
„Solche Spiele machen einfach Spaß. Wir sind heute der verdiente Sieger und im Laufe der Partie immer besser geworden“, freute sich der überragende Julian Brandt nach dem Abpfiff. Kai Havertz meinte: „Ich habe den Ball beim 1:1 gar nicht hundertprozentig getroffen, aber das war egal, Hauptsache, er ging rein. Wir haben über 90 Minuten einen richtig guten Auftritt hingelegt. Man hat auf dem Platz gemerkt, dass heute für die Leipziger nicht viel möglich war.“
Heiko Herrlich hatte sein Team im Vergleich zum Augsburg-Spiel auf zwei Positionen verändert. Für Panos Retsos rückte der wiedergenesene Kapitän Lars Bender in die Mannschaft. Anstelle von Dominik Kohr kam Kai Havertz zum Einsatz. Taktisch setzte der Bayer 04-Cheftrainer auf ein 3-4-3-System.
Von Anfang an boten beide Teams Vollgas-Fußball. Der Werkself gehörten die ersten Minuten des Spiels. Bei einem frühen Leverkusener Konter verhinderten die Leipziger im letzten Moment das Abspiel von Kevin Volland auf den mitgelaufenen Julian Brandt (2.), kurz darauf besaß Julian Baumgartlinger die erste richtig gute Möglichkeit, als er auf Kopfballvorlage von Jonathan Tah ebenfalls per Kopf RB-Keeper Gulacsi zu einem Reflex zwang (4.). Bei einem weiteren Konter über links brachte Brandt den finalen Pass nicht an den Mann (8.). Die Schwarz-Roten waren gleich auf Betriebstemperatur, setzten die Gastgeber früh unter Druck.
Aber auch Leipzig setzte offensiv zunehmend mehr Akzente. Werners Schuss blockte Tah zur Ecke (10.), Keita zog mit links aus 16 Metern ab (15.). Zwei Minuten später zielte Marcel Sabitzer genauer als sein Mannschaftskollege und schoss auf Vorlage von Poulsen von der Strafraumgrenze zur 1:0-Führung für die Leipziger ein (17.). Zu allem Überfluss musste Sven Bender unmittelbar nach dem Rückstand angeschlagen vom Platz. Er war mit dem linken Fuß umgeknickt. Für ihn kam Panos Retsos ins Spiel, der die rechte Abwehrseite übernahm, während Tah in die Mitte rückte.
Bayer 04 zeigte sich nach dem 0:1 kein bisschen geschockt und ging auf den Ausgleich. Brandt verpasste eine Hereingabe von Havertz nur haarscharf (27.), wenig später stürmte der Nationalspieler auf Gulacsi zu, der den Außenrist-Schuss von Brandt aber per Fußabwehr entschärfen konnte (31.). Ein Riesending!
Es war ein extrem hohes Tempo im Spiel. Leipzig besaß durch Distanzschüsse von Forsberg (34.), Kampl (35.) und Sabitzer (37.) weitere Möglichkeiten. Gut, dass Tah bei einem Angriff der Gastgeber vor dem einschussbereiten Poulsen im letzten Moment zur Ecke klären konnte (44.). Kurz vor der Pause dann der hoch verdiente Ausgleich für die Werkself nach einem Hochgeschwindigkeits-Konter: Auf Zuspiel von Lars Bender ging Bailey über rechts auf und davon, hatte den Blick für den mitgelaufenen Kai Havertz, der den Ball volley mit links aus 16 Metern in die Maschen schoss (45.). Das war ganz stark gemacht und die Krönung einer hochklassigen ersten Halbzeit beider Teams. „Ich bin begeistert von diesem Spiel, das war Werbung für die Bundesliga“, schwärmte Matthias Sammer bei Eurosport.
Und intensiv ging es in der zweiten Halbzeit weiter. Erst beharkten sich Forsberg und Aránguiz mit harten Bandagen im Strafraum, Forsberg ging zu Boden, forderte Elfmeter, aber Schiedsrichter Aytekin entschied auf Abstoß für Leverkusen. Dann ging es auf der Gegenseite blitzschnell, den Abschlag von Leno verlängerte Havertz auf Volland, der bediente Brandt am Strafraum, und die Nummer 10 der Werkself fackelte nicht lange und schoss flach ins rechte Eck zur 2:1-Führung für die Gäste (51.). Und Bayer 04 ließ nicht locker. Erst verpasste Bailey nur knapp eine Hereingabe von Brandt (55.), dann stand Panos Retsos nach einem Freistoß des überragenden deutschen Nationalspielers goldrichtig und schoss trocken aus sechs Metern zum 3:1 für die Werkself ein. Es war der erste Bundesligatreffer des Griechen (56.). Dieser Doppelschlag der Schwarz-Roten zeigte Wirkung bei den Gastgebern. Bei der Werkself hingegen lief’s wie am Schnürchen. Nur die zweite verletzungsbedingte Auswechslung des Abends auf Leverkusener Seite trübte ein wenig die Freude. Für Wendell, der bei einem Zweikampf umgeknickt war, kam Benny Henrichs aufs Feld.
