
Es war der wohl bewegendste Moment unter vielen beim Besuch von Rudi Völler und Simon Rolfes in der „Casa de Cuna“ (zu Deutsch: Das Wiegenhaus): Auf dem Innenhof des Schulbereichs, zwischen zwei Fußballtoren, bunten Spielhäusern und Rutschen, ergriff unter anderem José Antonio de Nuñes Vera das Wort und bedankte sich unter Tränen für die Unterstützung aus Deutschland. Der 77-Jährige ist nicht nur der Präsident des Waisenhauses von Querétaro, sondern kümmert sich als Kinderarzt zusätzlich bis heute um das gesundheitliche Wohl der Kinder.
Bereits seit Jahrzehnten ist Völler als Botschafter der Egidius-Braun-Stiftung tätig. Seinen ersten Besuch stattete der heute 62-Jährige dem Waisenhaus im Jahr 1986 ab – damals noch als deutscher Nationalspieler. Kurz vor der WM kam eine kleine Delegation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Rahmen der Weltmeisterschaft in Mexiko nach Querétaro. Mit dabei waren neben Völler auch der damalige Delegationsleiter Egidius Braun, Teamchef Franz Beckenbauer sowie Torwart Toni Schumacher. „Natürlich gehen mir die Bilder von früher direkt durch den Kopf, wenn ich hier reinkomme. Damals haben wir gesehen, dass hier viel Hilfe nötig ist und wollten direkt anpacken“, sagte Völler unmittelbar nach der Ankunft im Waisenhaus. „Umso schöner ist es zu sehen, was sich hier in den letzten 36 Jahren getan hat. Ich bin sehr angetan von der Arbeit hier vor Ort und danke zugleich auch den Menschen, die außerhalb dieser Stätte viel für das Wohl der Kinder getan haben.“

Der scheidende Sport-Geschäftsführer des Werksklubs hat bei dem über zweistündigen Besuch auch die eine oder andere Person von 1986 wiedergetroffen – so unter anderem den früheren Generalkonsul Christoph Bauer, der die kleine Bayer 04-Delegation wie alle weiteren Anwesenden mit offenen Armen empfangen hatte.
Völler und Rolfes überreichten den Verantwortlichen des Waisenhauses im Namen von Bayer 04 einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro. Sportdirektor Rolfes, der wie Völler ebenfalls Mitglied des Kuratoriums der Egidius-Braun-Stiftung ist: „Die große Dankbarkeit für die Unterstützung ist jedem Einzelnen hier absolut anzumerken. Ich werde mit meinen Kolleginnen und Kollegen in den nächsten Jahren natürlich alles dafür tun, das weiter fortzuführen, was Rudi hier mit viel Engagement und Herzblut über all die Jahre aufgebaut hat.“





Im Anschluss an den offiziellen Teil des Besuchs verteilten die Leverkusener Sportverantwortlichen kleine Brian the Lion-Kuscheltiere an die knapp 40 Kinder. Zudem überreichten Völler und Rolfes einen Kickertisch im Bayer 04-Look, den sie mit den Kids gleich austesteten.
Zum Abschluss erhielt die Bayer 04-Delegation noch eine Führung durch die Räumlichkeiten des Waisenhauses, das jeweils in einen Schul- sowie einen Wohnbereich unterteilt ist. Im Schlafsaal der jüngsten Kinder begegneten Völler und Rolfes auch einem kleinen Mädchen auf dem Arm einer liebevollen Mitarbeiterin des Waisenhauses. Das Kind war erst zwei Tage zuvor in die Einrichtung gekommen und wird künftig im Waisenhaus von Querétaro ein warmherziges Zuhause haben – auch und vor allem dank der langjährigen Unterstützung von Personen wie Egidius Braun und Rudi Völler…

Erster Härtetest für das älteste Leverkusener Nachwuchs-Team: Beim Indeland-U19-Elite-Cup in Eschweiler trifft die U19 in ihren ersten Partien unter Neu-Chefcoach Patrick Greveraars gleich auf die besten Junioren-Teams der Region. Den ersten Test absolviert auch die U17 gegen den VfL Wolfsburg. Und an den neu eröffneten Future-Kids-Standorten Büderich und Wuppertal feiern die jüngsten Bayer 04-Kicker Premiere. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
Mehr zeigen
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Bayer 04 Leverkusen wegen des Abbrennens pyrotechnischer Gegenstände durch Zuschauer bei insgesamt fünf Pflichtspielen mit einer Geldstrafe in Höhe von 185.000 Euro belegt. Betroffen sind vier Bundesliga-Partien sowie das DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern München. Die höchste Einzelstrafe entfällt auf das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln Ende April.
Mehr zeigen
Mit großen Ambitionen wechselt Mittelfeldspielerin Lumbardha Misini vom Schweizer Meister Servette FCCF zur Werkself. In ihrem ersten Interview in Leverkusen spricht die 23-Jährige unter anderem über ihre Sprachkenntnisse, die Ziele mit ihrem neuen Klub und erklärt, warum sie sich ausgerechnet für Bayer 04 entschieden hat.
Mehr zeigen
Verstärkung für das zentrale Mittelfeld der Bayer 04-Frauen: Vom Schweizer Meister Servette FCCF wechselt die kosovarische Nationalspielerin Lumbardha Misini zur Werkself. Die 23-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029.
Mehr zeigen