
Sven Bender erlitt nach knapp einer Stunde in einem Zweikampf einen Schlag auf’s rechte Sprunggelenk. Noch auf dem Platz erhielt er einen kühlenden Verband, ehe er im Physio-Mobil zur Kabine gebracht wurde. Nach Auskunft der medizinischen Abteilung soll es sich beim 29-jährigen Innenverteidiger um keine folgenschwere Verletzung handeln. Und auch Heiko Herrlich hofft für Samstag auf einen Einsatz seiner Nummer 5. Auch Keeper Thorsten Kirschbaum hatte die Einheit nach rund 30 Minuten aufgrund von Oberschenkel-Beschwerden vorzeitig beenden müssen. Wie weitere Untersuchungen im Laufe des Nachmittags ergaben, zog sich der 31-jährige Franke einen Muskelhüllenriss im rechten Oberschenkel zu und wird der Werkself rund zwei Wochen lang nicht zur Verfügung stehen.
Lars Bender und Kai Havertz hatten den Weg nach draußen am Mittwoch erst gar nicht gemacht. Der Kapitän war bei der gestrigen Nachmittagseinheit umgeknickt und absolvierte eine individuelle Einheit in den Athletikräumen der BayArena. Ebenso wie Youngster Havertz, der vom Trainerteam als Vorsichtsmaßnahme ein wenig Schonung verordnet bekam. „Kai ist erst 19 Jahre alt, er war in der Vorbereitung bei allen Einheiten dabei und hat auch zuletzt wieder viele Spiele gemacht – da steht es einfach in meiner Verantwortung ihn nach solchen extremen Belastungen wie zum Beispiel am gestrigen Trainingstag auch immer mal wieder rauszuziehen, damit wir ihn nicht überbelasten“, erklärte Herrlich und ergänzte: „Theoretisch hätte er heute komplett mitmachen können.“ Bei Lars Bender sei die Lage hingegen angespannter, dennoch betonte der Werkself-Chefcoach, dass er für das Gladbach-Spiel am Samstag nach heutigem Kenntnisstand mit seiner Nummer 8 plane.
Optimismus herrscht unterdessen in der Personale Charles Aránguiz – insbesondere nach dem bitteren Ausfall von Julian Baumgartlinger (Innenband-Anriss im Knie). „Charly macht einen super Eindruck, bei ihm geht’s aktuell in Quantensprüngen voran“, lobte Herrlich den Zustand des 29-jährigen Chilenen, der in den vergangenen Wochen aufgrund von Knie-Beschwerden zum Kürzertreten gezwungen war. Dass Aránguiz schon am Samstag zum Einsatz kommt, ist dennoch eher unwahrscheinlich.
Trotz der vielen Verletzungen und Wehwehchen blickt Herrlich dem Liga-Start gelassen entgegen. „Wir haben noch immer unheimlich viele überragende Spieler und Qualität auf dem Platz. Ich bin mir sicher, dass wir alle Ausfälle kompensieren können“, so Herrlich, der vor dem Liga-Auftakt noch zwei Trainings-Einheiten angesetzt hat – beide unter Ausschluss der Öffentlichkeit.


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