Und der war kaum auf dem Platz, da durfte er mit seinen Kollegen den vierten Treffer bejubeln. Wieder einmal war der nicht aufzuhaltende Brandt über rechts in den Strafraum eingedrungen, bediente Volland maßgenau und der Stürmer sorgte mit dem 4:1 für die Entscheidung in diesem Spiel (69.). Für Volland war es sein elftes Saisontor und der 50. Bundesligatreffer seiner Karriere.
In der Schlussphase durfte sich Bernd Leno noch zweimal auszeichnen. Mit vollem Risiko warf sich die Nummer 1 der Werkself erst in einen Zweikampf mit Keita (75.), dann reagierte er mit einem bärenstarken Reflex bei einem Schuss von Ilsanker (84.). Zwischendurch hatte Benny Henrichs noch das 5:1 auf dem Fuß, aber auch Leipzigs Keeper Gulacsi zeigte in dieser Szene seine Klasse (79.). Es blieb schließlich beim am Ende deutlichen 4:1-Sieg der Werkself, die damit zum Ausklang des 29. Spieltages wieder auf den vierten Tabellenplatz vorrückte. Es war im Übrigen der erste Dreier von Bayer 04 gegen RB Leipzig im vierten Aufeinandertreffen.
Am kommenden Samstag, 14. April, empfängt die Werkself am 30. Bundesliga-Spieltag Eintracht Frankfurt in der BayArena. Die Partie wird um 15.30 Uhr angepfiffen.
Die Statistik:
RB Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Orban, Upamecano, Bernardo - Kampl, Keita (76., Ilsanker) - Sabitzer, Forsberg - Poulsen (56. Bruma), Werner (69. Lookman)
Bayer 04: Leno – Tah, S. Bender (19. Retsos), Wendell (63. Henrichs) – L. Bender (68. Jedvaj), Baumgartlinger, Aránguiz, Bailey – Brandt, Volland, Havertz
Tore: 1:0 Sabitzer (17.), 1:1 Havertz (45.), 1:2 Brandt (51.), 1:3 Retsos (56.), 1:4 Volland (69.)
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
Gelbe Karten: -
Zuschauer: 35.617

In der „Golden Boy Top 100“ werden traditionell die vielversprechendsten Talente Europas gelistet. Bei dem jüngst veröffentlichten Update anlässlich des Saisonwechsels sind – neben Leihgabe Francis Onyeka – gleich vier aktuelle Werkself-Profis dabei. Damit stellt Bayer 04 von allen Bundesligisten die meisten Spieler in diesem Ranking.
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Letzte Chance für die Bayer 04-Konsolenprofis, am „Esports World Cup 2026“ teilzunehmen. Beim „FC Pro Last Chance Qualifier“ in Paris kämpfen Sean Landwehr und Keanu Senkbeil gegen über 1000 andere Gamer um je einen der 14 begehrten Plätze für die nächste Qualifikationsphase zur virtuellen Einzel-Weltmeisterschaft. Zudem wartet bereits bei diesem hochkarätigen Vorentscheid ein Preisgeld-Pool von 244.000 US-Dollar auf die besten Spieler.
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Torhüterin Rafaela Borggräfe bleibt den Bayer 04-Frauen in der neuen Saison erhalten. Im Interview mit Werkself-TV spricht die 25-Jährige über die Gründe für ihre erneute Leihe vom FC Liverpool, über die vergangene Rückrunde und über ihre Ziele mit der neuformierten Mannschaft.
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Torhüterin Rafaela Borggräfe wird auch in der kommenden Saison für Bayer 04 Leverkusen auflaufen. Die Leihe der deutschen U23-Nationalspielerin, die im Winter vom FC Liverpool gekommen war, wurde um ein weiteres Jahr verlängert.
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