
Facundo Medinas Geschichte begann weit entfernt von den großen Fußballbühnen. Geboren ist der Argentinier in Villa Fiorito, einem Problemviertel im Süden der Hauptstadt Buenos Aires. Dort, wo einst auch die argentinische Fußball-Ikone Diego Maradona aufwuchs, träumte der heute 27-Jährige früh vom Profidasein. Fußballerisch ausgebildet wurde Medina bei River Plate, wo er sämtliche Jugendteams durchlief und später auch gemeinsam mit Werkself-Profi Exequiel Palacios für die Zweitvertretung des argentinischen Rekordmeisters spielte.
Während Palacios 2017 zu den Profis hochgezogen wurde, wechselte Medina ein Jahr später zu CA Talleres. Bei dem Liga-Konkurrenten feierte er sein Profidebüt, wurde Stammspieler – und schaffte schließlich wie einst Ex-Leverkusener Piero Hincapie von Talleres aus den Sprung nach Europa.
Die erste Station auf dem für ihn völlig neuen Kontinent war der RC Lens, zu dem Medina 2020 im Alter von 21 Jahren wechselte. Der Klub war gerade erst in die Ligue 1 zurückgekehrt und holte den Argentinier nach Frankreich. Dort warteten auf ihn nicht nur eine neue Sprache und ein neues Land, sondern auch die nächste Bewährungsprobe. An seiner Seite: Ein gewisser Loïc Badé, den Lens ebenfalls im Zuge der Ligue 1-Rückkehr verpflichtet hatte. Neben Badé in der Dreierkette avancierte Medina schnell zu einem wichtigen Bestandteil des Teams. Im Verbund halfen sie, den Klub wieder dauerhaft in Frankreichs höchster Spielklasse zu etablieren.
Ganze fünf Jahre lief Medina im Trikot der Nordfranzosen auf, feierte in dieser Zeit unter anderem auch sein Debüt in der UEFA Champions League. 2025 zog es ihn weiter südlich zu Olympique Marseille – zu dem Klub, von dem Bayer 04 vor Medina bis heute nur einen gewissen Rudi Völler verpflichtet hatte.

In Marseille sammelte der 1,84 Meter große Verteidiger weitere wertvolle Erfahrung, lief vergangene Saison erneut in der Königsklasse auf und traf dort unter anderem auf Real Madrid und den FC Liverpool um Ex-Bayer 04-Profi Florian Wirtz. In seinen fünf Jahren in Frankreich absolvierte Medina insgesamt über 200 Pflichtspiele für Lens und Marseille.
In diesem Sommer feierte der Verteidiger dann das nächste Highlight seiner Karriere: Mit Weggefährte Palacios gehörte er zum argentinischen Aufgebot für die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada. Fünf der acht Partien absolvierte Medina, drei davon in der Startelf. Auch im Finale kam er zum Einsatz. Beim 2:0-Sieg gegen Österreich in der Gruppenphase hatte der Verteidiger zudem den Assist für Lionel Messis 1:0-Treffer gegeben.

Die WM als Höhepunkt seiner bisherigen Karriere - und gleichzeitig als Beginn eines neuen Kapitels. Denn zwischen den WM-Partien blieb Zeit für Gespräche. Für Gespräche, in denen Palacios, seit 2020 in Leverkusen, Bayer 04 offenbar bestens anzupreisen wusste. „Bei der WM in Nordamerika hat mir Exequiel Palacios viel über den Klub erzählt und Leverkusen in den höchsten Tönen gelobt“, verriet Medina im Zuge seiner Vertragsunterschrift. „Pala ist schon so lange hier und hat tolle Erfolge gefeiert – das möchte auch ich mit Bayer 04 erleben.“ Wenige Wochen später ist aus dem Austausch unter ehemaligen River-Plate-Kollegen Realität geworden. Medina hat den Schritt von der südfranzösischen Mittelmeerküste ins Rheinland gewagt.
Auch abseits von Palacios sollte es dem 27-Jährigen im Übrigen an bekannten Gesichtern in seinem neuen Umfeld nicht mangeln. Neben seinem argentinischen Landsmann und dem bereits angesprochenen Badé kennt Medina auch Trainer Carles Martínez sowie Afonso Moreira, Eliesse Ben Seghir, Martin Terrier und Jeanuel Belocian allesamt aus seiner Zeit in Frankreich. Und 2024 hatte der Argentinier sogar auf direktem Wege mit Bayer 04 Bekanntschaft gemacht: Beim 2:2 im Test in Lens im Zuge der Saisonvorbereitung stand Medina Edmond Tapsoba, Patrik Schick, Robert Andrich, Aleix Garcia und einigen weiteren aktuellen Werkself-Profis gegenüber. Nun wird der Verteidiger mit ihnen erstmals Seite an Seite um Punkte und Trophäen kämpfen. Der Weg, der einst in Villa Fiorito begann, hat Medina inzwischen weit geführt. Bis ins WM-Finale – und schließlich unters Bayer-Kreuz…

Im vorletzten Testspiel der Saisonvorbereitung 2026/27 tritt die Werkself beim Premier-League-Klub Nottingham Forest an. Anpfiff ist am Mittwoch, 12. August, um 19.45 Uhr Ortszeit (20.45 Uhr deutscher Zeit). Die Bayer 04-Fanbetreuung hat vorab alle Infos zur Partie im City Ground, die der Werksklub exklusiv für Mitglieder überträgt, zusammengefasst.
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Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele der Werkself in der Saison 2026/27.
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Bayer 04 präsentiert das neue Ausweichtrikot für die Saison 2026/27. Das von Ausrüster New Balance entwickelte Design verbindet die Farben der Stadt mit Symbolen, die Leverkusen und Bayer 04 seit Generationen prägen.
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