
Erst am Dienstag schlugen die Sandhäuser den frischgebackenen Premier-League-Aufsteiger Huddersfield Town um den deutschen Trainer David Wagner in einem Freundschaftsspiel vor heimischer Kulisse mit 3:2. Die Partie gegen Bayer 04 ist für den SVS nun der letzte Test, bevor die Mannschaft eine Woche später gegen Aufsteiger Holstein Kiel in ihre bereits sechste Zweitliga-Saison startet – der Lohn einer stetigen Entwicklung im Verein.
Zwischen 1978 und 2007 spielte der Klub aus der Kleinstadt vor den Toren Heidelbergs – abgesehen von einer Saison in der Regionalliga – durchgängig in der Oberliga Baden-Württemberg und belegt mit 28 Jahren Ligazugehörigkeit den ersten Platz der ewigen Tabelle dieser Spielklasse. Zudem holte der SVS in diesem Zeitraum zweimal die deutsche Amateurmeisterschaft und erreichte 1986 das Viertelfinale des DFB-Pokals.
Mit dem Aufstieg in die Regionalliga Süd 2007 legte Sandhausen den Grundstein, sich auch im deutschen Profifußball einen Namen zu machen. Ein Jahr später gelang die Qualifikation für die neugegründete 3. Liga, 2012 erfolgte der Aufstieg in die Zweitklassigkeit. Trotz vergleichsweise begrenzter Mittel und der niedrigsten Mitgliederzahl der 2. Bundesliga konnte sich der SVS ein ums andere Jahr den Klassenerhalt sichern. 2016 übernahm Kenan Kocak den Trainerposten vom zum 1. FC Nürnberg abgewanderten Alois Schwartz und führte Sandhausen in seiner ersten Saison auf Rang zehn – die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. In der neuen Saison coacht der 36-Jährige die Schwarz-Weißen als jüngster Trainer im Unterhaus.
Wiedersehen mit "Richy", Erik und Leart
Pflichtspiele zwischen Sandhausen und Bayer 04 fanden bislang nicht statt, Berührungspunkte zwischen den Vereinen gibt es jedoch einige. So geht Bayer 04-Eigengewächs Richard Sukuta-Pasu seit 2016 für den SVS auf Torejagd. „Richy“ gehörte zum Leverkusener A-Junioren-Team, das 2007 die Deutsche Meisterschaft gewann sowie den Pokalsieg ein Jahr später holte, und wurde 2008 Europameister mit der deutschen U19-Nationalmannschaft. Im Profiteam der Werkself kam der Mittelstürmer in der Saison 2008/2009 zu fünf Einsätzen. In Mittelfeldmann Erik Zenga sowie Linksverteidiger Leart Paqarada stehen zwei weitere Spieler, die am Kurtekotten ausgebildet wurden, im Aufgebot der Sandhäuser.
Nach Abpfiff geht's gleich weiter
Für zwei Bayer 04-Verantwortliche kommt die Tour in die Kurpfalz einer Reise in die Heimat gleich. Manager Jonas Boldt wuchs im nur wenige Kilometer entfernten Heidelberg auf, Chefcoach Heiko Herrlich stammt aus dem nahe gelegenen Mannheim. Nach Abpfiff im BWT-Stadion geht es für die Werkself direkt weiter ins Salzburger Land, wo die Mannschaft in Zell am See/Kaprun für eine Woche ihr Trainingslager bezieht. Dort steht am Donnerstag, 27. Juli, um 18.30 Uhr das nächste Testspiel gegen Antalyaspor auf dem Plan.

Werkself-TV zeigt nach dem 4:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli am 22. Bundesliga-Spieltag die Pressekonferenz mit den beiden Trainern Kasper Hjulmand und Alexander Blessin...
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Werkself-TV zeigt den 4:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli am 22. Bundesliga-Spieltag re-live...

Am 2. Spieltag der Hauptrunde in Liga A der DFB-Nachwuchsliga lieferte sich die U19 von Bayer 04 ein spannendes Duell mit dem 1. FSV Mainz 05. Nach der frühen Führung der Leverkusener durch Emmanuel Owen (4.) drehten die Gastgeber zwischenzeitlich das Spiel, ehe Jeremiah Mensah noch vor der Pause ausgleichen konnte (36.). Nach dem Seitenwechsel sorgte Jonah Berghoff für die erneute Leverkusener Führung (73.), aber Mainz traf nur zwei Minuten später zum 3:3-Endstand.
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Gerade einmal anderthalb Wochen nach dem Viertelfinal-Erfolg im DFB-Pokal heißt der Gegner der Werkself am Karnevalssamstag, 14. Februar (Anstoß: 15.30 Uhr), erneut FC St. Pauli. Im Rahmen des 22. Bundesliga-Spieltags gastieren jedoch Kiezkicker in der BayArena, die am vergangenen Wochenende mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart ordentlich Selbstvertrauen getankt haben. Dennoch spricht die Bilanz eindeutig pro Schwarz-Rot – und das Team von Trainer Kasper Hjulmand will auch gegen optimistische Hamburger alles dafür tun, dass das so bleibt. Die Kurzpässe.
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Nach dem emotionalen 2:1-Derbysieg gegen den 1. FC Köln sprechen Carlotta Wamser und Torschützin Sofie Zdebel über die Gründe für den wichtigen Dreier. Dabei ordnet das Duo die Leistung der Mannschaft ein – und blickt auf die kommenden Karnevalstage voraus.
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