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28.01.2017 | Leverkusen
2:3 - Werkself verspielt 2:0-Führung gegen Gladbach
Karim Bellarabi und die Werkself haben einen schweren Stand gegen Gladbach.
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Den Rückrundenstart hatte sich die Werkself wahrlich anders vorgestellt. Nach dem starken Auftritt gegen Hertha BSC am vergangenen Wochenende (3:1) musste die Werkself gegen den Rheinrivalen Borussia Mönchengladbach eine bittere 2:3-Niederlage einstecken – trotz einer 2:0-Pausenführung.

Personell hatte Roger Schmidt nahezu aus dem Vollen schöpfen können. Nur auf Kapitän Lars Bender (Aufbautraining) und Aleksandar Dragovic (Sehnenverletzung im Oberschenkel) musste der Bayer 04-Trainer verzichten. Im Vergleich zum Berlin-Spiel nahm er zwei Änderungen vor: Jonathan Tah begann für Dragovic, Charles Aránguiz startete für Julian Baumgartlinger, der auf der Reservebank Platz nahm.

Tah erzielt ersten Bundesligatreffer

Die Werkself begann gleich forsch und kam bereits nach wenigen Sekunden zur ersten Ecke des Spiels. Die Hereingabe von Hakan Calhanoglu landete auf dem Kopf von Aránguiz, doch Mönchengladbachs Keeper Yann Sommer konnte den wuchtigen Abschluss parieren. Danach kamen die Gäste immer besser ins Spiel und setzten die Werkself unter großen Druck, Bayer 04-Torwart Bernd Leno konnte die besten beiden Möglichkeiten von Raffael (13.) und Mahmoud Dahoud (23.) aber entschärfen.

Nach gut einer halben Stunde hatten die Fans der Werkself dann Grund zum Jubeln: Calhanoglu trat einen Eckball zielgenau in den Fünfmeterraum, wo Tah zur Stelle war und zum 1:0 für seine Farben einköpfte (31.) – es war zugleich das erste Bundesligator für den 21-jährigen Nationalverteidiger. Nur wenige Minuten später folgte dann der zweite Streich der Schmidt-Equipe. Eine Ecke von Calhanoglu, diesmal von der linken Seite, verlängerte Karim Bellarabi per Kopf auf Chicharito, der den Ball ins Gladbacher Tor köpfte (34.). 

Nach dem sechsten Saisontreffer des Mexikaners wirkten die Gäste sichtbar geschockt, die Schmidt-Equipe spielte sich nahezu in einen Rausch. Die herausgespielten Chancen konnten Benjamin Henrichs (42.), Bellarabi (43.) und Kevin Kampl (45.) allerdings nicht nutzen und so blieb es zur Pause bei der 2:0-Führung für die Hausherren. 

Gladbachs Stindl zeigt sich als Spielverderber

Wie schon zu Beginn des Spiels gehörte der Werkself die erste Aktion im zweiten Durchgang. Nach einer Ecke von Calhanoglu verhinderte Gladbachs Keeper Sommer das drohende 0:3, als er einen Kopfball von Ömer Toprak aus dem langen Eck fischte. Fortan kam der Tabellen-14. besser ins Spiel und ließ die Platzherren kaum mehr zur Entfaltung kommen. Konnte Bayer 04-Rückhalt Leno in der 51. Minute mit einem bärenstarken Reflex gegen den freistehenden Thorgan Hazard aus acht Metern noch mit dem Knie parieren, musste er kurz darauf das erste Mal hinter sich greifen. Gladbachs Kapitän Lars Stindl setzte sich an der Strafraumlinie gegen Tah durch und schoss den Ball aus 16 Metern ins Tor – 1:2 (52.).

Nur sechs Minuten später war es dann Oscar Wendt, der sich über die linke Seite durchsetzen und flanken konnte. In der Mitte vollendete erneut Stindl aus abseitsverdächtiger Position, diesmal mit dem Kopf gegen den aus kurzer Distanz erneut chancenlosen Leno. Der Schock aufseiten der Werkself saß tief, die Gladbacher hingegen steckten nicht auf und kamen durch Jonas Hofmann zur einer weiteren Chance (62.) – der von Tah abgefälschte Ball ging nur knapp über das Tor. 

Ex-Bayer 04-Spieler Kramer leitet Siegtreffer ein

Es entwickelte sich ein kampfbetontes, aber dennoch faires und unterhaltsames Fußballspiel, bei dem die Gäste letztlich das bessere Ende haben sollten: In der 71. Minute spielte der Ex-Leverkusener Christoph Kramer einen gut getimten Ball auf Raffael, der sich gegen Tah durchsetzen und zum 3:2 für Mönchengladbach einschieben konnte. Damit hatten die Gäste um Neu-Trainer Dieter Hecking die Partie in der BayArena gedreht. 

In den verbleibenden 20 Minuten rannte die Werkself noch einmal an, aber ohne vor dem Gladbacher Tor für nennenswerte Gefahr sorgen zu können. Daran konnte auch die Einwechselung von Stefan Kießling nichts ändern. Der Rheinrivale konzentrierte sich besonders in der Schlussphase auf die Defensive, verwaltete den Vorsprung und brachte die knappe Führung letztlich über die Zeit. 

In der Tabelle ist die Schmidt-Equipe mit 24 Zählern Neunter. Weiter geht es am kommenden Freitag, 3. Februar (20.30 Uhr), wenn die Werkself mit dem Spiel beim Tabellenvorletzten, Hamburger SV, den 19. Spieltag eröffnet.

Statistik:

Bayer 04: Leno – Henrichs (66. Jedvaj), Tah, Toprak, Wendell – Aránguiz (66. Havertz), Kampl – Bellarabi (77. Kießling), Calhanoglu – Chicharito, Brandt

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Jantschke, Christensen, Vestergaard, Wendt – Kramer, Dahoud – Hofmann (89. Drmic), Hazard (70. Hahn) – Stindl – Raffael (85. Johnson)

Tore: 1:0 Tah (31.), 2:0 Chicharito (34.), 2:1 Stindl (52.), 2:2 Stindl (58.), 2:3 Raffael (71.)

Gelbe Karten: – / –

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Zuschauer: 28.869



















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