
Bayer 04 hat sich in den vergangenen Jahren mit erheblichem Aufwand und mehreren konkreten Lösungsvorschlägen in den Prozess um die 50+1-Regel eingebracht. Ziel war und bleibt eine faire, praktikable und möglichst langfristige Lösung für den gesamten deutschen Profifußball, die zugleich den historisch gewachsenen Strukturen und den Interessen aller Beteiligten Rechnung trägt. Bayer 04 sieht dafür auf Basis der Stellungnahme des Bundeskartellamts einige vielversprechende Ansatzpunkte.
Der Klub wird auch weiterhin aktiv und konstruktiv an einer solchen Lösung mitarbeiten und die seit dem Jahr 2021 laufenden Gespräche mit der Bundesliga und den weiteren Beteiligten fortsetzen.
HIER geht es zur Medien-Information des Bundeskartellamtes.
Was ist passiert?
Das Bundeskartellamt (BKartA) hat seine seit 2018 dauernde Untersuchung der 50+1-Regel mit einer abschließenden Stellungnahme beendet.
Warum hat es die Regel untersucht?
Die Bundesliga-Gruppe (damals DFL) hatte das BKartA beauftragt, herauszufinden, ob die 50+1-Regel in ihrer aktuellen Form rechtssicher ist. Es ging u.a. darum, festzustellen, dass das BKartA nicht wegen kartellrechtlicher Bedenken tätig wird und ob eine Klage - bspw. eines Investors, der einen Klub übernehmen möchte - Aussicht auf Erfolg hätte.
Was ist die Stellungnahme?
Die Stellungnahme ist die Einschätzung des BKartA, ob die aktuelle Regel vor Gericht Bestand hätte und ob sie gegen Europäisches Kartellrecht und die Wettbewerbsfreiheit verstößt. Sie bedeutet auch, dass das BKartA seine Ermittlungen einstellt und die Bundesliga-Gruppe nun gefordert ist, die 50+1-Regel rechtssicher zu gestalten.
Was ist die Stellungnahme nicht?
Sie ist kein Urteil und hat – über eine Signalwirkung hinaus – zunächst keine rechtlichen Auswirkungen. Das BKartA gibt Empfehlungen ab, die Stellungnahme ist dabei eine Diskussionsgrundlage. Sie ist keine Anweisung an die Bundesliga-Gruppe, zwingend etwas an der 50+1-Regel zu ändern.
Was steht denn nun drin?
Das BKartA sieht die aktuelle Form der Regel als nicht rechtssicher an. Im Grundsatz ist die 50+1-Regel mit aktuellem Recht vereinbar, allerdings nur dann, wenn für alle Klubs dieselben Voraussetzungen gelten. Das ist momentan aus verschiedenen Gründen nicht der Fall, unter anderem, weil Bayer 04 und der VfL Wolfsburg andere Besitzerstrukturen haben als andere Klubs.
Warum lese ich überall, dass Bayer 04 etwas ändern muss?
Die Bundesliga-Gruppe will sicherstellen, dass die 50+1-Regel einer Klage standhält. Dafür müssen die Klubs im Grundsatz gleich aufgebaut sein. Besonders die Mitgliederpartizipation und die Stimmenmehrheit des Stammvereins hebt das Amt als aktuell bedeutende Unterschiede hervor. Der oberflächliche Schluss daraus ist, dass Bayer 04 und der VfL Wolfsburg ihre Struktur ändern und dann alles in Ordnung ist.
Wieso ist Bayer 04 dann gelassen und sieht sich nicht als Verlierer?
Die Bundesliga-Gruppe und die Klubs werden nun in Diskussionen einsteigen und versuchen, eine Lösung zu finden, die für alle Klubs akzeptabel ist. Durch die lange Beschäftigung mit der Thematik ist Bayer 04 sehr gut auf diese Abstimmungen vorbereitet. Viele andere Bundesligisten müssten ebenfalls an ihrer Struktur der Mitgliederbestimmung Änderungen vornehmen und sich angleichen. Zudem gibt es keinen zeitlichen Druck, da längere Übergangsfristen bereits in der Stellungnahme erwähnt werden.
Wie geht es jetzt weiter?
Es gibt mehr oder weniger drei Möglichkeiten:
Warum wird von rechtlichen Schritten gesprochen?
Bayer 04 ist eine hundertprozentige Tochter der Bayer AG. Wenn die Bundesliga-Gruppe eine Änderung der Eigentümerstruktur erzwingen will, muss die AG ihr Eigentum schützen. Dazu ist sie ihren Aktionären gegenüber verpflichtet. Klägerin wäre in diesem Fall auch die Bayer AG, nicht Bayer 04. Niemand will einen Rechtsstreit und die Erwähnung soll auch keine Drohung darstellen. Sie ist aber für die Aktionäre von Bedeutung, da sie zeigt, dass sich die Bayer AG gegen eine mögliche Enteignung wehrt.
Und wie geht es jetzt weiter?
Jetzt beginnen Gespräche. Bayer 04 wird sich mit der Bundesliga-Gruppe und den Bundesligisten treffen und Positionen und Vorschläge austauschen. Auf der nächsten Mitgliederversammlung der Bundesliga wird das Thema auf der Tagesordnung stehen und ebenfalls diskutiert werden. Wenn die verschiedenen Blickwinkel, roten Linien und notwendigen Änderungen besprochen wurden, geht es in die Kompromissfindung und an die Erarbeitung einer angepassten Bundesliga-Satzung. Wie lange das dauert, ist noch nicht abzusehen.

Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele der Werkself in der Saison 2026/27.
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Im Rahmen des 5. Bundesliga-Spieltags 2026/27 gastiert Bayer 04 beim 1. FSV Mainz 05. Die Partie steigt am Samstag, 10. Oktober (Anstoß: 15.30 Uhr), in der MEWA Arena. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Im Rahmen des 7. Bundesliga-Spieltags 2026/27 gastiert Bayer 04 bei der TSG Hoffenheim. Die Partie steigt am Sonntag, 25. Oktober (Anstoß: 15.30 Uhr), in der SNP Arena. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Die Formkurve der U17 von Bayer 04 zeigt weiter steil nach oben – und aufwärts geht es auch in der Tabelle: Auf den ersten Saisonsieg gegen die SV 07 Elversberg folgte am vergangenen Wochenende direkt der nächste Dreier gegen den SV Wehen Wiesbaden. Derweil sorgte die U15 zur Liga-Premiere bei Fortuna Düsseldorf problemlos für klare Verhältnisse – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Im Rahmen des Familienspieltags gegen RB Leipzig am Sonntag, 20. September (Anstoß: 15.30 Uhr), bietet Bayer 04 erneut einen Fantrödel-Stand in der Umgriffebene der BayArena an. Betreut durch die Abteilung Soziales heißt es dann im Bereich zwischen den Zugängen B3 und B4 im Osten des Stadions: Trödeln für den guten Zweck! Seltene, kuriose und rare Artikel unterschiedlichster Art werden gegen eine Spende an die Kinderpalliativ-Station „Zeitinsel“ abgegeben. Los geht's mit Stadionöffnung um 13.30 Uhr.
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