
Viele Fragen gab es zu den Folgen des Projekts für Grün, Klima und Wildtiere, zu den Vorteilen für die Monheimer Vereine und die Stadt, zu Parkplätzen und Trainingszeiten sowie zu anderen möglichen Standorten. Projektleiterin Anne Dannenberg, Geschäftsführerin der Bayer 04-Tochter TecArena-Plus GmbH, stellte klar: Die neue Planung minimiert die Auswirkungen auf die Nachbarschaft nochmals, wertet die Grünflächen für Flora und Fauna auf und schafft zusätzlichen Mehrwert für Monheim am Rhein durch neue Arbeitsplätze, neue Freizeitangebote und neue Kooperationen mit Vereinen vor Ort.
Die Fläche gehört der Bayer AG und hat von allen geprüften Standorten die geringsten Restriktionen für Bürger, Tiere und Umwelt, wie Anne Dannenberg ausführte. „Wir haben die Kritik aus Teilen der Monheimer Politik sowie von Bürgerinnen und Bürgern ernst genommen und berücksichtigt. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere Fragen zur Größe des Projekts, zu Umwelt- und Tierschutz, möglichen Lärm- und Verkehrsbelastungen sowie zu Alternativflächen in der Region“, so die Projektleiterin. Sie erklärte noch einmal im Detail, aus welchen Gründen andere Flächen in Monheim sich nicht für das Projekt eignen. Dabei geht es zum Beispiel um die Seveso-Richtlinie und den Schutz bedrohter Tierarten.





Zum zweiten Mal hat Bayer 04 die Fläche des Campus deutlich reduziert. Ursprünglich hat der Bundesligist nach 30 Hektar gesucht. In der neuen Variante sind es nur noch 14,7 Hektar – und 10,5 statt ursprünglich 12,5 Trainingsplätze. Von den Veränderungen profitieren auch Flora und Fauna. Der Offenlandkorridor wird im Vergleich zur Ausgangsplanung deutlich breiter. Er wird von Bayer 04 angelegt und später auch gepflegt. Das Wäldchen bleibt bestehen und wird an den Offenlandkorridor angebunden. Dieser steht dann ausschließlich Tieren und Pflanzen zur Verfügung. Die Fläche wird nicht mehr wie bisher landwirtschaftlich genutzt.
Die wesentlichen Vorteile für die Stadt sind 150 neue Arbeitsplätze, Aufträge für regionale Unternehmen in der Bauphase und für den dauerhaften Betrieb und Kooperationen mit Sportvereinen und Schulen vor Ort. Eine von Bayer 04 auf eigene Kosten angelegte neue Strecke für Jogger, Hunde und Radfahrer am Rande des Campus sorgt für neuen Freizeitwert. Auch von einer Energiegenossenschaft und stabilen Strompreisen könnten die Monheimerinnen und Monheimer als Folge des Campus profitieren.







Mit dem Bayer 04 Campus will der Klub ein Zuhause schaffen für rund 250 Fußballer. Ein Teil davon sind Spieler aus der Lizenzmannschaft. Der überwiegende Teil sind junge, ambitionierte Nachwuchssportler, deren Talent unter bestmöglichen Bedingungen in Monheim am Rhein entwickelt werden soll. „Sollten wir den Campus nicht bauen können, hätte dies erhebliche Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit von Bayer 04“, so Anne Dannenberg.
Ob die Monheimer Politik den Plänen von Bayer 04 zustimmt, ist nach wie vor offen. Der zuständige Ausschuss für Klimaschutz und Stadtplanung hat das Thema am 18. Juni auf seiner Tagesordnung.
Alle Informationen zum geplanten Bayer 04 Campus gibt es HIER.

Viel los auf und neben dem Platz: Die Bayer 04-Fanbetreuung hat für das Sommer-Trainingslager 2026/27 der Werkself in Blankenhain im Weimarer Land einige Highlights für die anreisenden Fans vorbereitet. Die Anmeldung zu den Events ist ab sofort möglich. Alle Infos im Überblick.
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