
Wer in der 89. Minute in einem Champions-League-Spiel oder bei einem Wettkampf in einem Olympischen Finale unter Druck die richtige Entscheidung treffen soll, braucht mehr als Talent, Technik und Fitness. Er oder sie muss es gewohnt sein, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen und seinen Fertigkeiten und seiner Intuition zu vertrauen. Zu einer optimalen Vorbereitung auf eine mögliche Sportkarriere gehört darum auch die kontinuierliche Entwicklung der schulischen, sozialen und charakterlichen Fähigkeiten der jungen Sportlerinnen und Sportler. Dafür schaffen Bayer 04 Leverkusen und der TSV Bayer 04 Leverkusen einen außergewöhnlichen Ort. 36 junge Sportlerinnen und Sportler zwischen 14 und 18 Jahren leben und lernen künftig gemeinsam unter einem Dach. Darunter sind junge Fußballer, aber auch Jugendliche aus anderen Mannschaftssportarten, der Leichtathletik, Judo, Fechten und des Parasports. Sie werden in Wohngruppen und von Pädagogen betreut zusammenleben. Skills wie Leistungsbereitschaft, Motivation und Durchhaltevermögen gehören zum Erziehungs- und Lernprozess. Dazu kommen die Vermittlung sozialer Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Respekt und Zuverlässigkeit sowie die Bereitschaft Neues zu probieren und Kritik anzunehmen.
Das Haus der Talente ist wie der Bayer 04-Campus, der in Monheim geplant ist, ein wichtiger Bestandteil der Gesamtstrategie von Bayer 04 Leverkusen für mittel- und langfristigen Erfolg. Die Einrichtung entsteht zwischen der Kita Löwenburg und der Elisabeth-Langgässer-Straße in Leverkusen. Sie liegt im Grünen und gleichzeitig in der Nähe der Innenstadt und damit nah an den Partnerschulen und an diversen Sportstätten. Denn die jungen Sportlerinnen und Sportler sollen möglichst mit Rad und Bussen zur Schule und zum Training kommen können. Ein mit dem Jugendamt abgestimmtes Konzept ermöglicht eine zielgerichtete Förderung. Als feste Bezugsperson gibt es in jeder Wohngruppe Betreuer, die in allen Themen jenseits des Sports Ansprechpartner für die Jugendlichen sind. Sie stehen im engen Austausch mit den Trainern, den Eltern und dem Jugendamt. Der sportartübergreifende Austausch der Spitzenathleten ist Teil des pädagogischen Konzepts. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben im Haus der Talente wie in einer Familie Aufgaben im Haushalt zu erfüllen.




Das Haus der Talente, das Architekt Bernd Oxen plant und umsetzt, ist ein nachhaltiger Holzbau mit viel Grün, der sich gut in die Umgebung einfügt. Die Wohnbereiche haben eine grüne Fassade, für die Rankhilfen an Holzstelen sorgen. Die Dächer sind begrünt und haben eine Photovoltaik-Anlage, eine Wärmepumpe sorgt für Heizung und Warmwasser. Das Regenwasser versickert komplett auf dem Grundstück über Mulden. In den Außenanlagen gibt es vor allem heimische Gehölze.
Mit den künftigen Nachbarn des Hauses der Talente steht Bayer 04 seit fast drei Jahren in engem Austausch. Die Verantwortlichen haben ihnen ihre Ideen und Pläne in einem frühen Stadium präsentiert, um die Anregungen mit in die Planungen einbeziehen zu können. Bei fünf Bürgerversammlungen wurde sich konstruktiv, offen und detailliert ausgetauscht.
Nach dem Satzungsbeschluss des Rates der Stadt Leverkusen für das Bauleitplanverfahren hat die Stadtverwaltung inzwischen die Baugenehmigung erteilt. Die eigentliche Bauphase wird etwa ein Jahr dauern. Bei optimalem Verlauf können die jungen Sportlerinnen und Sportler im Sommer 2027 einziehen.
