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13.05.2017 | Leverkusen
2:2 - Kießling und Pohjanpalo retten Punkt im Derby
Joel Pohjanpalo bejubelt seinen Treffer zum 2:2-Endstand.
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Allein schon angesichts der angespannten Tabellensituation war es ein ganz besonderes Derby. Und so avancierte das Nachbarschaftsduell mit den rheinischen Rivalen aus Köln zur wohl emotionalsten Partie der Saison. Schon vor dem letzten Heimspiel der Saison hatte ein Motivationsspalier der Werkself-Fans für Gänsehaut gesorgt. Mit Erfolg, denn Bayer 04 bot gegen Tabellensiebten eine starke Leistung: Nach einem 0:2-Rückstand kämpfte sich die Werkself zurück und kam Ende zu einem hoch verdienten 2:2, das gleichzeitig auch den sicheren Ligaverbleib bedeutete.

Trainer Tayfun Korkut hatte wie zuletzt auf Hakan Calhanoglu (CAS-Sperre), Lars Bender (Operation am Sprunggelenk) und Ömer Toprak (Bänderteilanriss im Fuß) verzichten müssen. Hinzu kam, dass vor der Partie gegen den 1. FC Köln dann auch noch Kevin Volland wegen eines Muskelfaserrisses kurzfristig ausfiel. Für ihn rückte Chicharito in die Startelf. Außerdem ersetzte der wiedergenesene Jonathan Tah in der Innenverteidigung Aleksandar Dragovic (Bank), Julian Brandt im Mittelfeld Admir Mehmedi (Bank).

Munterer Beginn

Die Werkself ließ im letzten Heimspiel der Saison von Beginn an keinen Zweifel daran, wer der Herr in der ausverkauften BayArena sein sollte. Die Gäste von der anderen Rheinseite kamen gegen eine angriffslustige Werkself nicht wirklich ins Spiel. Die Korkut-Truppe kam zu Möglichkeiten. Der agile und immer anspielbereite Stefan Kießling hatte bei seinen (Flug-)Kopfbällen Pech, dass der gut aufgelegte FC-Keeper Timo Horn parieren konnte (8., 10., 13.). 

Was nicht gelingen wollte, war ein Tor. Umso ärgerlich, dass es dann die Kölner waren, die in der 14. Minute in Führung gingen – mit ihrer ersten Chance. Milos Jojic hatte aus etwa 22 Metern flach abgezogen und davon profitiert, dass Tin Jedvaj den Ball unhaltbar für Bayer 04-Rückhalt Bernd Leno abgefälschte. Mit der Führung im Rücken ließ die Mannschaft von FC-Trainer Peter Stöger den Rheinrivalen kommen und fokussierte sich auf ihr Konterspiel. Mehr als gelegentliche Entlastungsangriffe sollten dabei allerdings nicht herauskommen.

Kießling köpft an den Pfosten

Die Begegnung wurde weiterhin von der Werkself bestimmt. Chicharito (18., 43.) konnte seine Chancen aber nicht verwerten und auch Kießling hatte Pech bei einer Doppelchance per Kopf, als er binnen weniger Sekunden erst an FC-Schlussmann Horn und dann am Pfosten scheiterte (37.). Zur Halbzeit hatte die Werkself 14 Torschüsse auf ihrem Konto und 60 Prozent Ballbesitz – ein Indiz für die schmeichelhafte Halbzeitführung der Gäste.

Auch nach dem Seitenwechsel ging es munter weiter. In der 47. Minute dribbelte sich Brandt durch die Hintermannschaft der Kölner, seinen Schuss konnte Kölns Außenverteidiger Klünter gerade noch so zur Ecke abwehren. In der Folge hatte dann Chicharito den Ausgleich auf dem Fuß, sein Schuss aus der Drehung ging allerdings über das Tor (48.). Umso bitterer, dass im Gegenzug der nächste Nackenschlag für die Werkself folgte: FC-Youngster Klünter schloss einen starken Sololauf zum 2:0 für die Kölner ab (49.).

Ausgleich binnen elf Minuten

Doch auch nach dem zweiten Gegentreffer steckte die Werkself gegen passive Kölner nicht auf. Angepeitscht vom frenetischen Publikum spielte sich Bayer 04 mit dem inzwischen eingewechselten Kevin Kampl in einen Rausch. Und belohnte sich. Nach einer Flanke von Brandt vollendete der fleißige Kießling per Kopf und verkürzte mit seinem dritten Saisontor zum 1:2 (61.). Der Anschlusstreffer wirkte wie eine Erlösung. Knapp zehn Minuten später folgte dann der Ausgleich: Nach maßgenauer Flanke von Kai Havertz stieg der eben erst eingewechselte Joel Pohjanpalo am höchsten und bugsierte den Ball per Kopf in die Maschen des Kölner Tores – zum hoch verdienten 2:2 (70.). Es war das fünfte Saisontor des finnischen Nachwuchsakteurs.

Bis zum Ende agierte die Werkself mit kontrollierter Offensive und hatte kurz vor Schluss fast sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß: Der eingewechselte Leon Bailey traf in der 87. Minute aus der Distanz den rechten Pfosten – zum zweiten Mal verhinderte das Aluminium an diesem Tag einen Leverkusener Jubel. Und so blieb es letztendlich beim einem Unentschieden.

Der Punkt, die Ergebnisse der direkten Rivalen und die Spielansetzungen am letzten Spieltag in der kommenden Woche bescherten der Werkself den sicheren Klassenerhalt. Und so kann die Mannschaft von Trainer Korkut am letzten Spieltag bei Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr) frei aufspielen. 

Statistik

Bayer 04: Leno – Henrichs, Tah, Jedvaj, Wendell – Baumgartlinger, Aránguiz (57. Kampl) – Havertz (86. Bailey), Brandt – Chicharito (68. Pohjanpalo), Kießling

1. FC Köln: Horn – Klünter, Sörensen, Subotic, Heintz – Lehmann – Jojic (75. Rausch), J. Hector – Zoller (46. Osako), Bittencourt (57. Höger) – Modeste

Tore: 0:1 Jojic (14.), 0:2 Klünter (49.), 1:2 Kießling (60.), 2:2 Pohjanpalo (71.)

Gelbe Karten: – / Lehmann, Rausch

Schiedsrichter: Günter Perl (Pullach im Isartal)

Zuschauer: 30.210 (ausverkauft)





















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