. Und nur sieben Minuten später legte Volland mit einem satten Schuss zum 2:0 nach (83.). Jonathan Tah hatte den Angriff mit einem starken Tackling eingeleitet, Alario den Ball rübergelegt auf Volland, der mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung sorgte. Damit waren dem Werkself-Stürmer heute seine Saisontore vier und fünf gelungen.
Alario erzielte in der Nachspielzeit noch ein Tor, das wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Dann war Feierabend. Bayer 04 hat mit dem 2:0 gegen den VfB seinen zweiten Bundesliga-Heimsieg in dieser Saison eingefahren.
Für die Werkself war die Partie heute der Auftakt für die nächsten englischen Wochen. Am kommenden Donnerstag, 29. November, empfängt Bayer 04 in der Europa League Ludogorets Rasgrad in der BayArena. Anstoß ist um 18.55 Uhr. Am Montag, 3. Dezember, geht’s dann in der Bundesliga mit dem Spiel beim 1. FC Nürnberg (20.30 Uhr) weiter.
Die Statistik:
Bayer 04: Hradecky – L. Bender (78. Wendell), Tah, S. Bender, Jedvaj (66. Weiser) – Baumgartlinger, Aránguiz (66. Alario) - Bellarabi, Havertz, Brandt - Volland
VfB Stuttgart: Zieler - Beck, Pavard, Kempf, Insua - Aogo (81. Akolo) - Maffeo (46. Thommy), Ascacibar, Gentner (81. Castro), Gonzalez - Gomez
Tore: 1:0 Volland (76.), 2:0 Volland (83.)
Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)
Gelbe Karten: Jedvaj, S. Bender, L. Bender - Gentner, Maffeo, Kempf
Zuschauer: 24.632

Werkself-TV zeigt die Pressekonferenz nach dem 4:3-Sieg beim 1. FSV Mainz 05 am 5. Bundesliga-Spieltag 2026/27 mit den beiden Cheftrainern Carles Martínez und Urs Fischer...
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Wie bereits beim vergangenen Gastauftritt in Rheinhessen lieferten sich Bayer 04 und der 1. FSV Mainz 05 auch am 5. Spieltag der laufenden Bundesligasaison ein turbulentes Duell. Und erneut behielt die Werkself den längeren Atem. Die frühe Zwei-Tore-Führung durch Robert Andrich (5.) und Patrik Schick (9.) hatten die Hausherren noch vor dem Pausenpfiff durch einen Doppelpack von Anthony Caci (33., 42.) ausgeglichen. Auf die beiden Treffer von Jarell Quansah (55.) und Moussa Diaby (65.) fanden die 05er lange keine Antwort mehr. Bis auf den späten Anschlusstreffer von Benedict Hollerbach (90.+2) ließ Schwarz-Rot kaum noch Offensivaktionen der Mainzer zu und feierte so den ersten Auswärtserfolg in dieser Saison.
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Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele von Bayer 04 in der Saison 2026/27.
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Sechster Sieg im sechsten Spiel: Die U19 von Bayer 04 weist nach dem 3:1 (2:1) gegen Alemannia Aachen am 7. Spieltag der Vorrunde in der DFB-Nachwuchsliga weiterhin eine makellose Bilanz auf und bleibt souveräner Tabellenführer in Gruppe G. Für die Leverkusener traf Gabriel Minutillo im Ulrich-Haberland-Stadion zunächst zweimal per Elfmeter. Im zweiten Durchgang legte Torjäger Aleksa Damjanovic den dritten Treffer für Schwarz-Rot nach.
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