36 junge Sportlerinnen und Sportler
9102 Quadratmeter Grundstück
1579 Quadratmeter Nutzfläche
15 Quadratmeter pro Einzelzimmer
21 Parkplätze für Fahrräder
Simon Rolfes, Geschäftsführer Sport Bayer 04 Leverkusen: „Der Wettbewerb um die größten Talente im modernen Spitzenfußball ist sehr hart. Das Haus der Talente bietet uns einen sowohl inhaltlich als auch infrastrukturell wichtigen Vorteil gegenüber anderen Vereinen. Denn das Konzept ist in dieser Form einzigartig und erfolgversprechend. Hier können sich junge Athletinnen und Athleten, die das nötige Rüstzeug mitbringen, in einem hochmodernen und professionellen Umfeld zu Spitzensportlern entwickeln.“
Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung Bayer 04 Leverkusen: „Erfolg im Leistungssport ist kein Zufall, sondern unter anderem auch das Ergebnis von professioneller Planung und einer zeitgemäßen Infrastruktur. Das Haus der Talente ist ein wichtiges Puzzleteil innerhalb der mittel- und langfristigen Gesamtstrategie von Bayer 04. Dazu gehört auch der Campus, von dem wir hoffen, ihn bald umsetzen zu können.“
Steffi Nerius, Internatsleiterin: „Seit meinem Amtsantritt vor elf Jahren ist es mir ein besonderes Anliegen, den Standort Leverkusen zu stärken und jungen Talenten optimale Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Deshalb freue ich mich, dass die Bayer 04 Fußball GmbH und der TSV Bayer 04 Leverkusen e.V. mit dem Haus der Talente einen wichtigen Beitrag für die Zukunft leisten. Im Mittelpunkt steht die duale Karriere: Sport und schulische Ausbildung sollen Hand in Hand gehen. Mit dem Haus der Talente schaffen wir ideale Voraussetzungen, um junge Menschen sportlich, schulisch und persönlich bestmöglich auf ihren weiteren Lebensweg vorzubereiten.“
Stefan Hebbel, Oberbürgermeister Leverkusen: „Das Haus der Talente stärkt den Sportstandort Leverkusen. Wir wissen seit Jahrzehnten, wie professionell und strategisch Bayer 04 und der TSV junge Talente fördern. Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zeigt sich bei diesem Projekt und weiteren Herausforderungen – etwa dem Ausbau der A1, der die Leverkusenerinnen und Leverkusener, den Gesamtverein, Bayer 04, weitere Akteure sowie die Stadt unmittelbar betrifft. Und natürlich verbindet uns auch die Hoffnung auf die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele in unserer Stadt.“
Bernd Oxen, Architekt: „Das Haus der Talente liegt im Grünen und schließt sich an Natur und Wohnbebauung an. Das hat uns bei unserem Entwurf geleitet. Der Bau wird sich nahtlos in seine Umgebung einfügen. Dafür sorgen Ranken, die Begrünung und die Pflanzen, die wir ausgewählt haben. Bei den Räumen ist es wichtig, dass es für die jungen Sportler Rückzugsräume, aber auch Orte der Begegnung und des Miteinanders gibt, die gleichzeitig die Belange der Anwohnenden berücksichtigen.“
Anne Dannenberg, Geschäftsführerin TecArena-Plus GmbH: „Wir haben unsere künftigen Nachbarn von Anfang an in den Prozess einbezogen, sie regelmäßig nach ihrer Meinung, ihren Anregungen und auch nach ihren Bedenken gefragt. Vieles, was ihnen wichtig war, konnten wir bei unserer Planung berücksichtigen. Wir sind der Überzeugung, dass Bauen ein Prozess ist, der dann besonders gut gelingt, wenn man einander zuhört. Wir freuen uns, dass wir nach einer langen Phase der Vorbereitung nun in die Umsetzung kommen.“
Visualisierungen: oxen architekten

Beim internationalen Turnier im niederländischen Lunteren landete die U14 von Bayer 04 auf Rang elf, bevor das Team sich tags darauf in der Liga trotz der Doppelbelastung ein 1:1 gegen den SC Preußen Münster erkämpfte. Dank des vierten Sieges hintereinander steht die U13 weiterhin auf Rang drei und hat im Meisterschaftsrennen alle Trümpfe in der Hand. Und die U12-Juniorinnen präsentierten sich ebenfalls in Top-Form und besiegten den Tabellendritten. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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