
Bayer 04 ist stolz darauf, dass der ehemalige Weltklasse-Stürmer schon seit 1994 dem Klub angehört und in den vergangenen 28 Jahren eine starke Bindung zu Leverkusen aufgebaut hat. Anlässlich des bevorstehenden Abschieds schildern fünf Weggefährten, was Rudi Völler für die Werkself geleistet und welche Bedeutung er für Bayer 04 erlangt hat.
Peter Hermann, der letzte Trainer seiner Profi-Laufbahn, erzählt, wie er Rudi Völler als Spieler erlebte:
„Zwei Spiele von Rudi für Bayer 04 werde ich nie vergessen: sein erstes und sein letztes. Als er bei seiner Premiere in der BayArena gegen Eintracht Frankfurt in letzter Minute mit dem Kopf zum 4:0-Endstand traf, erhob sich das ganze Stadion und applaudierte. Ein Gänsehautmoment. Zuvor hatte Bernd Schuster mit einem Schuss von der Mittellinie das 1:0 erzielt und war dann jubelnd in Richtung Bank gelaufen, um Rudi zu umarmen, der zu dem Zeitpunkt noch draußen saß. Der hatte ihm vor dem Spiel den Tipp gegeben, es gegen Frankfurts Keeper Andy Köpke doch ruhig mal aus großer Distanz zu probieren, weil der immer recht weit vor seinem Kasten stand.

Ich kann mich noch gut an Rudis erste Trainingseinheiten bei uns erinnern. Stepi (Dragoslav Stepanovic, damaliger Chefcoach) hat die Mannschaft immer erst zwei Runden à zwei Kilometer an der Dhünn laufen lassen. Rudi schaute mich nur fragend an und sagte: ‚Es kann doch nicht sein, dass ihr das vor jedem Training macht.‘ Damit keine Missverständnisse aufkommen: Rudi war trotz seiner 34 Jahre noch enorm ehrgeizig. Bei einer Schiedsrichter-Entscheidung im Training gegen ihn hat er den Ball mal voller Wut und Wucht auf die Autobahn geschossen. Das hat ansonsten – glaube ich – nur Martin Kree jemals geschafft. Der Mannschaft tat er mit seiner Schlitzohrigkeit sehr gut, vor allem in der ersten Saison hat er mit 16 Toren und 13 Vorlagen richtig gezündet. Wir hatten damals mit Rudi, Ulf Kirsten, Andy Thom und Paulo Sergio einen Riesenangriff, der seinesgleichen suchte.
Immer in Erinnerung bleibt natürlich sein letztes Pflichtspiel als Profi-Fußballer, unser finales Drama um den Klassenerhalt 1996 gegen den 1. FC Kaiserslautern, bei dem ich die Verantwortung als Cheftrainer trug. Gar nicht auszudenken, wenn Rudi mit einem Abstieg aus der Bundesliga aufgehört hätte. Was wäre das für eine Begräbnisstimmung bei seinem Abschiedsspiel drei Tage später geworden? Es waren ja alle hier, die komplette Nationalmannschaft, auch die Kollegen von Olympique Marseille, mit denen er 1993 die Champions League gewonnen hatte. Aber so haben es alle danach im Bayer-Kasino noch richtig krachen lassen.“

Am 18. Spieltag der laufenden Bundesligasaison geht es für die Werkself in den Kraichgau zur TSG Hoffenheim. Die Partie steigt am Samstag, 17. Januar (Anstoß: 15.30 Uhr). Die Bayer 04-Fanbetreuung hat alle Infos zur Begegnung in der PreZero Arena für euch zusammengefasst.
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Vier Bayer 04-Profis sind bei der 35. Auflage des Afrika-Cup im Einsatz, die vom 21. Dezember bis zum 18. Januar 2026 in Marokko ausgetragen wird: Eliesse Ben Seghir für die Gastgeber, Edmond Tapsoba mit Burkina Faso, Ibrahim Maza für Algerien und Christian Kofane mit Kamerun. Der Ticker zu den Partien der Werkself-Akteure...
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Aufgrund der kurzfristigen Absage der Bundesliga-Partie zwischen dem Hamburger SV und der Werkself am Dienstag, 13. Januar, erstattet Bayer 04 allen 3.500 Fans, die schon nach Hamburg gereist waren, als Zeichen der Wertschätzung den Ticketpreis. Die Karten behalten für das Nachholspiel (noch nicht terminiert) ihre Gültigkeit.
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Gleich dreimal waren die schwarz-roten Legenden der Bayer 04-Traditionsmannschaft am vergangenen Wochenende im Einsatz. Unter anderem mit Stefan Kießling, Philipp Wollscheid, Sidney Sam und Karim Bellarabi trat das von Falko Götz und Jürgen Gelsdorf gecoachte Team auf Indoor-Kunstrasen-Turnieren in Oldenburg, Regensburg und Bielefeld an. Bei Letzterem zauberten sich die Leverkusener dank vierer Wollscheid-Tore sogar bis ins Finale, wo dann gegen Arminia Bielefeld Endstation war. Einsatz und Spaß waren jedoch bei allen Beteiligten wie immer titelwürdig.
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