Der Torjäger mit der Nase und dem Näschen

Nicht nur Bayer 04 – auch Lucas Alario musste viel Geduld aufbringen, ehe er endlich für seinen neuen Verein auflaufen konnte. Nachdem sein Ex-Klub River Plate die Ablösezahlung nicht akzeptiert und dem 24-jährigen Argentinier dadurch die Spielberechtigung verweigert hatte, wurde per Eilverfahren die FIFA eingeschaltet. Der Fußballweltverband gab am Donnerstagabend grünes Licht, was gleichzeitig ein Ende der 20-tägigen Wartezeit bedeutete. Am Sonntag, beim 3:0 gegen den Hamburger SV, gab der Stürmer sein Debüt für die Werkself. Drei Tage später nahm sich die neue Nummer 13 Zeit, um sich den Fragen der Journalisten zu stellen.
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Dabei äußerte sich der Neuzugang…

 …zu seinem Debüt gegen den HSV und seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0: „Ich bin sehr glücklich, dass ich nach den Wochen der Unsicherheit am Sonntag endlich für Bayer 04 spielen konnte. Natürlich freut es mich, dass es mir gleich im ersten Spiel gelungen ist, ein Tor zu erzielen. Noch wichtiger ist für mich aber, dass die Mannschaft zu Hause gewinnen und drei wichtige Punkte einfahren konnte.“

 …zum Transfer-Hickhack: „Es war mein Ziel, hier in Leverkusen zu spielen und ich bin froh, dass es nun auch endlich so weit ist. In den vergangenen Wochen ist über diesen Fall vieles gesagt und geschrieben worden – dabei hatte leider nicht immer alles mit Fußball zu tun. Ich bin sehr erleichtert, dass das nun vorbei ist und ich die Mannschaft auch bei Pflichtspielen unterstützen kann. Das ist für mich das Wichtigste.“

 …zum möglichen mangelnden Spielrhythmus wegen der fehlenden Spielgenehmigung: „Ich liebe es einfach, Fußball zu spielen. In den letzten Wochen ist mir vieles durch den Kopf gegangen. In solchen Phasen ist es natürlich besser, wenn man sich mit Wettbewerben ablenken kann. Das war nicht einfach. Ich glaube aber nicht, dass ich aus dem Rhythmus gekommen bin. Auch weil ich in den letzten Wochen meinen Fokus voll aufs Training gelegt und intensiv an mir gearbeitet habe.“

 …zur deutschen Sprache: „Ich versuche jeden Tag, die deutsche Sprache zu lernen. Das ist mir wichtig für die Integration und natürlich auch, damit ich schnellstmöglich auf und neben dem Platz mit meinen Mitspielern sprechen kann. Meine Mannschaftskollegen unterstützen mich bislang aber super, dafür bin ich sehr dankbar. Sie haben dazu beigetragen, dass ich mich hier von Anfang an wohlgefühlt habe.“

 …zur Stimmung in der BayArena gegen den HSV: „Jeder weiß natürlich, dass der argentinische Fußballfan sehr leidenschaftlich ist. Aber auch unsere Fans haben uns am Sonntag gegen den HSV das ganze Spiel über lautstark unterstützt. Zum Glück konnten wir uns dafür mit einem Sieg bedanken. Mir hat es gefallen, dass sich die Fans sehr geduldig gezeigt haben.“

 …zu seinem Spitznamen „El Pipa“: „Einer meiner Jugendtrainer beim Club Atletico Colon in Santa Fe hat mir damals diesen Spitznamen gegeben und später wurde ich auch bei River Plate so genannt. Ich werde so genannt, weil man der Meinung war und ist, dass ich eine große Nase habe…(lacht)“

 …zum Bundesligaspiel gegen Schalke 04 am Freitag: „Das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns. Wir wollen da weiter machen, wo wir am Wochenende aufgehört haben und auswärts drei Punkte holen, damit wir in der Tabelle weiter nach oben klettern.“

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